Schreiber zurückgestuft
„Mir fehlen die Worte“: Die Reaktionen der Luxemburger nach der Jury-Entscheidung
Die Aberkennung des EM-Titels von Marie Schreiber sorgt im luxemburgischen Lager für Unverständnis und heftige Kritik. FSCL-Verantwortliche Christian Helmig und Jempy Drucker finden deutliche Worte für die Jury-Entscheidung.
Marie Schreiber war nach der Jury-Entscheidung untröstlich Foto: FSCL/Hugo Barthélemy
Im luxemburgischen Lager herrschten am Samstagnachmittag Enttäuschung, Unverständnis und jede Menge Ärger über die Entscheidung der Jury, die Marie Schreiber auf Platz 2 verwiesen hat. „Es ist eine hochemotionale Entscheidung“, sagte Christian Helmig, technischer Direktor der FSCL. „Eine Entscheidung, die für Marie extrem, extrem schade ist. Sie war unnötig. Die Entscheidung kam nicht aufgrund des Protests einer anderen Fahrerin oder einer Mannschaft zustande, sondern auf Eigeninitiative der Jury. Das ist für uns extrem bedauerlich. Beide Radsportlerinnen haben gesagt, dass es im Sprint eine Bewegung gab. Beide haben aber auch bestätigt, dass diese keinen Einfluss auf den Sprint hatte. Das interessiert dann aber niemanden mehr.“
Die FSCL wird zwar noch einmal Protest gegen die Entscheidung einlegen, dieser dürfte allerdings rein formeller Natur sein. „Da wird keine Konsequenz dabei herauskommen“, ist sich Helmig sicher. Gleichzeitig kann er nachvollziehen, dass Schreiber auf einen Gang aufs Podium verzichtete. „Sie war in keinem guten Zustand. Dann noch aufs Podium zu gehen, wäre zu viel für sie gewesen. Ich finde das richtig und unterstütze ihre Entscheidung.“