Damen-Basketball
Vor der Pokalwoche: Für Michelle Dittgen kommen die Karriere-Highlights noch
Bisher schrieben der Pokal und Michelle Dittgen keine Liebesgeschichte. Vor fünf Jahren gab es gegen Steinsel eine hohe Finalniederlage, 2020 stoppte die Pandemie sie und den Basket Esch einige Tage vor dem Endspiel gegen Hostert. Diese Woche will sich die Neu-Düdelingerin endlich mit dem Pokalwettbewerb versöhnen.
Michelle Dittgen (in Schwarz) will sich mit dem T71 Düdelingen endlich ihren ersten Pokalsieg holen Foto: Fernand Konnen
Michelle Dittgen hat bisher keine guten Erinnerungen an das Endspiel der Coupe des Dames. „Gegen Steinsel haben wir 2017 ganz hoch (46:79, Anm. d. Red.) verloren. Dies war schade, denn wir hatten uns viel mehr erwartet.“ Nach der schnellen Sprunggelenksverletzung ihrer damaligen US-Amerikanerin Marshae Dotson waren Dittgen und die Escherinnen – mit Andrea Haris und den Hetting-Schwestern – gegen die haushohen Favoritinnen aus Steinsel chancenlos, die vor fünf Jahren noch von Erica Morrow angeführt wurden. Im März 2020 stoppte Corona schließlich ihren Angriff auf den Titel in letzter Sekunde. „Ich habe nie etwas in der Coque gewonnen“, lautet das momentane Fazit der 25-Jährigen, die auch ihren Wechsel zum amtierenden Meister erklärt. „Mit Esch sind wir immer ganz optimistisch in die einzelnen Saisons gestartet. Aber trotz viel Potenzial konnten wir die Erwartungen nie richtig erfüllen. Wir haben nie ganz unten, aber auch nie ganz oben mitgemischt. Die drei letzten Spielzeiten verliefen für mich alles andere als optimal. Zuerst war ich verletzt, dann wurde die Meisterschaft vorzeitig abgebrochen, ehe es letztes Jahr eine lange Unterbrechung gab.“ All diese Faktoren haben Dittgens Überlegungen zu einem Tapetenwechsel unterstützt: „Ich wollte etwas Neues probieren, denn ich besaß noch hohe Ambitionen. Ich hatte einige Optionen, aber beim T71 haben alle Bedingungen gepasst, die Art und Weise, Basketball zu spielen, der Trainer und schließlich das Team.“