Champions League
Vinicius trifft: Real im Achtelfinale – auch PSG weiter
Ausgerechnet Vinicius Junior hat Real Madrid eine Woche nach dem viel diskutierten Rassismus-Eklat den Achtelfinal-Einzug in der Champions League gesichert. Die Königlichen von Coach Alvaro Arbeloa setzten sich am Mittwoch mit einem 2:1-Erfolg im Play-off-Rückspiel gegen Leandro Barreiro und Benfica Lissabon durch. Auch Titelverteidiger Paris Saint-Germain steht durch ein 2:2 im französischen Duell gegen die AS Monaco in der Runde der letzten 16.
Leandro Barreiro versuchte es in der fünften Minute mit einem Kopfball nach Ecke Foto: AFP
Real Madrid musste am Mittwochabend im Play-off-Rückspiel der Champions League gegen Benfica Lissabon auf Stürmerstar Kylian Mbappé verzichten. Der 27-Jährige stand aufgrund von Knieproblemen nicht im Kader des spanischen Fußball-Rekordmeisters. Madrid hatte das Hinspiel 1:0 gegen Leandro Barreiro und Co. gewonnen, die Partie in Lissabon war allerdings von mutmaßlichen rassistischen Beleidigungen gegen Torschütze Vinicius Junior überschattet worden.
Wenige Stunden vor dem Anpfiff hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) einen Einspruch von Benfica gegen die vorläufige Sperre des Fußball-Profis Gianluca Prestianni zurückgewiesen. Der Benfica-Spieler soll den Brasilianer nach dessen Tor zum 1:0-Sieg und seinem anschließenden Jubel als „Affe“ bezeichnet haben. Prestianni bestreitet die Vorwürfe. In der Szene hatte er sich das Trikot vor den Mund gezogen.
Auf der Bank fehlte zudem der gesperrte Benfica-Trainer José Mourinho. Dieser vertraute dem Luxemburger FLF-Nationalspieler zum siebten Mal in Folge einen Stammplatz in der Königsklasse an. Bereits in der fünften Minute hatte er eine gute Aktion, doch sein Kopfball stellte den starken Real-Keeper Courtois nicht vor Probleme. Dieser reagierte reflexartig, als Asencio einen Pavlidis-Querpass fast ins eigene Netz gelenkt hätte, war beim Nachschuss von Rafa Silva allerdings machtlos (0:1). Damit hatte Benfica den Rückstand bereits aufgeholt.
Die Madrilenen reagierten sofort durch Tchouameni, der nur zwei Minuten später nach einem Aufbau-Fehler von Otamendi ausglich (16.). Vini Jr. stellte in der zweiten Hälfte dann für Real die Weichen (80.) für das Achtelfinale und tanzte nach seinem Treffer wie schon eine Woche zuvor an der Eckfahne. Barreiro wurde im Übrigen in der 90. Minute ausgewechselt.
Auch Monaco versteckte sich nach dem 2:3 im Hinspiel gegen PSG überhaupt nicht. Maghnes Akliouche erzielte kurz vor dem Pausenpfiff (45.) die Führung. Marquinhos glich unmittelbar nach einer Gelb-Roten Karte für AS-Mittelfeldspieler Mamadou Coulibaly aus (60.). Chwitscha Kwarazchelia (66.) brachte Paris endgültig auf Kurs, doch Jordan Teze machte es in Unterzahl noch einmal spannend (90.+1).