T71 Düdelingen
Verwechslungsgefahr: Die „Twin-Towers“ des neuen Meisters
Nicht nur auf dem Spielfeld harmonierten Lauren Van Kleunen und Beatriz Gomes in dieser Saison perfekt. Die beiden Center-Spielerinnen des T71 Düdelingen wohnen zusammen, werden von vielen Fans beinahe verwechselt – und führten den Meister gemeinsam zum Titel.
Freude nach dem Spiel bei Lauren Van Kleuven (l.) und Beatriz Gomes Foto: Fern Konnen
Nach erfolgreichen zwei Jahren beim Gréngewald Hostert schloss sich für Lauren Van Kleunen am Freitag der Kreis: Nachdem die US-Amerikanerin bereits mit Hostert Erfolge gefeiert hatte, holte sie nun in ihrem zweiten Jahr beim T71 Düdelingen mit der Meisterschaft auch ihren ersten Titel mit ihrem neuen Verein.
In Düdelingen schien man sich vor der Saison nach der starken ersten Spielzeit von Van Kleunen gesagt zu haben, dass man sich noch ein zweites ähnliches Spielerprofil wünsche. Mit Beatriz Gomes, die zuvor beim BC Mess aktiv war und derzeit an der LUNEX promoviert, wurde man schließlich fündig.
Dabei gingen die Düdelinger bei der Suche nach einem ähnlichen Profil offenbar so gründlich vor, dass selbst manche Experten am Spielfeldrand erhebliche Probleme haben, die beiden Spielerinnen überhaupt auseinanderzuhalten.
Während Teammanagerin Shari Schenten nur wenige direkte Ähnlichkeiten erkennt und auf unterschiedliche Bewegungsabläufe auf dem Spielfeld verweist, gibt ihr Vorgänger Max Flammang hingegen offen zu: „Um ehrlich zu sein: Das erste Mal, als ich die beiden nebeneinander sah, hätte ich wetten können, dass Beatriz ihre Schwester ist.“
Witzige Situation
Die Spielerinnen selbst finden die Situation eher witzig. Beatriz Gomes erklärt: „Die Leute finden das halt komisch und wir lachen gemeinsam darüber. Selbst ihre Mutter weiß aus der Entfernung nicht immer genau, wer denn nun wer ist – und das ist dann schon lustig“, ergänzt die Portugiesin. Lauren Van Kleunen fügt lachend hinzu: „Damit es die Leute endlich leichter haben, trage ich jetzt eine Bandage am Ellbogen“, meint die Amerikanerin mit einem Grinsen.
Dass die „Twin Towers“ des T71 in ihrer ersten gemeinsamen Saison trotz der unbestrittenen Favoritenrolle nun ihren ersten Titel feiern können, sorgt bei beiden Spielerinnen für große Erleichterung.
Beatriz Gomes kommentiert: „Einfach nur pure Erleichterung. Es fühlt sich jetzt super an. Es gab riesige Erwartungen an das Team und wir haben diese mit großem Fokus und viel Konzentration erfüllt. Zum Schluss wurde von Spiel zu Spiel geschaut – und nun ist die Arbeit erledigt. Das war’s jetzt“, freut sich die Düdelinger Nummer 13.
Ihre Kollegin ergänzt: „Dass wir das bereits in drei Spielen geschafft haben, ist ein großer Erfolg. Wir waren ab dem Halbfinale zu 100 Prozent fokussiert und wollten genau das erreichen, was jetzt passiert ist.“

Lauren Van Kleunen absolvierte ihre zweite Saison beim T71 Foto: Editpress/Gerry Schmit
Selbst ihre Mutter weiß aus der Entfernung nicht immer genau, wer denn nun wer ist – und das ist dann schon lustig
Beatriz Gomes
über ihre Ähnlichkeit zu Lauren Van Kleunen
Dabei mussten die Düdelingerinnen zunächst die überraschende Pokalniederlage gegen Bartringen verdauen, wie die US-Amerikanerin bestätigt.
„Wir haben nach dem verlorenen Endspiel viel Zeit investiert, das Spiel und die Situation zu analysieren, damit die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden konnten, um es in der Meisterschaft besser zu machen. Der Zusammenhalt ist dadurch noch stärker geworden und wir haben es dann als gesamte Mannschaft geschafft“, erklärt Van Kleunen die Endphase der Saison.
Dass die beiden Centerinnen sogar in eine gemeinsame WG eingezogen sind, beruhte hingegen eher auf praktischen Umständen als auf einer langen Bekanntschaft, wie die Amerikanerin erzählt:
„Wir haben beide eine Wohnung gesucht und so stellte es sich als die perfekte Lösung für uns und den Verein heraus. Wir kannten uns eigentlich nur vom Sehen – entweder von der Uni oder durch einige gemeinsame Freunde. Richtig miteinander gesprochen hatten wir vorher aber nie.“
Perfekte Harmonie
Beatriz Gomes bestätigt dies: „Erst in der Saisonvorbereitung habe ich Lou und die anderen kennengelernt. Es hat sofort gepasst und ich bin sehr glücklich und dankbar, hier zu sein. An der Seite von Lou spielen zu dürfen, ist eine große Ehre und wir ergänzen uns perfekt“, verweist sie auf die gelungene Integration innerhalb der Mannschaft.

Beatriz Gomes promoviert derzeit an der LUNEX Foto: Gerry Schmit
So gab es für sie auch kein Zögern, ihre Mitspielerin nach deren Verletzung ins Krankenhaus zu begleiten, wie die Portugiesin erklärt: „Manche sind weit weg von zu Hause und da ist es wichtig, sich auf jemanden verlassen zu können. Als Team muss man zusammenhalten und füreinander da sein“, beschreibt Gomes den Teamgeist.
Auch Lauren Van Kleunen lobt die neue Freundschaft: „Wir harmonieren perfekt auf dem Feld und es fällt sehr leicht, auch privat zusammenzuleben. So hat sich eine besondere Verbindung entwickelt“, hebt die Profispielerin die mysteriöse „Twin-Tower-Connection“ noch einmal hervor.