Handball

Unerwartet allein an der Spitze: Esch ist als einziges Team noch ohne Punktverlust

Vier Punkte aus zwei Spielen, dazu die Tabellenführung: Esch steht nach zwei Spieltagen in der AXA League überraschend alleine an der Spitze. Überbewerten will Trainer Rajko Milosevic die Momentaufnahme nicht, auch wenn er viel Potenzial in seiner Mannschaft sieht.

Rajko Milosevic ist mit dem Saisonstart zufrieden, sieht aber noch Luft nach oben

Rajko Milosevic ist mit dem Saisonstart zufrieden, sieht aber noch Luft nach oben Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Ein Blick auf die Tabelle der AXA League ergibt nach den ersten beiden Spieltagen ein Bild, das wohl kaum jemand erwartet hatte. Esch steht an der Spitze und hat als einzige Mannschaft die vollen vier Punkte eingefahren. Der amtierende Meister Red Boys folgt nach einem überraschenden Unentschieden gegen Käerjeng „nur“ auf dem zweiten Platz der Tabelle mit drei Punkten, ebenso Berchem.

In Esch ist es eine schöne Momentaufnahme – nicht mehr und nicht weniger. „Unsere Ziele bleiben unverändert“, sagt Trainer Rajko Milosevic. Das bedeutet, am Ende der Saison soll in der Liga eine bessere Platzierung herausspringen, als letzte Saison (Platz vier). Im Pokal wollen die Escher dazu erneut ins Final Four und ihren Titel in der Coque verteidigen. „Wenn alle gesund bleiben, sehe ich aber keinen Grund, warum wir nicht auch in der Liga attackieren sollten. Wir haben die Qualität zu einem großen Ergebnis“, so Milosevic. „Wir nehmen aber weiter Schritt für Schritt, Spiel für Spiel.“

Vor Europapokal-Doppelduell

Denn auch wenn Esch nach zwei Spieltagen als einzige Mannschaft noch keinen Punkt abgegeben hat, sieht der Trainer noch Luft nach oben. „Die Ergebnisse waren okay“, sagt er über das 32:26 gegen Rümelingen und das 32:27 gegen Düdelingen. „Meiner Meinung nach gibt es aber noch viele Dinge, die wir besser machen müssen. Ich sehe das, meine Spieler sehen das. Wir haben noch nicht in jedem Moment gezeigt, was wir können. Trotzdem bin ich zufrieden mit unserem Saisonstart, aber wir haben großes Potenzial, uns zu steigern.“

Es klingt wie eine kleine Warnung an die Konkurrenz. Für Esch geht es nun schon am Dienstag mit der vorgezogenen Partie des dritten Spieltags gegen Standard weiter, ehe am Wochenende im European Cup auswärts ein Doppelduell gegen die nordmazedonische Mannschaft GRK Tikves 2014 wartet.

„Gegen Standard muss ich mixen“, sagt Milosevic. „Ich muss schauen, welche Spieler mehr oder welche weniger spielen, damit wir möglichst frisch für den Europapokal sind.“ Ohne dabei aber die nächsten Punkte in der AXA League aus den Augen zu verlieren – denn die Escher wollen möglichst lange die Mannschaft mit der vollen Punktzahl bleiben.

Wie viel Aussagekraft der perfekte Saisonstart tatsächlich hat, wird sich wohl im Oktober abzeichnen. Dann geht es für Esch innerhalb von vier Tagen gegen die großen Brocken Red Boys (10.10.) und Berchem (14.10.).

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