Fußball
UNK profitiert von der ersten Viertelstunde
15 Minuten ging Käerjeng ein Höllentempo und legte in dieser Phase den Grundstein zum Sieg im Derby. Petingen wehrte sich vor allem in der zweiten Hälfte sehr gut, bleibt aber nach dieser Niederlage Tabellenletzter.
Yanis Zodehougan (l.) im Duell mit UNK-Angreifer Yannis Bellali Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Im Duell zwischen den beiden Nachbarn ging es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Nach intensiven 90 Minuten profitierte Käerjeng von einer starken Anfangsphase, um den Sieg über die Runden zu bringen. Petingen zeigte Moral, konnte aber nicht mehr zum Ausgleich kommen.
Käerjeng musste auf die gesperrten Barbaro, Kapitän T. Ewert und Lecomte verzichten. Bei Petingen gab es gleich vier Veränderungen im Vergleich zum vergangenen Wochenende. Zodehougan, Hermandung, Schaus und Ako wurden durch Ali, Martins, Barata und Kastrati in der Startelf ersetzt. Stürmerhoffnung El Idrissi ist noch immer verletzt.
Mit der ersten Offensivaktion des Spiels gingen die Gäste in Führung. Bellali beförderte einen Freistoß ins Tor, UTP-Torwart Barrela sah bei dieser Aktion alt aus (4.). Petingen hatte nicht wirklich Zeit, sich von diesem Rückschlag zu erholen. Sieben Minuten später erhöhte Käerjeng auf 2:0. Dieye wurde von Moutschen in die Tiefe geschickt, stellte sich keine Fragen und versenkte den Ball mit einem präzisen Schuss aus rund elf Metern.
Petingen ließ dem Gegner in der ersten Viertelstunde sehr viel Platz. Bei Ballverlusten war das Gegenpressing fast nicht vorhanden. Käerjeng hingegen trat mit viel Selbstvertrauen auf und suchte den schnellen Abschluss, sobald sich die Möglichkeit ergab. Die UNK verteidigte hoch, setzte Petingen permanent unter Druck und ging ein sehr hohes Tempo.
Der zweite Teil der ersten Halbzeit war ausgeglichener. Die UNK zog sich etwas zurück, während Petingen versuchte, sich dem Strafraum zu nähern. Außer einem ungefährlichen Weitschuss von Ali (30.) war die UTP jedoch harmlos vor dem Tor. Petingens Trainer Baffour nahm in der Pause gleich drei Wechsel vor. Zodehougan, Sabotic und Gyimah kamen für Vechviroon, Mbida und Kastrati.
Die Lokalelf ging mit einer anderen Einstellung in die zweiten 45 Minuten. Das Pressing war höher und so kam Petingen vermehrt zu Chancen. Barata (49.), Zodehougan (50.) und Gyimah (53.) zeigten sich gefährlich vor dem Tor. In der 61. Minute kam die UTP zum Anschlusstreffer. Martins setzte zu einem sehenswerten Solo an, ließ die UNK-Abwehr wie Fahnenstangen stehen und überwand Gonzalez.
Käerjeng stand nun unter Druck und konnte selten für Entlastung sorgen. Die Abwehr stand zwar, aber zu oft ging das Spielgerät schnell wieder verloren. In der letzten Viertelstunde rappelte sich Käerjeng wieder auf, doch Petingen blieb gefährlich. Bis zur sechsten Minute der Nachspielzeit musste die UNK zittern. UTP-Torwart Barrela hätte fast zum Helden werden können, doch sein Kopfball in der letzten Sekunde ging knapp neben das Tor.
Statistik
Petingen: Barrela - Vechviroon (46. Zodehougan), Noode, Kouroma, Ali - Mbida (46. Sabotic), Hemkemeier - Gonçalves (73. Schaus), Barata, Martins (83. Balouk) - Kastrati (46. Gyimah)
Käerjeng: Gonzalez - Moutschen, Gerson, Grbic, Ubaldini - Klein, Dublin - Dieye (85. Albanese), Bellali, Carolei (59. Mabwati) - Maison (81. Boutrif)
Schiedsrichter: Torres - Gomes, Almeida
Gelbe Karten: Barrela, Kouroma - Moutschen, Mabwati
Torfolge: 0:1 Bellali (4.), 0:2 Dieye (11.), 1:2 Martins (61.)
Beste Spieler: Kouroma, Hemkemeier, Martins - Bellali, Moutschen, Gerson
Zuschauer: 284 zahlende
Der Dribbelkünstler: In der BGL Ligue sieht man selten solche Solos. Der Petinger Nuno Martins erzielte mit einer wunderschönen Einzelaktion den Anschlusstreffer.
Hinter der Bande: Keiner der beiden Trainer durfte auf der Bank Platz nehmen. David Vandenbroeck (UNK) war gesperrt, Chris Baffour (UTP) hat noch keine Lizenz.
Der junge Kapitän: Bei Käerjeng übernahm Ben Klein die Kapitänsbinde des gesperrten Tim Ewert. Das Eigengewächs ist erst 21 Jahre alt.
Stimmen
Laurent Libert (Sportdirektor UTP): „Wir haben die Partie in der ersten Viertelstunde verloren. Leider leisteten wir uns zu viele fatale Ballverluste. Die zweite Hälfte war richtig gut und auf dieser kann man sicherlich aufbauen.“
David Vandenbroeck (Trainer UNK): „Die ersten 20 Minuten haben ganz klar den Unterschied gemacht. Meine Spieler haben in dieser Phase hervorragend agiert. Leider haben wir in der zweiten Hälfte deutlich nachgelassen. Man hat gefühlt, dass der Mannschaft die nötige Ruhe fehlte.“