Radsport
Tour-Party geht weiter – Frauen-Rundfahrt mit Mont Ventoux
Nach der Tour ist vor der Tour. Bereits am Samstag geht die Frankreich-Rundfahrt der Frauen in ihre fünfte Auflage seit der Wiederbelebung im Jahr 2022. Die Tour de France Femmes hat sich schnell etabliert. Vier verschiedene Siegerinnen dokumentieren die Ausgeglichenheit, aus Luxemburg ist lediglich Nina Berton mit am Start. Höhepunkt der gut einwöchigen Rad-Rundfahrt ist die Kletterpartie zum Mont Ventoux hinauf.
Pauline Ferrand-Prévot (in Gelb) gewann im vergangenen Jahr die Tour de France Femmes Foto: AFP/Julien de Rosa
Wie verläuft die Strecke?
Der Startschuss erfolgt am 1. August in der Schweiz, an deren Nationalfeiertag, am Genfer See in Lausanne. Über neun Etappen und 1.174,7 Kilometer geht es bis zum Tour-Finale am 9. August in Nizza. Das absolute Highlight ist die Bergankunft auf dem Mont Ventoux auf der siebten Etappe. Gut möglich, dass die Siegerin auf dem „Riesen der Provence“ auch die Rundfahrt gewinnt. Wichtig wird auch das Einzelzeitfahren auf der vierten Etappe nach Dijon sein.
Wer sind die Favoritinnen?
Als Vorjahressiegerin geht die Französin Pauline Ferrand-Prévot ins Rennen. Die Mountainbike-Olympiasiegerin von Paris hat damit in ihrer Heimat eine Riesen-Euphorie erzeugt. In diesem Jahr konnte PFP aber noch nicht sonderlich überzeugen. Die größten Chancen dürfte die Niederländerin Demi Vollering haben, die bereits 2023 die Rundfahrt gewann. Auch mit der Polin Kasia Niewiadoma, der Gesamtsiegerin von 2024, ist immer zu rechnen.
Was ist mit Tadej Pogacars Freundin Urska Zigart?
Die Slowenin ist erst im Juni bei der Tour de Suisse schwer gestürzt und hatte mit einem Kieferbruch eine Zwangspause einlegen müssen. Als Siegkandidatin wäre Zigart ohnehin kaum infrage gekommen, für ganz vorne hat es bislang nicht gereicht. Ein sechster Platz bei der Vuelta und ein achter Gesamtrang beim Giro d’Italia waren in diesem Jahr aber schon Achtungserfolge.
Welche Resonanz hat die Frauen-Tour?
In Frankreich wird das Gegenstück zur Männer-Tour sehr gut angenommen. Viele Zuschauer am Straßenrand und gute Einschaltquoten im TV – die Tour-Party geht in Frankreich eine Woche nach dem fünften Triumph von Tadej Pogacar in Paris nahtlos weiter. „Nach nur wenigen Auflagen ist klar, dass unser Rennen wirklich gewachsen ist. (...) Vor vier Jahren machte ich mir Sorgen um die Zukunft des Frauen-Radsports, aber jetzt kann ich mir nichts vorstellen, was sein weiteres Wachstum verhindern könnte“, sagt Tour-Direktorin Marion Rousse, die Partnerin von Ex-Weltmeister Julian Alaphilippe.