Die möglichen Szenarien in der BGL Ligue

Taschenrechner-Samstag: Titel-Showdown, Europa-Rennen und Abstiegsangst

Am Samstag herrscht gegen 17.50 Uhr Gewissheit: Dann wird die BGL-Ligue-Saison 2025/26 beendet sein. Selten gab es vor dem letzten Spieltag so viele mögliche Konstellationen. In Bissen steigt der Titel-Showdown, in Strassen geht es um Platz drei und im Keller ist allerorts die Hölle los. Ein Überblick.

Diogo Monteiro enttäuscht nach Niederlage, FC Düdelingen verliert Kontrolle über den Tabellenplatz

Diogo Monteiro und Düdelingen haben ihr Schicksal nicht mehr in der eigenen Hand Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Titelkampf: Es ist das perfekte Szenario. Zwei Mannschaften stehen sich am letzten Spieltag in einem direkten Meisterschaftsendspiel gegenüber. Meister Déifferdeng 03 sah schon im Herbst wie der sichere Sieger der BGL Ligue aus, hatte am 12. Spieltag acht Punkte Vorsprung auf den damaligen Zweiten, UNA Strassen. Die Konkurrenz kämpfte sich in der zweiten Hälfte der Saison wieder heran, doch aufgrund seines Vorsprungs steht D03 seit dem 3. Spieltag auf dem Thron.

Am 5. März, nach einem 0:0 gegen Canach und einem nervenaufreibendem 4:3 (n.V.) gegen Strassen im Pokal, trennte sich der Doublesieger von Trainer Pedro Silva. Unter Nachfolger Yannick Kakoko holte das Team 21 Punkte in zehn Spielen, sowie das Ticket für das Cup-Finale.

Die Saison von Bissen ist außergewöhnlicher. Beim Aufsteiger, dem man schon aufgrund der Kaderzusammensetzung einen Platz im oberen Gefilde zurechnen konnte, hatte man den Klassenerhalt als erstes Ziel ausgegeben. Im Winter konnte das Team von Vitor Pereira schon höhere Ziele anvisierten Das Ticket für den „europäischen Sommer“ hat der Verein sicher in der Tasche, unabhängig vom Ergebnis am Samstag – die Frage ist nur, ob es bei der Premiere in der BGL Ligue gleich die Champions League oder die Conference League sein wird.

Punktemäßig könnte Mondorf zwar noch gleichziehen, wird das Torverhältnis aber nicht mehr einholen können. Apropos Torverhältnis: Mit +42 gehen die zwei Titelkandidaten in das Finale. Déifferdeng 03 darf also nicht verlieren, sonst würde Bissen vorbeiziehen. Ein Unentschieden würde D03 reichen. Der Tabellenzweite hat dagegen nur eine Option: Gewinnen.

Conference League: In der kommenden Saison wird es nochmal deutlich komplizierter, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren. Luxemburg hat aufgrund des UEFA-Koeffizienten einen Startplatz verloren. Diesmal werden noch drei Plätze über die Liga vergeben, das vierte Ticket geht an den Cupsieger. Sollte Déifferdeng 03 wieder das Double schaffen, wird der 4. Tabellenplatz automatisch „europäisch“. Rosport, als Pokalfinalist hat da sicher etwas dagegen.

Und wie beim Titelrennen wird es auch einen Kampf um Platz drei geben. Gewissheit, am Samstag die Qualifikation für die Conference League geschafft zu haben, wird entweder Mondorf (3.) oder Strassen (4.) haben. Der Showdown steigt im nagelneuen Stadion der Vorstädter. Die USM geht mit zwei Punkten Vorsprung in das direkte Duell. Und da wäre ja auch noch der F91 Düdelingen, der darauf hofft, im Endspurt an Strassen vorbeizuziehen – um wenigstens noch Platz vier zu erobern.

Folgende Szenarien sind möglich: Mondorf schlägt Strassen und bleibt Dritter. Mondorf und Strassen teilen die Punkte. Dann bleibt alles bleibt beim Alten, da der F91 das Torverhältnis nicht aufholen wird. Strassen gewinnt gegen Mondorf und zieht vorbei, Mondorf landet auf Platz vier und der F91 geht leer aus. Düdelingen braucht also nicht nur einen Sieg beim Progrès, sondern gleichzeitig USM-Unterstützung und einen anschließenden D03-Pokalsieg.

Abstiegsgefahr: Rodange und Union Titus Petingen klammern sich an den letzten Strohhalm – die Relegation. Sicher ist: Einer von beiden wird direkt absteigen, da nur Mamer eingeholt werden könnte. Das Torverhältnis spricht in diesem Fall für UTP (-22), Rodange braucht schon ein Wunder (-32), da Mamer bei -26 steht. Dabei hat Mamer in einem direkten Duell gegen den 12. Canach sogar noch die Möglichkeit, den direkten Klassenerhalt zu schaffen. Davon träumt auch Hesperingen, das auf Petingen trifft.

Die mathematische Abstiegs-Matrix

Ausgangslage: Hesperingen wird nicht direkt absteigen, kann aber den direkten Klassenerhalt noch schaffen. Mamer kann den direkten Klassenerhalt schaffen, die Relegation oder sogar noch direkt absteigen. UT Petingen kann die Relegation erreichen oder direkt absteigen. Rodange kann ebenfalls nicht mehr direkt gerettet werden, könnte aber die Relegation noch erreichen.

Hesperingen:
- Rettet sich direkt bei Sieg gegen Petingen und wenn Canach gleichzeitig nicht gewinnt
- Rettet sich direkt bei Unentschieden und wenn Canach gleichzeitig verliert
- Bleibt auf dem Relegationsplatz bei Niederlage oder Canach-Sieg

Mamer:
- Rettet sich direkt bei Sieg gegen Canach und gleichzeitiger Niederlage von Hesperingen
- Steigt aufgrund der Torverhältnisses direkt bei Niederlage ab und gleichzeitigem UTP-Sieg

UT Petingen:
- Schafft es auf den Relegationsplatz bei eigenem Sieg gegen Hesperingen und Mamer Niederlage gegen Canach.
- Steigt direkt ab bei Niederlage und Remis oder wenn Mamer punktet

Rodange:
- nur bei Kantersieg gegen Racing sowie Petinger und Mamer Niederlagen gibt es noch theoretische Chancen auf den Relegationsplatz.

Die Chaos-Alternative: Petingen gewinnt gegen Hesperingen, Rodange gewinnt beim Racing und Mamer verliert gegen Canach. Das Trio Rodange, Petingen und Mamer hätte 28 Punkte und die Tordifferenzen würden über die Zukunft entscheiden. Die schlechtesten Karten hat Rodange.

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