Basketball

T71 dank zweiter Halbzeit wieder auf Kurs

Im Duell der formschwachen Mannschaften mit zuletzt nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen hat der T71 Düdelingen zurück in die Erfolgsspur gefunden und den Aufsteiger Kordall Steelers bezwungen. Der Stecker wurde allerdings erst im dritten Viertel gezogen.

Kordall in blau verteidigt sich gegen Joé Kalmes und den T71 Düdelingen im intensiven Handballspiel

Kordall (in Blau) wehrte sich lange gegen Joé Kalmes und den T71 Düdelingen Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Dabei mussten die Steelers aufgrund eines Cuts über dem Auge auf ihren zweiten Profispieler Erik Timko verzichten, was den frechen Aufsteiger jedoch nicht daran hinderte, bis zur Halbzeit dem klaren Favoriten Paroli zu bieten.

Steve Kuhlmann war daher trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Wir haben unsere Ziele beinahe alle umgesetzt bekommen und die Spieler von der Bank haben ihre Leistung abgerufen, sodass es ein gutes Spiel von uns war.“

Bei den Hausherren feierte hingegen der zweite Profispieler Maurice Calloo sein Debüt, nachdem die Düdelinger bei der 45:82-Heimschlappe gegen Esch vor zwei Wochen gar komplett auf die Profispieler verzichten mussten. Der neue Kanadier, bereits in der Vergangenheit für den Gréngewald im Einsatz, zeigte eine ansprechende Leistung und war von Beginn an gut ins T71-Spiel integriert. Mitspieler Christopher Jack zeigte sich begeistert: „Wir verstehen uns blendend auf und neben dem Platz mit Maurice. Er braucht sicherlich noch ein wenig Zeit, hat sein Talent aber bereits unter Beweis gestellt und gezeigt, was er kann“, bestätigte der Düdelinger die noch nicht bei 100% befindliche Form des Neuzugangs.

Trotz der Vorzeichen wollten die Gäste gleich die bittere Niederlage in der Schlussphase beim Racing vergessen machen und begannen stark (5:11, 3.). Erst nach zwei Dreiern in unmittelbarer Folge von Jack und Calloo stoppten die Gastgeber den forschen Gäste-Auftritt und es entwickelte sich eine ausgeglichene erste Halbzeit (17:16, 6.). Dabei führten viele Düdelinger Fouls zu einer frühen breiten Rotation, die nach zwölf Minuten bereits Einsatzzeit für zehn Spieler bescherte, während den Steelers ganze 23 Freiwürfe zugesprochen wurden, die diese allerdings mit 15 Treffern nicht vollständig nutzten.

Christopher Jack wies auf den nicht zu unterschätzenden Gegner hin: „Wir wussten, dass Kordall eine gefährliche Mannschaft ist, denn sie spielen aggressiv und verlieren deshalb selten hoch. In der ersten Halbzeit hatten wir uns noch nicht ganz darauf eingestellt, es nach der Pause dann deutlich besser in der Defensive und dem Rebound gemacht.“ Nach dem Seitenwechsel dominierte Düdelingen das Spiel und die Steelers konnten seltener dazwischenfunken, sodass Jimmie Taylor und Maurice Calloo bald den entscheidenden Vorsprung herstellten (68:56, 29.).

Bei den Gästen musste zudem Zielspieler Robertas Jonaitis mit Platzwunde vom Feld und kam, mit Turban versehen, erst Mitte des Schlussviertels zurück, konnte aber auch nichts mehr gegen die nun souveränen Hausherren ausrichten. Steve Kuhlmann sah einen stärker gewordenen Gegner im zweiten Durchgang: „Düdelingen hat uns in der Offensive vor größere Probleme gestellt und unsere Trefferquote hat nicht mehr gepasst, was zu vielen Fastbreaks führte und so einen Erfolg unmöglich machte.“

Statistik

„T“-Bestnote: Maurice Calloo (T71 Düdelingen)
Viertel: 25:25, 21:22, 24:12, 16:16
T71: Calloo 25, Taylor 22, Delgado 13, Jack 8, Kalmes 8, Stephens 5, Malesevic 3, Reisdorffer 2, Grün 0, Agbodenou 0
Kordall: Snoddy 24, Jonaitis 20, Pellegrino 13, Kuhlmann 9, Tani 5, Schmit 4, Kemmer 0, Borbon 0, Brito 0
Schiedsrichter: Malané/Hermann/Kruckauskas
Zuschauer: 206 zahlende

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