Enovos League
Steinsel legt gegen die Musel Pikes den Grundstein in der Anfangsphase
Am Samstagabend feierte die Amicale Steinsel einen verdienten 95:89-Erfolg gegen die Musel Pikes. Von Beginn an kontrollierte sie die Partie und hatte einen Glanztag jenseits der Drei-Punkte-Linie. Die Gäste mussten zwar ihre erste Saisonniederlage hinnehmen, zeigten sich aber unermüdlich und unterstrichen mit viel Einsatz ihre „Pikepride“.
Die Musel Pikes um Ashton Sherrell (in Gelb) konnten den Musel Pikes (Maurice Gordon, in Rot) die erste Saisonniederlage zufügen Foto: Editpress/Fernand Konnen
Einigkeit herrschte unter den beiden Trainern: Die Anfangsphase entschied das Spiel. Nach vier Minuten stand es bereits 14:1, nach acht gar 23:7 für Steinsel. Alles deutete auf einen schwierigen Abend für die Musel Pikes hin. „Es ist nie einfach, einer starken Mannschaft so einen Vorsprung zu geben. Wir sind schwer in die Gänge gekommen und mussten enorm viel Energie investieren, um wieder ins Spiel zu finden. Diese hat uns dann hinten raus gefehlt“, analysierte Pikes-Coach Brian Carroll. Auf der Gegenseite zeigte sich Trainer Daniel Brandao sehr zufrieden. „In den letzten beiden Partien begannen wir jeweils schlecht und das wollten wir ändern. Einstellung und Mentalität haben von der ersten Sekunde an gestimmt. Das war der Schlüssel zum Sieg.“ Besonders auffällig in dieser Phase war die Aggressivität der Steinseler Verteidigung, ein deutliches Upgrade im Vergleich zur Vorsaison. „Wir setzen jetzt auf eine ‚Tagging-up-Defense’. Zudem erlaubt unsere tiefe Rotation älteren Spielern wie mir, zwischendurch zu verschnaufen und dadurch frischer zu bleiben“, erklärte Routinier Scott Morton.
Das neue Spielsystem erschwert gegnerische Fast-Breaks und erhöht die Chancen auf Offensivrebounds – zwei Bereiche, in denen die Amicale an diesem Abend vollends überzeugte. Das zweite Viertel offenbarte allerdings, dass sich die Mannschaft noch in der Entwicklung befindet. Es folgte ein offener Schlagabtausch (59 Punkte), in dem die Gäste, angeführt von US-Profi Tristin Walley, ihre Offensivqualitäten unter Beweis stellten und auf 42:40 verkürzten (17’). Steinsel hielt mit erfolgreichen Dreiern dagegen und rettete eine 53:45-Führung in die Pause.
Steinseler Defensivstärke
Nach dem Seitenwechsel besannen sich die Hausherren wieder auf ihre neugefundene Defensivstärke und erhöhten sofort den Druck auf ihren Gegner. Obwohl die Musel Pikes über die gesamte Spielzeit engagiert auftraten, gelang es ihnen nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Näher als zehn Punkte kamen sie im weiteren Verlauf nicht mehr heran. Erst in den Schlusssekunden betrieben sie noch etwas Ergebniskosmetik, am verdienten Erfolg der Hausherren änderte das nichts.
Carroll und Brandao drückten nach Spielschluss ihre gegenseitige Wertschätzung aus. „Wir werden aus der Niederlage lernen. Heute hat eindeutig das bessere Team gewonnen“, meinte Carroll. „Trotz einiger Höhen und Tiefen war es eine solide Vorstellung, ich bin zufrieden. Kompliment auch an die Musel Pikes, sie sind hervorragend organisiert und werden jedem Gegner Schwierigkeiten bereiten“, so Brandao.
Statistik
„T“-Bestnote: Ashton Sherrell (Amicale Steinsel)
Viertel: 23:16, 30:29, 23:21, 19:23
Steinsel: Sherrell 25, Richardson 19, Laurent 15, N. Medeot 13, Morton 10, A. Medeot 6, Rech 3, Theisen 3, Bugeja 1, Almeida 0
Musel Pikes: Walley 30, Oth 17, Gordon 15, Okundaye 15, Welter 7, Streef 5
Schiedsrichter: Dotsenko/Donckel/Kerschen
Zuschauer: 300 zahlende