Basketball
Sieg gegen Steinsel: Arantia bleibt die Mannschaft der Stunde
Das Topspiel des 18. Spieltags zwischen dem Tabellenzweiten Fels und dem Vierten der Enovos League, Steinsel, war das erhoffte spannende Duell. Bis in die Schlusssekunden blieb es eine heiß umkämpfte Partie, mit dem besseren Ende für die Arantia.
Als eine Verlängerung zur Option wurde, gelang Kevon Godwin ein „Buzzer Beater“ Foto: Editpress/Jeff Lahr
Die Partie war von viel Hektik und zahlreichen Spielunterbrechungen geprägt und ließ hüben wie drüben kaum Läufe zu. Die Punktedifferenz überstieg somit nie die Zehn-Punkte-Grenze. So überraschte es keinen, dass bis zum Ende des dritten Viertels die Führung nicht weniger als 21-mal das Lager wechselte. Zudem gab es immerhin noch 16 Gleichstände bis zu diesem Zeitpunkt. Die Gäste aus Fels waren auf einen solchen Kampf vorbereitet, wie Kapitän DJ Wilson erklärte. „Steinsel ist ein Top-Team. Wir waren eingestellt auf ein zähes Spiel. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt unser Spiel aufziehen können, mit einer besseren Arbeit in der Verteidigung und dazu unserem ‚transition game‘. Dies war ausschlaggebend, auch wenn wir den Vorsprung nicht so wie gewollt bis zum Schluss durchbringen konnten. Leider müssen wir es immer spannend machen“, schmunzelte Wilson. „Heute war es wichtig, zu gewinnen. Wir haben noch einige schwere Spiele. Unser Ziel ist es, Platz eins zu erobern, es wäre toll, den Heimvorteil für die Play-offs zu erreichen.“
Kurz vor Beginn der „money time“ hatte Godwin die letzte Steinseler Führung (64:62), mit fünf Punkten in Folge, ausgemerzt. Arantia konnte also die letzten zehn Minuten mit einem minimalen Vorsprung von einem Punkt beginnen und legte sofort mit einem 7:0-Lauf zu. Jedes Team suchte jetzt die Entscheidung. Nach einer Auszeit konnten sich Laurent, Richardson und Sherrel mit vereinten Kräften wieder herankämpfen (74:76).
Nervenkitzel in den Schlussminuten
Nach der Gäste-Reaktion und der maximalen Führung von neun Zählern (74:83) schien drei Minuten vor Schluss eine Vorentscheidung gefallen. „Wir wussten, dass es gegen die Arantia ein physisches Spiel geben würde. Da muss man bereit sein, dagegenzuhalten. Ich glaube, das ist uns gelungen, auch wenn wir zu viele Ballverluste hatten und offene Würfe vergeben haben“, so Amicale-Kapitän Noah Medeot. „Wenn uns diese Versuche gelingen, wird es ein anderes Spiel. Wir haben nie losgelassen, etwas, was unser Team ausmacht, auch nicht bei minus neun, darauf können wir stolz sein. Trotz der Niederlage können wir Positives herausziehen.“
Steinsel garantierte in den letzten Minuten den Nervenkitzel und holte seinen Rückstand bis 23 Sekunden vor der Schlusssirene auf. Als eine Verlängerung zur Option wurde, sicherte Godwin mit einem „Buzzer Beater“ den Sieg, denn der unglückliche Bugeja konnte die allerletzte Steinseler Chance nicht nutzen.
Statistik
„T“-Bestnote: Kevon Godwin (Arantia Fels)
Viertel: 19:17, 19:23, 28:27, 19:20
Steinsel: Sherrel 23, Morton 15, Richardson 15, Laurent 13, Kuresevic 6, Bugeja 6, N. Medeot 4, Keup 0, Rech 0
Fels: Godwin 32, Levickas 18, Heuschling 16, Carter 12, De Sousa 5, Wilson 4, Tibold 0, Maindron 0, Rocha 0, Genoud 0
Schiedsrichter: Dotsenko/Isigonis/Kruckauskas
Zuschauer: 257 zahlende