Damen-Basketball

Escher Achterbahnfahrt hält an

Basket Esch ist diese Saison die Unbeständigkeit in Person. Höhen und Tiefen wechseln sich regelmäßig ab und so schwankt der Lallinger Verein permanent zwischen Platz vier und fünf hin und her. Nach dem „Big Point“ beim Tabellenleader T71 folgte die Ernüchterung in Steinsel. Am Freitag gab es dann eine Wiedergutmachung in Contern und die Hoffnung aufs Halbfinale hat wieder Bestand.

Kyra Coulon und Esch zeigen ihr bestes Saisonspiel im spannenden Basketball-Match

Kyra Coulon und Esch haben ihr bestes Saisonspiel abgeliefert Foto: Editpress/Fernand Konnen

Die Conterner Damen hatten nicht den gleichen Antrieb wie vor einer Woche, als sie ihr Halbfinalticket lösten, und wie die Gäste aus Esch, für die es ein „Do or die“-Spiel war. Esch zeigte von Beginn an eine positive Körpersprache und eröffnete deutlich den Korbreigen (0:4). Aber Walsh, mit zwei Dreiern und einem „and one“, konterte alle Escher Bemühungen (9:9) in der Anfangsphase. Hin und her ging es im ersten Viertel, mit einigen Führungswechseln, ehe es mit einem gerechten Remis in die Viertelpause ging.

Ab hier übernahm Esch resolut das Kommando. Man merkte den Gästen ihren unbedingten Siegeswillen an. Eine Einstellung, die sie konsequent in bare Münze umwandelten. Jetzt fielen auch die Distanzwürfe. Neben dem Trio Jaksic, Likhtarovich und Nibbelink steuerten Coulon und Fonseca wichtige Punkte bei. Contern suchte nach Lösungen und baute vermehrt auf seine Profispielerinnen Walsh und Kulesza. Kurz vor der Pause erzielte Basket Esch seinen maximalen Vorsprung von 17 Zählern (32:49).

„Wir haben unser bestes Saisonspiel abgeliefert“, sagte die freudestrahlende Kyra Coulon. „Manchmal fehlt uns das nötige Selbstvertrauen. Heute hat alles gestimmt. Im zweiten Viertel haben wir die Conterner Ballverluste genutzt und ein gutes Transition Game abgeliefert. Wir haben schnell nach vorne und die Aktionen durchgespielt. Nach der Verletzung von Mara (Chaumont) hat es uns heute enorm geholfen, dass Katia (Jemming) uns ausgeholfen hat. So hatten wir wieder mehr Schnelligkeit in unserem Spiel. Nach der Länderspielpause treffen wir auf Bartringen, ein Team, das uns eigentlich gut liegt.“

„Im Kollektiv abgeliefert“

Auch nach der Pause konnte Esch diesen Bonus (43:60) lange Zeit halten, ehe Contern sich, über eine Zonenverteidigung, wieder etwas mehr am Spielgeschehen beteiligte und unter dem Impuls von Skrijelj, der ein Triple-Double gelang, Boden (55:65) gutmachte. Der ABC blieb gefährlich aus der Distanz mit Walsh und Kulesza, aber auf der Gegenseite wehrten Nibbelink und Coulon alle Angriffe erfolgreich ab.

„Wir haben heute im Kollektiv abgeliefert, was wir mussten“, so der Escher Coach Vincent Gevrey in seiner Analyse, nachdem er selbst alles an der Seitenlinie gegeben hatte. „Wir waren sehr diszipliniert und haben offensiv die Optionen gesucht, die wir brauchten. Jetzt haben wir unser Schicksal in unseren Händen und dürfen diesen Vorteil nicht mehr abgeben.“

Esch muss jetzt dieselben Resultate abliefern wie Steinsel, das einen Punkt zurückliegt, bei Gleichstand aber auf Platz vier springen würde. Die Spannung um den letzten zu vergebenen Platz im Halbfinale bleibt also intakt.

Statistik

5. Spieltag

Contern - Basket Esch 72:86 (36:49)
Viertel: 22:22, 14:27, 19:16, 17:21
Contern: Walsh 33, Kulesza 21, Skrijelj 10, Lavandier 4, Petrova 3, J. Alliaume 1
Esch: Jaksic 24, Coulon 17, Likhtarovich 14, Nibbelink 14, Fonseca 9, Jemming 6, Burgund 2
Schiedsrichter: Greisch/Schomer

Musel Pikes - Düdelingen 68:101 (36:55)
Viertel: 24:24, 12:31, 11:21, 21:25
Musel Pikes: Farmer 28, Weber 9, Curridor 9, Beffort Neuman 6, Leches 6, Nilles 4, Fischer 4, Muacho 3, Kleuls 2
Düdelingen: Nürenberg 21, Winton 19, Van Kleunen 16, Gomes 15, Schroeder 7, Wies 6, Schalbar 5, Jander 4, Jemming 3, Baseggio 3, Guedes 2, Krings 0
Schiedsrichter: Blum/Neves Ferreira

Wiltz - Bartringen 51:81 (22:48)
Viertel: 13:24, 9:24, 11:15, 18:18
Wiltz: Mosgrove 20, Broermann 10, Hodzic 8, Hasanovic 7, T. Hetting 4, Abessolo 2, Biver 0, Lieffrig 0
Bartringen: King 29, Quezada 13, Mersch 7, Feyder 7, Rasolofo 6, Yoerger 6, Wolff 6, Hagen 5, Havé 2
Schiedsrichter: Schomer/Agovic

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