Winterspiele
Rivalen aus der NHL: Die großen Eishockey-Stars bei Olympia
Erstmals seit Sotschi 2014 nehmen die NHL-Stars wieder am olympischen Eishockey-Turnier teil. In Italien wollen einige von ihnen auftrumpfen. Das sind die internationalen Topstars des am Mittwoch beginnenden Turniers der Männer.
Leon Draisaitl, hier im Trikot der Edmonton Oilers, ist der Hoffnungsträger Deutschlands Foto: AFP/Geoff Stellfox
Leon Draisaitl (Deutschland): Im deutschen Team ist Leon Draisaitl der große Hoffnungsträger. Der Stürmer sorgt im Trikot der Edmonton Oilers seit Jahren für Furore und will nun in Italien Edelmetall holen. Zur Eröffnungsfeier trug er sogar die deutsche Fahne ins Stadion. „Das ist auf jeden Fall ein Moment, den ich niemals vergessen werde“, sagte Draisaitl. Bei Olympia hat Deutschland noch nie Gold geholt. 2023 wurde die Mannschaft aber Vize-Weltmeister – ohne Draisaitl.
Connor McDavid (Kanada): Der 29-Jährige ist bei den Oilers der kongeniale Partner von Draisaitl und für viele der derzeit kompletteste Spieler der Welt. Tempo, Technik, Power, Cleverness – McDavid hat alles. Aber nicht nur wegen des Angreifers gilt Kanada als der große Favorit auf Gold, das Team aus dem Mutterland des Eishockeys ist gespickt mit Ausnahmekönnern wie Stürmer Nathan MacKinnon oder Verteidiger Cale Makar, außerdem will es Altmeister Sidney Crosby noch einmal wissen.
David Pastrnak (Tschechien): Die Fußstapfen eines Jaromir Jagr sind riesig, aber Pastrnak schickt sich an, sie auszufüllen. Der 29-Jährige spielt bei den Boston Bruins unter seinem deutschen Trainer Marco Sturm die Saison seines Lebens, trägt das Team oft im Alleingang. 2024 holte der Angreifer mit seinen Tschechen den WM-Titel, im Vorjahr war er bester Torschütze bei den Titelkämpfen. Ein echter Wirbelwind auf dem Eis.
Connor Hellebuyck (USA): Die Erwartungen an die USA, endlich wieder Olympia-Gold zu holen, sind hoch – und niemand trägt diese Last mehr als der Goalie von den Winnipeg Jets. Die Statistiken des MVPs der vergangenen NHL-Saison erinnern viele an Legenden wie Martin Brodeur oder Dominik Hasek, doch Hellebuyck fehlt bisher auch etwas ganz Entscheidendes in seiner Vita: Der 32-Jährige hat bisher noch keinen großen Titel geholt. Kann Hellebuyck der große Rückhalt der USA auf dem Weg zum ersten Olympia-Gold seit 1980 werden?
Mikko Rantanen (Finnland): Vergangenes Jahr machte der Angreifer der Dallas Stars abseits des Eises Schlagzeilen. Wegen versäumter Militärdienstpflichten wurde dem 29-Jährigen vom finnischen Staat eine Strafe von 33.290 Euro aufgebrummt. Rantanen kann dies angesichts seines 96-Millionen-Dollar Vertrags für acht Jahre verschmerzen und will nun sein Land, das 2022 in Peking erstmals den Goldcoup landete, erneut stolz machen.
William Nylander (Schweden): Der Flügelstürmer der Toronto Maple Leafs hat in Topform ein exquisites Gesamtpaket zu bieten. Der in Calgary geborene Sohn von NHL-Ikone Michael Nylander kann gestalten, schießt präzise, er ist ein geschmeidiger Schlittschuhläufer. Entsprechend hoch sind die Erwartungen in Schweden an den 29-Jährigen, der die „Tre Kronor“ zur ersten Goldmedaille seit Turin 2006 führen soll. (SID)