Radsport
Rad zu leicht: Auftaktsiegerin Wiebes von Damen-Giro ausgeschlossen
Wenige Stunden nach ihrem Auftaktsieg wurde Lorena Wiebes disqualifiziert – der Giro d‘Italia der Damen begann am Samstag mit einem Paukenschlag. Mit Nina Berton ist auch eine Luxemburgerin in Italien am Start.
Das Rad von Lorena Wiebes (r.) war 20 Gramm zu leicht Foto: AFP/Eric Lalmand
Giro d’Italia Women (2.WWT): Die Italien-Rundfahrt der Frauen begann am Samstag mit einem Skandal und einer Entscheidung am grünen Tisch. Die Niederländerin Lorena Wiebes wurde wenige Stunden nach ihrem Auftaktsieg disqualifiziert, musste das Rosa Trikot abgeben und wurde von der Rundfahrt ausgeschlossen. Als Grund wurde „die Verwendung eines Fahrrads, das nicht den Vorschriften entsprach, konkret durch die Nichteinhaltung der Mindestgewichtsanforderungen“ genannt. Wiebes’ Rennstall SD Worx reagierte entrüstet auf den Ausschluss. Man halte „die Disqualifikation von Wiebes für eine außerordentlich harte Strafe“. Laut Jury habe das Rad der 27-Jährige 6,78 kg statt 6,8 kg gewogen. Man habe keine Erklärung dafür, warum das Rad die Gewichtskontrolle nicht bestanden habe, teilte der Rennstall mit. Schließlich sei Wiebes in der laufenden Saison mehrmals das Rad in gleichem Aufbau gefahren und habe damit Siege errungen. „Das Team hinterfragt die Gewichtskontrollen der Räder beim Giro d’Italia der Frauen“, hieß es weiter. Nach der Disqualifikation von Wiebes wurde Elisa Balsamo (Lidl-Trek) zur Auftaktsiegerin erklärt. Einen Tag danach sicherte sich die Italienerin dann auf der zweiten Etappe auch den Sieg auf der Strecke. Nina Berton (EF Education-Oatly) belegte am Samstag auf der ersten Etappe auf 5:28 Minuten den 128. Platz, am Sonntag überquerte die Luxemburgerin die Ziellinie als 117. auf 34 Sekunden und liegt damit in der Gesamtwertung auf Rang 121 – 6:22 Minuten hinter Balsamo. Die neuntägige Rundfahrt endet am 7. Juni in Saluzzo.
Boucles de la Mayenne (2. Pro): Am Ende des dreitägigen Rennens konnte sich das Publikum über einen französischen Dreifachsieg freuen. Benoît Cosnefroy (UAE Team Emirates) gewann die Gesamtwertung mit sieben bzw. zwölf Sekunden Vorsprung auf seine Landsmänner Thibaud Gruel (Groupama-FDJ) und Noa Isidore (Decathlon CMA CGM). Aus luxemburgischer Sicht belegte Kevin Geniets (Groupama-FDJ) in der Gesamtwertung den 48. Platz mit 9:58 Minuten Rückstand auf Cosnefroy. Arthur Kluckers (Tudor) schloss das Rennen auf Rang 108 (+22:51 Minuten) ab.
Trophée Centre Morbihan (2.Ncup): Der Franzose Lancelot Gayant feierte am Sonntag den Gesamtsieg des zweitägigen Juniorenrennens. Die FSCL war in Frankreich mit sechs Nachwuchstalenten vertreten. Als bester Fahrer des luxemburgischen Nationalteams schloss Loïc Gouveia das Rennen auf Platz 57 mit 7:58 Minuten Rückstand ab. Direkt dahinter klassierte sich Yanis Molter als 58. (+8:02). Dawson Fehlen Pereira belegte Platz 72 (+26:50), Loris Morbé wurde 73. (+31:23) und Thibault Hansen erreichte Rang 76 (+38:21). Paul Kommes beendete das Rennen am Samstag vorzeitig.