BGL-Ligue-Splitter
Neue Rasen, neue Stürmer und andere Rivalitäten
In Hostert gibt es einen neuen Rasen, der Racing will weiter siegen und bei den Käerjenger Spielen kann man ein Torspektakel erwarten.
Der F91 (links: Isaque Gavioli) und Mondorf (Dway Holter) treffen diesmal wohl nicht als Europapokalkontrahenten aufeinander Foto: Editpress/Jeff Lahr
Rasen frei: Pünktlich zum ersten Heimspiel der Saison wurde der neue künstliche Rasen der US Hostert vom Verband abgesegnet. Am Sonntag kann die Etzella demnach als erste Auswärtsmannschaft den neuen Untergrund testen. Die neuen Umkleidekabinen und die Gegentribüne können jedoch noch nicht genutzt werden, da die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. (del)
Stürmerdebüt? An diesem Samstag könnten die Zuschauer einen neuen Angreifer in Wiltz entdecken. Sollte der D03-Stürmer Elijah Benedict spielberechtigt sein, steht er wahrscheinlich im Aufgebot des Spiels gegen den Aufsteiger. Der Nigerianer lief zuletzt in der ersten Liga der Vereinigten Arabischen Emirate für Dibba SC auf. Davor stand er beim portugiesischen Zweitligisten Portimonense unter Vertrag. Es könnte aber auch zu einem Startelfdebüt für Corentin Jean kommen. Der Star-Neuzugang der Differdinger kam bisher zweimal von der Bank. Am vergangenen Sonntag beim 2:0-Sieg gegen Rümelingen überzeugte der Franzose nach seiner Einwechslung mit zwei Torvorlagen. (del)
Marktwerte: Fußballfans mussten in den vergangenen Tagen ein wenig leiden. Die Datenbank Transfermarkt.de war nämlich in den vergangenen Tagen wegen technischer Probleme nicht abrufbar. Jetzt funktioniert wieder alles und es lohnt sich, einen Blick auf die Marktwerte in der BGL Ligue zu werfen. Laut der spezialisierten Seite hatte derzeit Meister Atert Bissen den wertvollsten Kader (2,6 Millionen Euro) vor Strassen (2,45) und Differdingen (2,18). Wertvollster Spieler der Liga ist der Käerjenger Neuzugang Olivier Thill (700.000 Euro). Überraschenderweise hat sein Bruder Sébastien (D03) nur einen Marktwert von 150.000 Euro. Eine genaue Wissenschaft war diese Einstufung – vor allem bei kleineren Ligen – aber ohnehin noch nie. (del).
Letztes Jahr Topspiel, dieses Jahr …? Vergangene Saison kämpften Mondorf und Düdelingen noch um einen Europapokalplatz. Der Ausgang ist bekannt: Die USM nahm erstmals in ihrer Geschichte an der Conference League teil, während Düdelingen erstmals seit 27 Jahren nicht europäisch wurde. Dieser Ausgang riss ein weiteres Loch in die Kassen und den Kader des F91. Düdelingen tritt zum dritten Mal hintereinander in dieser Saison gegen einen Europapokalvertreter an, und man darf gespannt sein, ob der F91 diesmal in der Lage ist, einen Punkt zu ergattern.
Spektakel in Käerjeng: An den beiden ersten Spieltagen gab es jeweils ein Tore-Spektakel mit Käerjenger Anwesenheit. David Vandenbroeck scherzte: „Nur beim ersten Spiel war es der Gegner, der die Tore geschossen hat.“ Nach dem 4:2-Heimsieg gegen Hostert hat für Käerjeng die Saison richtig begonnen. „Nach dem 2:2-Ausgleich haben wir natürlich gegrübelt. Zur Pause hätten wir deutlich führen müssen. Dann kommt der Gegner wieder ran und das Zittern beginnt. Diesen Stress brauche ich definitiv nicht an jedem Spieltag“, sagte David Vandenbroeck. Dennoch gewann Käerjeng am Ende auch aufgrund der Einwechselspieler, die die nötigen Impulse geben konnten. (pad)
Diagnose steht noch aus: Bei Niederkorns Neuzugang Ricky Delgado steht die Diagnose seiner Verletzung noch aus. „Ende der Woche wissen wir mehr“, kommentierte sein Trainer Vivian Reydel knapp. Delgado musste beim 1:0-Auswärtssieg in Walferdingen, ohne gegnerische Gegenwehr, verletzungsbedingt ausgewechselt werden. (pad)
Angeschlagener Gegner: „Jamais deux sans trois“, gibt sich der Racing-Coach Stéphane Masala optimistisch für das Abendspiel am Sonntag gegen Hesperingen. Der neue Trainer auf Verlorenkost erwischte einen makellosen Start in die Saison mit Siegen gegen Käerjeng und gegen Ettelbrück. Mit dem Swift erwarten die Hauptstädter den nächsten „machbaren“ Gegner. Klarzumachen, dass es kein Selbstläufer ist, wird die Hauptaufgabe für Masala sein: „Hesperingen ist eine ‚bête blessée‘, ich habe meinen Spielern eingeimpft, dass sie gerade deshalb gefährlich sind. Man muss nicht annehmen, dass sie in unser Stadion kommen, um sich abschlachten zu lassen. Ich glaube, dass das in den Köpfen angekommen ist, wir sind bereit für die nächsten drei Punkte.“ (MB)