Basketball
Nächste Pokalüberraschung: Mamer wirft Erstligisten Racing aus dem Wettbewerb
Nach den beiden Drittligisten Diekirch und Hesperingen sorgte mit Mamer am Donnerstag eine dritte Mannschaft für eine Überraschung in der ersten Pokalrunde. Drei Teams setzten sich somit gegen einen höherklassigen Kontrahenten durch.
Terry Winn und Mamer schafften es am Donnerstag, mit dem Racing einen Erstligisten aus dem Wettbewerb zu werfen Foto: Editpress/Fernand Konnen
Mamer überzeugte mit einer starken Anfangsphase sowie einem aggressiven Auftreten, musste allerdings zum Schluss nochmals zittern. „Wir haben unsere Chance genutzt: Durch das verletzungsbedingte Fehlen von Malcolm Richardson fehlte dem Racing ein wichtiger Spieler. Wir hielten zu hundert Prozent am ‚Gameplan‘ des Trainers fest. Wir waren uns bewusst, dass der Racing eine Reaktion zeigen würde, doch wir blieben bei unserer Strategie. Wir sind ein junges Team – Rückschläge passieren“, erklärte Gianluca Pellegrino, der hofft, die Energie des Sieges mit in die Meisterschaft nehmen zu können, in der sein Team die beiden bisherigen Partien verlor.
Stempel früh aufgedrückt
Den besseren Start erwischte Mamer, das seinen Zehn-Punkte-Bonus direkt auf 15:0 ausbaute. Die Antwort des Racing ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Bivins und Cirikovic verkürzten auf 15:7. Zunächst prägten Nervosität, Ballverluste und Fehlpässe die Anfangsphase, ehe Mamer dem Spiel endgültig seinen Stempel aufdrückte: Durch einen 12:0‑Lauf bauten Winn, Pellegrino und Co. die Führung bis auf 21 Punkte aus (31:10, 8‘). Im zweiten Viertel versuchten die Hauptstädter, über Distanzwürfe im Spiel zu bleiben. Besonders der eingewechselte Sean Lopez bewies dabei ein glückliches Händchen und versenkte binnen vier Minuten gleich drei Dreier (42:28, 15‘). Mamer ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und hatte erneut die richtige Antwort parat.
Statistik
„T“-Bestnote: Terry Winn (Mambra Mamer)
Viertel: 33:13, 25:21,13:26, 22:17
Mamer (+10): Winn 30, Bedirhanoglu 13, Pellegrino 10, Murray 10, Almeida 8, Schneider 4, McLeod 2, Clees 2, Schaaf 2, Reisdorffer 2
Racing: Bivins 20, Cirikovic 14, Caruso 11, Lopez 9, Backes 8, Rehak 6, Keller 5, Besenius 4, Stemper 0, Babic 0, Matgen 0
Schiedsrichter: Glod/Takaoka
Zuschauer: 80 zahlende
Nach dem Seitenwechsel diktierte Mamer weiterhin das Geschehen und der Vorsprung wuchs bis auf 26 Einheiten (67:41). Die Vorentscheidung schien gefallen, doch die Gäste zeigten Kampfgeist. Unter dem Impuls von Bivins starteten die Gäste eine furiose Aufholjagd, sodass der komfortable Vorsprung der Mambra schrumpfte. Mit einem Dreier verkürzte Backes im alles entscheidenden vierten Durchgang den Rückstand auf sechs Zähler (73:67). Der Mamer Kapitän Terry Winn sorgte für Ruhe im Spiel und brachte sein Team fast im Alleingang wieder auf die Siegerstraße (85:67, 36‘). Erschwerend kam für den Racing hinzu, dass Profispieler Bivins sich in der 34. Minute verletzte. Mamer verteidigte seinen Vorsprung jetzt souverän.
„Hätten wir von Anfang an so gespielt wie Ende des dritten und Anfang des vierten Viertels, wäre ein Sieg möglich gewesen. Die Voraussetzungen waren alles andere als optimal: minus zehn Punkte, ein Profispieler verletzt und dann starten wir noch schlecht in die Partie, sodass wir nicht zehn Punkten hinterherliefen, sondern teilweise 20“, resümierte Jeff Keller die Partie. Für ihn lautete die Devise nach der Niederlage: „Mund abwischen und weitermachen, denn am Samstag steht mit dem Duell gegen den Kordall ein sehr wichtiges Meisterschaftsspiel bevor.“ Die Hauptstädter hoffen, dass bis dahin auch Richardson wieder spielen kann.
Programm
Coupe de Luxembourg
1/16-Finale, am Dienstag:
Diekirch (+10) - Mersch 79:77
Hesperingen (+10) - Schieren 80:65
Am Mittwoch:
Walferdingen - Zolver 82:71
Préizerdaul (+10) - North Fox 74:102
Contern - BC Mess 74:76
Mondorf (+10) - Musel Pikes 84:93
Heffingen - Bascharage 66:59
Am Donnerstag:
20.00: Mamer (+10) - Racing 93:77
Donnerstag, 8. Oktober:
19.30: Bettemburg (+10) - Hostert
Freilos: Ettelbrück, Bartringen, Steinsel, Düdelingen, Fels, Esch, Kordall