Basketball
Musel Pikes sorgen nach der Pause für die Entscheidung
Im Ost-Derby wurden die Musel Pikes ihrer Favoritenrolle gerecht und konnten sich gegen den Nationale-2-Verein Mondorf durchsetzen. Bis zur Pause blieb es spannend. Nach dem Seitenwechsel ließen die Moselaner allerdings nichts mehr anbrennen.
Enzo Sanna und die Musel Pikes setzen sich im Derby nach der Pause allmählich ab Foto: Editpress/Jeff Lahr
Für Mondorf ist das Pokalabenteuer im 1/16-Finale beendet: „In der zweiten Hälfte fehlte die Energie und wir steckten den Kopf zu schnell in den Sand. Der Klassenunterschied machte sich nach der Pause bemerkbar. Wir sind ein junges Team, das dabei ist, sich zu finden. Das Aus ist bedauerlich, aber kein Drama. Jetzt gilt es, aus den Fehlern zu lernen und den Fokus auf die nächste Aufgabe in der Meisterschaft zu legen“, erklärt der Mondorfer Kapitän Sven Bartholomey.
Ein junges Team
Mondorf, das wegen des Divisionsunterschieds mit einem Bonus von zehn Punkten in die Partie gestartet war, versteckte sich nicht und fand auf Anhieb seinen Rhythmus. Zwar verkürzten die Moselaner, die weiterhin ohne die verletzten Welter und Oth antraten, den Rückstand zwischenzeitlich auf sieben Einheiten (19:12), doch die Hausherren hielten dagegen und schraubten ihren Vorsprung bis auf 15 Punkte hoch (32:17). Auch im zweiten Viertel verteidigte das Team von Trainer François Manti vorerst seinen Bonus (40:28, 15‘), doch in der Folge diktierten die Musel Pikes das Tempo und erhöhten den defensiven Druck. Angeführt vom Profi-Duo Hammond/Johnson schmolz der Rückstand Punkt um Punkt. Kurz vor der Pause betrug der Abstand nur noch einen Zähler (44:43).
Sam Streef räumte ein, dass es nie einfach ist, wenn der Gegner mit einem Bonus von zehn Punkten in die Partie startet. „Die Devise lautete, uns nicht wegen des Zehn-Punkte-Rückstands unter Druck zu setzen und nicht zu krampfhaft zu versuchen, diesen sofort in den ersten Minuten aufzuholen.“ Nach dem Seitenwechsel gelang es den Gästen dann erstmals, in Führung zu gehen (46:47) und sie gaben fortan den Ton an (48:55). Mit einem Distanzwurf verkürzte der Mondorfer Kapitän S. Bartholomey zwar auf 54:57, doch der Elan der Musel Pikes war nicht zu bremsen. Vor allem die Profis setzten offensiv immer wieder Glanzpunkte. Der Gastgeber zeigte zwar Einsatz, war jedoch nicht mehr in der Lage, dem Spiel eine entscheidende Wende zu verleihen.
Soll erfüllt
Kapitän Sam Streef und sein Team haben letztendlich ihr Soll erfüllt. „Die nächste Pokalrunde ist erreicht, das ist alles, was zählt. Auch wenn wir den erarbeiteten Vorsprung wahrten, gelang es uns nicht, uns richtig abzusetzen. Das zeigt, dass noch Arbeit vor uns liegt. Die Personalsituation macht es derzeit nicht einfach. Wie lange Ange (Konan Oth) ausfällt, wissen wir bisher nicht. Mit der Rückkehr von Tom (Welter) rechnen wir in den nächsten Wochen.“
Statistik
„T“-Bestnote: Kyle Johnson (Musel Pikes)
Viertel: 32:21, 14:22, 14:30, 24:20
Mondorf (+10): Ringo 29, Pope 25, Schroeder 12, S. Bartholomey 3, Hartz 3, Grivet 2, Wealer 0, Monteiro Delgado 0, Da Silva 0,
Musel Pikes: Hammond 36, Johnson 23, Streef 15, Bouttet 9, Lanners 6, Sanna 4, Schanen Sar 0, Mustafic 0, Ferreira Gordo 0, Schenk 0
Schiedsrichter: Muho/Pascolini
Zuschauer: 150 zahlende