Enovos League Damen

Nadine Bourg und das Comeback zur richtigen Zeit

Gesundheitliche Probleme, mehrere Monate keinen Sport: Doch pünktlich zum Beginn der Play-offs ist Nadine Bourg zurück auf dem Basketballfeld und könnte mit Contern am Samstag sogar den Finaleinzug perfekt machen.

Nadine Bourg kehrt pünktlich zu den Halbfinalspielen ins Conterner Fußballteam zurück

Pünktlich für die Halbfinalspiele ist Nadine Bourg zurück im Conterner Kader Foto: Editpress/Gerry Schmit

Es ist ein Szenario, das noch im November wohl nur die Wenigsten für möglich gehalten haben: Ein Sieg und Contern würde ins Finale der diesjährigen Damenmeisterschaft einziehen. Dabei war kaum ein anderes Team in den letzten Monaten durch so viele langfristige Ausfälle von Leistungsträgerinnen beeinträchtigt wie die Mannschaft von Trainerin Fabienne Fuger.

In einem Vorbereitungsspiel hatte es im Spätsommer Charlie Bidinger erwischt. Nach einem „Totalschaden“ im Knie befindet sich die Nationalspielerin derzeit im Rehaprozess. Ein Comeback in der laufenden Saison war aber von Anfang an ausgeschlossen. Freudige Nachrichten gab es derweil für die langjährige Kapitänin Lou Mathieu, die ihr erstes Kind erwartet und damit ebenfalls nur noch von der Bank aus zuschauen konnte. Nadine Bourg derweil plagte sich über die letzten Monate mit gesundheitlichen Problemen herum, durch die Basketball lange Zeit gar nicht möglich war. „Es war eine komplizierte Geschichte. Von Ende Oktober bis Mitte März konnte ich überhaupt keinen Sport machen“, erklärt die 33-Jährige, die froh ist, dass sich inzwischen alles geregelt hat und es ihr wieder deutlich bessser geht.

Seit Mitte März kann Bourg somit auch wieder trainieren. Zwei Wochen später, am letzten Spieltag der regulären Saison am 28. März gegen die Musel Pikes, feierte sie schließlich ihr Comeback, bei dem sie direkt wieder 20 Minuten spielte. „Ich wollte mir ein wenig Zeit lassen, um mich wieder wohl zu fühlen. Die Kondition war zum Glück aber schon immer eine meiner Stärken und so habe ich wirklich schnell wieder reingefunden.“ Dass sie so schnell wieder zu einer gewissen Form zurückfinden würde, hat sie selbst dann auch durchaus überrascht.

Überraschende Form

Mit der Saison hatte Bourg auch in ihrer schwierigen Zeit noch nicht abgeschlossen. „Ich hatte gehofft, schon im Januar zurückzukommen. Das hat sich dann immer wieder verschoben. Doch ich wollte das Team unbedingt noch in dieser Saison unterstützen.“ Denn, aufgrund der Ausfälle von Bidinger und Mathieu hatte die 33-Jährige stets das Gefühl, dass sie der Mannschaft gerade in dieser Saison noch weiterhelfen könne. Die Rotationsmöglichkeiten waren für Trainerin Fuger schließlich in den letzten Monaten deutlich limitiert. „Mir war immer vor Augen, dass von den drei Spielerinnen, die lange ausfallen, ich die einzige bin, die realistische Chancen hat, noch in dieser Saison wieder auf dem Feld zu stehen.“

Dass sie dann ausgerechnet bei dem ersten Halbfinalspiel gegen die Sparta dabei war, bei dem auch eine gewisse Euphorie entstanden ist, freut sie umso mehr. „Wir hatten die Euphorie schon irgendwie vor uns gespürt, auch wenn wir seit über einem Jahr nicht mehr gegen Bartringen gewonnen hatten.“

Auch wenn sie ihr Team nicht auf dem Feld unterstützen konnte, war Nadine Bourg immer auf der Bank präsent und ist stolz, dass trotz aller Probleme die Final-Four-Teilnahme eigentlich in all dieser Zeit nie wirklich in Gefahr gerückt ist. „Claire hat im Halbfinale bewiesen, wie wichtig ihre Rolle im Team ist und was sie dazu beitragen kann, um ein Spiel zu gewinnen“, freut sich Bourg auch über Teamkolleginnen wie Claire Lavandier oder Joyce Alliaume, die in dieser Zeit die Chance bekommen hatten sich zu beweisen. Auch von Esmeralda Skrijelj zeigt sich Bourg stark beeindruckt. „Sie ist irgendwie überall, ihre Energie steckt die komplette Mannschaft an.“

Ins Finale

Dass das Spiel am Samstag zuhause aber alles andere als einfach werden wird, dessen ist sich die 33-Jährige, die auch in ihrer Zeit mit Walferdingen schon eingie Endspiele bestritten hat, bewusst. „Vielleicht haben sie uns letzte Woche unterschätzt. Am Samstag werden sie sicher mit einem komplett anderen Mindset ins Spiel gehen. Doch ich glaube an uns.“

Nadine Bourg selbst könnte derweil nicht glücklicher sein, endlich wieder auf dem Parkett zu stehen. „Ich spüre einfach eine große Lust zu spielen und das von Samstag zu wiederholen. Der Druck liegt bei der Sparta. Wir sind jetzt schon weiter gekommen, als sich das viele erhofft hatten, doch mir reicht das nicht, ich will ins Finale.“ Genießen wird die 33-Jährige jede weitere Partie, egal ob es nur noch zwei oder doch noch mehrere Partien werden. Jedes einzelne Spiel in dieser Saison ist für die Conternerin nämlich ein Bonus.

Im Überblick

Play-off-Halbfinale („best of three“):

1. Spiel:

Düdelingen - Esch 79:72

Bartringen - Contern 75:82

2. Spiel, Samstag, 18. April:

18.30: Contern - Bartringen

Sonntag, 19. April:

15.00: Esch - Düdelingen

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