Enovos League Herren
Nach einer perfekten Saison droht ein anderer Wind beim Racing
Nach einer fast perfekten Saison, mit nur zwei Niederlagen, ist der Racing pünktlich zum 75. Jubiläum erstmals seit drei Jahren wieder in der höchsten Liga präsent. Max Hilger und Co. freuen sich auf das Abenteuer Enovos League, sind sich jedoch bewusst, dass die vor ihnen liegende Aufgabe nicht einfach sein wird.
Vordere Reihe (v.l.n.r.): Ilija Kalajdzic (Assistant-Coach), Angelo Caruso, Johan Bouttet, Louis Soragna, Max Hilger, Steve Lanners, Timothée Lahure, Adam Radomirovic (Coach), Uros Niksic (Assistant-Coach); hintere Reihe (v.l.n.r.): Emanuel Loncaric, Jayson Stemper, Brendan Temple, Jeff Keller, Antonio Bivins, Leo Backes, Yann Arbogast Foto: Racing Luxemburg
Vorbereitung
„Das Ziel wurde erreicht und es lief sogar besser als erwartet. Doch all das hilft uns jetzt gar nichts mehr“, so Trainer Adam Radomirovic, für den in der neuen Saison das Hauptaugenmerk auf der Verteidigung liegen muss. „In Sachen Intensität, Körperlichkeit und Geschwindigkeit gibt es große Unterschiede zu der Nationale 2, weshalb wir in der Lage sein müssen, besser zu verteidigen, ohne in Foultrouble zu geraten. Es gilt, sich mit der Defense zu etablieren.“
Die Hauptstädter um Soragna und Hilger sind eine eingespielte Truppe, die aus einer guten Mischung von erfahrenen und jungen Spielern besteht, weshalb die Teamchemie zur Stärke werden könnte. Der Kader ist im Vergleich zur vergangenen Saison fast identisch geblieben. Die Verträge der beiden Profis Brendan Temple und Antonio Bivins, der die Liga und den einheimischen Basketball genauestens kennt, wurden gleich nach Saisonende verlängert. Neu im Kader sind Jayson Stemper, dem man laut dem Trainer nach einer längeren Pause etwas Zeit lassen muss, und Timothée Lahure, der die luxemburgische und belgische Nationalität besitzt, und somit als Non-Pro-Spieler zählt, allerdings vor allem bei den Espoirs eingesetzt werden dürfte.
Auf Jérôme Lanners wird das Team hingegen aufgrund einer Knieverletzung voraussichtlich bis Dezember verzichten müssen. Nichtsdestotrotz besitzt der Kader eine gewisse Tiefe, wobei der Coach, der in seine dritte Saison beim Racing startet, warnt: „Andere Teams sind auch tief besetzt und haben mehr Erfahrung, deshalb müssen wir sie mit unserer Aggressivität stören, so weit es geht.“
Ziele
Als Aufsteiger lautet das primäre Ziel dann auch Klassenerhalt. „Der neunte Platz wäre ideal, da man nicht in die Relegation muss. Alles, was man mehr erreicht, wäre natürlich super. Ich denke, wir müssen einfach von Woche zu Woche schauen“, erklärt der Coach und der Kapitän ergänzt: „Wir kennen unsere Stärken, es gilt lediglich einige Anpassungen vorzunehmen. Unsere Rolle ist dieses Jahr natürlich eine andere. Vergangene Saison standen wir früh in der Saison als Favorit fest, während wir jetzt in jedes Spiel als Underdog starten. Perfekt wäre der achte Platz, dann hätte man seine Ruhe.“
Tipp
Mit Bivins, Hilger, Soragna und den Lanners-Brüdern stehen eine Reihe Spieler im Kader, die Erfahrung in der ersten Liga gesammelt haben. Für die eine oder andere Überraschung könnte der Aufsteiger sorgen, der jedoch um den Klassenerhalt kämpfen wird. (B.G.)
Es gilt, sich mit der Defense zu etablieren
Adam Radomirovic
3 Fragen an Jeff Keller
Foto: Racing Luxemburg
Was erwarten Sie sich von der Saison?
In der ersten Liga weht definitiv ein anderer Wind: In der Nationale 2 spielt nicht jede Mannschaft mit zwei Profis. Und dann warten in der Enovos League Gegenspieler wie Sticky, Joé Kalmes und wie sie alle heißen. Klassenhalt ist das Ziel, aber man hofft natürlich auf einen achten Platz. Das sagt natürlich jeder.
Welche Ziele haben Sie sich persönlich gesetzt?
Für mich gilt es der Mannschaft, so gut es geht, zu helfen und mich als Spieler weiterzuentwickeln. Momentan zähle ich zu den jüngsten, doch irgendwann werden die älteren Spieler aufhören, dann gilt es, Verantwortung zu übernehmen, weshalb es wichtig ist, einen Schritt nach vorne zu tun.
Als junger Spieler besitzen Sie bereits ein wenig Erst-Liga-Erfahrung.
Beim T71 waren die Einsatzzeiten zwar gering, doch beim Training habe ich viel profitiert, da ich noch mit Leuten wie Schumacher und Müller trainiert habe. Ich konnte mich an das Niveau und die Schnelligkeit herantasten. (B.G.)