Schwimmen

Momente und Gesichter einer EM: Diese Geschichten prägten eine berauschende Woche in Paris

Eine spektakuläre Woche mit vielen Emotionen ging am Sonntag in Paris zu Ende: Bei der Schwimm-Europameisterschaft gab es aus sportlicher Sicht zwei Halbfinal-Teilnahmen, sechs Landesrekorde – aber vor allem viele private Einblicke der FLNS-Athleten. Die Geschichten einer sympathischen Delegation.

Besonders der krachende Rekord – von fast drei Sekunden – im Staffelrennen sorgte für strahlende Gesichter

Besonders der krachende Rekord – von fast drei Sekunden – im Staffelrennen sorgte für strahlende Gesichter Foto: Giorgio Scala/deepbluemedia

Die verflixte Schwimmkappe

João Carneiro nahm es mit Humor, dass sein Schwimmkappen-Inferno es bis in die Zeitungen geschafft hatte. Nur Minuten vor seinem zweiten Rennen über die 200 m Brust am Mittwoch fiel auf, dass der Luxemburger zwar eine Haube in der richtigen Farbe (schwarz) in den Händen hielt, allerdings der falsche Sponsor zu sehen war. Carneiro hielt nämlich die Schwimmkappe von der WM in Singapur in den Händen und musste demnach völlig unerwartet zurück ins Athletenzelt. Seiner späteren Leistung hatte der ungeplante Sprint nicht geschadet. Am Freitagmorgen um 10.00 Uhr konnte er grinsend bestätigen, dass er sich vor den 50 m Brust zweimal davon überzeugt hatte, diesmal sofort das richtige Accessoire eingepackt zu haben. Jetzt steht für ihn erst einmal Urlaub auf dem Programm – an einem Ort, wo man keine Schwimmkappe aufsetzen muss. Die Familie wartete bereits in der Algarve auf den Athleten und holte ihn am Samstag am Flughafen ab. In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob es für Carneiro bei Benfica weitergeht oder in einem anderen Verein. Sicher ist nur, dass er noch das letzte Jahr seines Bachelor-Studiums in Lissabon absolvieren muss und danach nach Luxemburg zurückkehren will.

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