Radsport
Mixed-Staffel bei der EM-Premiere auf Platz fünf
Am Donnerstag war Luxemburg erstmals mit einer Auswahl am Start des Mixed-Teamzeitfahrens. Bei der Premiere sprang für die Mannschaft um Routinier Alex Kirsch der fünfte Platz unter sieben teilnehmenden Nationen heraus. Am schnellsten war das Sextett aus Frankreich, vor Italien und der Schweiz.
Die luxemburgischen Herren am Start des Mixed-Zeitfahrens Foto: FSCL/Hugo Barthélemy
Nachdem Marie Schreiber am Mittwoch aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig auf den Start beim Einzelzeitfahren verzichtet hatte, musste die Landesmeisterin einen Tag später ebenfalls von einem Start mit der Mixed-Staffel absehen. Dieser war akribisch vorbereitet worden. „Ich glaube, dass ich in den letzten zwei Monaten mehr auf dem Zeit-Rad gesessen habe als in meiner gesamten bisherigen Karriere“, hatte Kirsch im Vorfeld der EM gesagt.
Wir haben eine gute Leistung gebracht, auf die in Zukunft aufgebaut werden kann
Alex Kirsch
Gefahren wurde in Sechser-Teams. Dabei hatten drei Herren und drei Damen je 20 km und insgesamt 289 Höhenmeter rund um Etoile-sur-Rhône zu absolvieren. Als Erstes hatte das Team aus der Ukraine die 40 km in Angriff genommen und war mit einer Zeit von 51 Minuten und zehn Sekunden ins Ziel gekommen. Diese Zeit sollten Alex Kirsch, Mats Wenzel, Arthur Kluckers, Nina Berton, Liv Wenzel und Gwen Nothum um 1:24 Minuten verbessern. Auch die nach dem Team Lëtzebuerg gestarteten Esten konnten die junge FSCL-Truppe nicht vom „hot seat“ verdrängen.
Spannend verlief der Kampf um die Medaillen, wo es zum Duell zwischen Italien und Frankreich kam. Unter dem Impuls von Filipo Ganna hatte Italien bei den Zwischenzeiten eine Bestzeit nach der anderen aufgestellt. Am Ende waren es jedoch Cédrine Kerboel und Juliette Labous, die dem Gastgeberland die erste Goldmedaille bei dieser EM bescherten.
„Es hat sehr viel Spaß gemacht“
Zwischenzetilich durften die sechs FSCL-Fahrer auf dem „hot seat“ des Führenden Platz nehmen Foto: FSCL/Hugo Barthélemy
Luxemburg kam in der Endabrechnung auf den fünften Platz, mit einem Rückstand von 2:04 Minuten auf Frankreich. „Ich habe mich auf diesen Tag gefreut. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben uns mit Seriosität vorbereitet, wie man sehen konnte. Für Arthur (Kluckers) und Mats (Wenzel) war es das erste Mannschafts-Zeitfahren überhaupt. Wir haben eine gute Leistung gebracht, auf die in Zukunft aufgebaut werden kann. Die Damen sind alle noch sehr jung und haben das Zeitfahren sauber durchgezogen“, so Kirsch, dessen Blick bereits nach vorne gerichtet ist. „Hoffentlich gibt dies die nötige Motivation für die nächsten Jahre, um sich weiter zu verbessern und um eine Medaille kämpfen zu können“.
Schnellste Mixed-Staffel bei den Junioren, bei denen keine FSCL-Mannschaft am Start war, war derweil Norwegen, das sich deutlich vor Frankreich und Polen behaupten konnte.
Weiter geht es bereits am Freitagmorgen um 9 Uhr mit dem Straßenrennen der U23-Damen über 85,7 km, bei dem zu hoffen ist, dass neben Gwen Nothum auch Marie Schreiber die 85,7 km in Angriff nehmen kann. Anschließend vertreten Elena Lopes und Lena Lallemang die luxemburgischen Farben beim Straßenrennen der Juniorinnen über 62,9 km. Zum Abschluss des Tages wird der neue Junioren-Europameister nach 103,4 anspruchsvollen Kilometern ermittelt. Mit von der Partie sind die Luxemburger Flavio Astolfi, Arnaud Noirhomme, Jonah Flammang-Lies, Lenn Schmitz und Yannis Lang.
Resultate
Mixed-Teamzeitfahren Elite (40 km/7 Nationen): 1. Frankreich in 47:42 Minuten, 2. Italien auf 0:07, 3. Schweiz 0:40, 4. Deutschland 1:25, 5. Luxemburg 2:04, 6. Ukraine 3:28, 7. Estland 3:39
Mixed-Teamzeitfahren Junioren (40 km/10 Nationen): 1. Norwegen in 52:05, 2. Frankreich auf 0:34, 3. Polen 0:37, 4. Deutschland 0:45, 5. Schweiz 0:46, 6. Litauen 1:40, 7. Estland 2:13, 8. Ukraine 2:49, 9. Kroatien 6:23, DNF Italien