Handball

Michel Scheuren: Kapitel Nationalteam endet, Titelangriff mit den Red Boys

Michel Scheuren hört nach anderthalb Jahren als Damen-Nationaltrainer auf und richtet seinen vollen Fokus nun wieder auf die Red Boys. Mit den Differdingerinnen plant er in der entscheidenden Saisonphase den Titel anzugreifen. Diese startet am Samstag mit dem Ligahalbfinale gegen den HBD.

Michel Scheuren als Damen-Nationaltrainer 2024 im Einsatz, Fußballtraining und Teamführung sichtbar

Michel Scheuren war seit 2024 Damen-Nationaltrainer Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Die Nachricht kam überraschend: Am Montag wurde bekannt, dass Michel Scheuren seinen Vertrag als Damen-Nationaltrainer nicht verlängern wird. Für den 61-Jährigen selbst ist diese Entscheidung jedoch alles andere als kurzfristig gefallen. Bereits vor rund anderthalb Jahren, während seiner ersten Kampagne als Cheftrainer der FLH-Damen in Italien, zeichnete sich bei ihm ab, dass er seinen im Juni 2026 auslaufenden Vertrag nicht verlängern würde. „Kurz gesagt, ist es mir alles ein bisschen viel geworden“, so Scheuren. „Ich wollte meinen Vertrag aber erfüllen. Ich bin jemand, der die Dinge zu Ende bringt, die ich beginne.“ Gleichzeitig sei es ihm wichtig gewesen, dem Verband frühzeitig Klarheit zu verschaffen. „Ich wollte jetzt rechtzeitig Bescheid geben, damit genügend Zeit bleibt, eine Nachfolge zu finden.“

Scheuren war seit 2011 in unterschiedlichen Funktionen für die FLH tätig, das Amt des Damen-Nationaltrainers übernahm er 2024. Parallel betreute er weiterhin die Damenmannschaft der Red Boys. Die Doppelrolle habe er persönlich nie als Belastung empfunden. „Ich hatte schon immer mehrere Kappen auf – als Physio, Trainer oder Vater. Das bin ich gewohnt.“ Er betont: „Wenn ich Nationaltrainer war, war ich nur Nationaltrainer – nicht anti hier oder pro dort. Vielleicht haben verschiedene Leute mir das aber nicht immer abgenommen.“

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