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„Messi ist die WM“: Argentiniens Superstar zieht mit Klose gleich

Lionel Messi startet mit einem Dreierpack und der Einstellung des Torrekordes in seine sechste Fußball-WM. Argentinien lässt der Superstar von der erfolgreichen Titelverteidigung träumen.

„Messi ist die WM“: Argentiniens Superstar zieht mit Klose gleich

Foto: AFP/Roberto Schmidt

Am Ende seiner historischen WM-Gala hob Lionel Messi triumphierend die Hände in die Höhe - und die Fußball-Welt verneigte sich vor einem Mythos. Mit einem Dreierpack hatte Argentiniens Superstar beim 3:0 (1:0) gegen Algerien den WM-Torrekord von Miroslav Klose egalisiert, in seinem 200. Länderspiel, bei seiner sechsten WM, genau 20 Jahre nach dem WM-Debüt. „Messi, Messi, Messi“-Sprechchöre hallten durch das Arrowhead Stadium in Kansas City, kaum einen der knapp 70.000 Fans hielt es auf den Sitzen.

Filmreif hatte der achtmalige Weltfußballer die Mission Titelverteidigung eingeläutet. „Ich liebe das Fußballspielen, es ist meine Leidenschaft, seit ich klein bin“, sagte Messi: „Wenn ich mich gut fühle, gebe ich alles.“

Chancenlose Algerier

Messi hatte sich bei der Rückkehr in die Startelf gut gefühlt, er hatte alles gegeben und ein Statement gesetzt: Auch im hohen Fußballer-Alter von 38 Jahren ist er für Argentinien unverzichtbar. Mehr noch: „Messi ist die WM“, kommentierte die Tageszeitung La Nácion in der Heimat: „Der ewige Kapitän fügt seiner beispiellosen Karriere ein weiteres Kapitel hinzu und zementiert seinen Legendenstatus.“

An einem denkwürdigen Abend war der Torrekord - Messi hat nun wie Klose 16 WM-Treffer erzielt - längst nicht die einzige Bestmarke. Einsätze bei sechs Weltmeisterschaften hatte vor Messi noch kein Spieler aufzuweisen. 20 Jahre lang war „La Pulga“ der jüngste WM-Torschütze seines Landes. Die Treffer (17., 60., 76.) gegen am Ende chancenlose Algerier machen ihn auch zum ältesten.

FIFA-Präsident Gianni Infantino gratulierte Messi zum „Meilenstein“ Torrekord. Weltmeistertrainer Lionel Scaloni war ob des Fußball-Märchens „sprachlos, was Leo angeht. Was soll ich sagen? Er ist unglaublich. Er macht das schon seit 20 Jahren. Jeder im Fußball will ihn sehen und genießt es.“

Messi, Dreh- und Angelpunkt

Jeder? Eigentlich hatte für Messi ja längst Schluss sein sollen im Trikot der Albiceleste. Das Wüstenturnier vor dreieinhalb Jahren in Katar sollte seine letzte WM sein, der Gewinn des dritten Titels für Argentinien markierte zudem ein vermeintlich glanzvolles Ende. Und überhaupt: Wer seit drei Jahren für Inter Miami in der MLS kickt, kann für Argentinien doch nicht mehr auf höchstem Niveau performen, oder?

Falsch. „Wer auch immer dachte, dieses Team sei ohne Leo besser, dem wurde heute klar, dass er sich geirrt hat“, sagte Mittelfeldspieler Alexis Mac Allister. Für Rodrigo De Paul, Vorlagengeber zu Messis Traumtor zum 1:0 und Miami-Teamkollege, ist es zweifellos „ein Vorteil, Leo dabei zu haben, weil er die Gruppe so gut führt und voranbringt. Weil er einfach so ist, wie er ist.“ Messi seien Solo-Rekorde egal: „Er stellt die Gruppe in den Vordergrund, und das ist für uns unglaublich.“

Die Tore überstrahlten eine grundsätzlich starke Leistung Messis. Der Spielmacher war Fixpunkt in Argentiniens Offensive, mit feinen Pässen setzte er die Mitspieler in Szene, auch in der Defensive war er präsent. Ein gewonnener Zweikampf am eigenen Strafraum mündete schon vor dem ersten Tor in lauten „Messi“-Rufen von der Tribüne.

Es sollten nicht die letzten des Abends bleiben.

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