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Meister verschont Kellerkind nicht
Aufsteiger Rodange dürfte sich vor der Partie gegen den Tabellenführer nur wenige Hoffnungen gemacht haben, hatte jedoch wohl auf ein ausgeglicheneres Spiel gehofft. Differdingen zeigte dem Nachbarn aus dem Süden jedoch keinerlei Gnade.
Sechsmal sah es so aus: Differdingen jubelt, Rodange bläst Trübsal Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Trotz des deutlichen Resultats schaffte es Rodange bis zur 35. Minute, gut mitzuhalten. Defensive Stabilität und großer Einsatzwille zeichneten den Verein aus dem Südwesten aus, der sich gegen Meister Differdingen zunächst unbeeindruckt zeigte. Doch es kam, wie es kommen musste: Nach einem Eckball verwandelte Bedouret zum 0:1. Danach waren die Differdinger nicht mehr aufzuhalten. In den darauffolgenden sechs Minuten erzielten sie zwei weitere Treffer. Mit einem 0:3 ging es in die Halbzeitpause – ein herber Schlag für Rodange nach einer starken Anfangsphase.
Die zweite Halbzeit setzte sich fort, wie die erste geendet hatte. Rodange wirkte zunehmend wehrlos und sah sich der offensiven Wucht der Differdinger hilflos gegenüber. Hadji und Mfoumou erhöhten – begünstigt durch die starke Offensivarbeit von Abreu, der die rechte Seite dominierte – weiter das Ergebnis. Rodange hatte kaum noch Offensivaktionen und war fast ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigt. Abreu krönte seinen starken Auftritt schließlich in der Nachspielzeit und markierte den 0:6-Endstand.
Differdingen bleibt damit an der Tabellenspitze und setzt ein deutliches Ausrufezeichen an die Konkurrenz. Der vierte Titel in Folge ist in Reichweite, da die Verfolger patzen und Differdingen konstant liefert. Rodange hingegen bildet nun das neue Tabellenschlusslicht und rutscht trotz des neuen Trainers immer tiefer in den Tabellenkeller. In den kommenden Wochen müssen dringend Punkte her, um sich vor der Relegation zu retten.
Am kommenden Spieltag wartet jedoch die formstarke Mannschaft aus Esch – aufgrund ihrer aktuellen Verfassung sicherlich keine leichtere Aufgabe als Differdingen.
Statistik
FC Rodange 91: Wolf – Mortas, Skenderovic (66. Rakic), Peprah, Torres – Lima, Monteiro (75. Civovic) – Montantin, Bojic (66. Muzhaqi), Mbombo – Schur (53. Messuwe)
FC Deifferdeng 03: Ventura – D‘Anzico (71. Ricciuli), Brusco, Franzoni (68. Bei) – Abreu, Dedouret, Ribeiro, Rauch (68 Rebelo), Jakobi – Mfoumou (71. Pacheco), Hadji (64. Buch)
Gelbe Karten: Peprah – Rauch, Franzoni, D‘Anzico
Torfolge: 0:1 Bedouret (35.), 0:2 Rauch (378.), 0:3 Mfoumou (41.), 0:4 Hadji (61.), 0:5 Mfoumou (63.), 0:6 Abreu (90.+1)
Schiedsrichter: Matheus – Schilz, Chavez
Beste Spieler: Lima – Mfoumou, Abreu
Zuschauer: 489 zahlende
Stimmen
Fahrudin Kuduzovic (Trainer Rodange): „Wir haben sehr gut angefangen. Bis zum ersten Tor konnten wir noch mithalten. Wenn man gegen Differdingen erst einmal in Rückstand gerät, ist es sehr schwer, diesen wieder aufzuholen. Es waren viel zu einfache Gegentore, obwohl die Jungs defensiv sehr gut gearbeitet haben. Zudem muss man bedenken, dass wir erst seit einer Woche miteinander arbeiten. In dieser Woche haben wir gute Arbeit geleistet, viele positive Dinge sind passiert. Jetzt müssen wir in der kommenden Woche gezielt an unseren Schwächen arbeiten und so unseren Weg finden. Ich bin jedoch zuversichtlich, da wir einen qualitativ sehr hochwertigen Kader haben.
Arthur Abreu (D03): „Heute können wir sowohl mit dem Ergebnis als auch mit unserer sportlichen Leistung zufrieden sein. Wir haben guten Fußball gespielt, auch wenn wir in der ersten Halbzeit etwas schwächer waren. Nach dem ersten Tor lief es dann fast von alleine. Das 6:0 ist hochverdient, und ich glaube, wir hätten sogar noch zwei oder drei weitere Tore erzielen können.“