Volleyball
Mamer und Strassen sind beim zweiten Finalspiele der diesjährigen Meisterschaft im Vorteil
Schon am Samstag könnten sämtliche Entscheidungen in der diesjährigen Volleyballmeisterschaft gefallen sein. Die zweiten Finalspiele stehen an und sollten die Sieger vom vergangenen Wochenende erneut zuschlagen, wäre die diesjährige Saison in der MixVoip League Geschichte.
Können Sina Arab und Strassen ihren ersten Matchball nutzen und sich einmal mehr zum Meister krönen? Foto:Editpress/Luis Mangorrinha
Am Samstag haben es Mamer und Strassen in der Hand. Doch sollte es wirklich so einfach sein? Bei den Damen war Gym in der ersten Partie der „Best of three“-Finalserie die weitaus bessere Mannschaft auf dem Spielfeld gewesen, hatte es aber trotzdem nicht geschafft, den Sack zuzuschnüren. „In den gewonnenen Sätzen haben wir bewiesen, dass wir das bessere Team waren. Wir haben sehr wenige Fehler gemacht. Leider hatten wir zu viele Tiefen in den übrigen Sätzen“, resümiert Kapitänin Cindy Schneider.
Und diese Tiefen nutzte Mamer aus. „In den entscheidenden Momenten waren wir wohl doch einen Tick besser als der Gegner. Sicher war auch das Glück öfter auf unserer Seite“, so Mamers Kapitänin Vanessa Koos. „Ich muss meinem Team hoch anrechnen, dass es zu keinem Zeitpunkt lockerließ und als Team kämpfte. Das hat es uns ermöglicht, am Ende doch die Nase vorn zu haben.“
Wenn es Gym-Trainer Fabio Aiuto gelungen ist, die Köpfe seiner Spielerinnen wieder frei zu bekommen, so tendiert vieles zu einem Entscheidungsspiel in einer Woche. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, wird Mamer leichtes Spiel haben. Schneider weiß aber, was geändert werden muss: „Wir müssen konstanter spielen und die leichten Fehler vermeiden. Wir haben das Zusammenspiel von Block und Verteidigung unter die Lupe genommen und gesehen, wo wir uns an den Gegner anpassen müssen.“
Koos weiß ganz genau, dass auch in ihrer Mannschaft die Konstanz gefehlt hat: „Wir haben auch öfter den Spielplan außer Acht gelassen, das darf nicht mehr vorkommen. Wenn wir das zweite Spiel auch gewinnen wollen, müssen wir unsere Topleistung über die gesamte Spieldauer zeigen.“
„Volleyball vom Feinsten“
Bei den Herren war es Lorentzweiler im ersten Finalspiel derweil nicht gelungen, sein mögliches Leistungsniveau über das gesamte Spiel zu halten. Trainer Serge Karier nimmt dies auf seine Kappe. „Ich hatte mich im Trainingsaufbau leicht verrechnet und den Spielern eine zu lange Pause gewährt. Damit sind wir um einige Tage an unserem Leistungshoch vorbeigeschrammt. Das Team war somit ein gutes Stück von seinem Niveau entfernt. Allerdings könnte uns dies nun doch noch in die Karten spielen. Wir müssen am Samstag gewinnen, dann sollte das dritte Spiel zeitlich genau richtig fallen.“
Karier will nur Kleinigkeiten ändern, denn der Spielplan wurde eigentlich eingehalten – nur die nötige Fitness fehlte bei einigen Spielern. Dem Strassener Trainer Massimo Tarantini hat hingegen gefallen, wie sein Team den schon verloren geglaubten ersten Satz noch drehen konnte. „Die beiden Teams haben phasenweise Volleyball vom Feinsten geboten, sie haben es sicher verdient, im Finale zu stehen. Unser verlorener zweiter Satz sollte nicht zu hoch bewertet werden. Wir haben den Anfang verschlafen und, da Lorentzweiler sehr gut spielte, den Anschluss nicht mehr geschafft.“
Tarantini will ebenfalls nur wenig für das zweite Spiel ändern. „Wir müssen unser Spiel von Anfang bis Ende durchziehen und uns das Spiel des Gegners nicht aufdrängen lassen. Und sollte es am Ende nicht reichen, dann haben wir noch ein Heimspiel in einer Woche.“
Im Überblick
Damen:
Zweites Finalspiel („best of three“):
Am Samstag:
20.00: Gym – Mamer
Play-down, am Sonntag:
18.30: Esch – Fentingen
19.00: Echternach – Bartringen
Nachholspiel:
Bartringen – Esch 3:0 (26:24, 25:21, 25:15)
Tabelle:
1. Bartringen (4 Spiele/12:1 Sätze/27 Punkte)
2. Esch (4/7:9/25)
3. Echternach (4/9:8/10)
4. Fentingen (4/2:12/3)
Herren:
Zweites Finalspiel („best of three“):
Am Samstag:
17.30: Lorentzweiler – Strassen
Play-down, am Samstag:
16.00: Fentingen – Esch
16.30: Echternach – Amber/Lënster
Tabelle:
1. Fentingen (4 Spiele/12:0 Sätze/30 Punkte)
2. Echternach (4/9:3/22)
3. Esch (4/3:10/6)
4. Amber/Lënster (4/1:12/3)