Basketball

Malcolm Kreps’ neue Chance in Belgien

Nachdem sich die Wege von Malcolm Kreps und seinem spanischen Klub Penas Huesca Ende Dezember trennten, bekommt der Nationalspieler eine neue Chance in Belgien und könnte plötzlich sogar um den Meistertitel mitspielen.

Malcolm Kreps kehrt zurück in die Liga, in der seine Profikarriere begann, mit dynamischem Basketballspiel

Malcolm Kreps kehrt in die Liga zurück, in der seine Profikarriere begann Foto: Editpress/Gerry Schmit

Die Erleichterung ist groß: Nachdem Malcolm Kreps seit Ende Dezember ohne Klub dastand, steht seit Dienstag fest, dass er seine Profikarriere in Belgien fortsetzen wird. Um genauer zu sein bei Okapi Aalst, dem derzeitigen Tabellendritten der belgisch-niederländischen BNXT-League. „Mit der Entscheidung sind, glaube ich, alle sehr zufrieden. Für ihn ist es wieder näher an zu Hause, auch wir können uns wieder häufiger Spiele von ihm anschauen gehen“, erklärt Nationaltrainer Ken Diederich, der seit einigen Wochen bekanntlich auch Technischer Direktor des Basketballverbandes FLBB ist. Gemeinsam mit dem Agenten von Kreps wurde in den vergangenen Wochen viel nach einer Lösung für den 24-Jährigen gesucht, nicht die einfachste Aufgabe im Januar nach den Feiertagen. Erst im Sommer war der Luxemburger in die dritte spanische Liga zu Penas Huesca gewechselt. Dort hat der Sportsoldat allerdings nicht die einfachsten Monate hinter sich, hatte große Probleme, seine Rolle im Team zu finden und bekam nicht die Einsatzzeit, die er sich erhofft hatte. So trennten sich in der Weihnachtspause die Wege im gemeinsamen Einvernehmen.

Für Diederich ist die Wahl für die BNXT-League genau die richtige, auch wenn es für Kreps ein weiteres konkretes Angebot aus der deutschen Pro B gab. „Er will auf einem hohen Niveau spielen. In der BNXT geht es für sein Team sogar um den Meistertitel. Ich bin überzeugt, dass es für ihn ein Schritt nach vorne ist.“ Dass die Spielzeit jedoch bei einem solch starken Team, das noch in der letzten Woche den Tabellenzweiten Antwerpen geschlagen hat und bei dem etwa auch der ehemalige Düdelinger Eddie Colbert aufläuft, begrenzt sein kann, das ist Kreps laut Diederich aber durchaus bewusst.

Defensive Qualitäten

Die Profikarriere von Malcolm Kreps, der in Luxemburg für die Sparta und Walferdingen auflief, begann im Jahr 2023 beim niederländischen Klub Den Helder, der ebenfalls in der BNXT spielt. Ein Team, das eher im unteren Tabellendrittel zu finden ist, bei dem der 24-Jährige aber während zwei Jahren viele wichtige Erfahrungen sammeln konnte. In seiner zweiten Saison kam er im Schnitt auf 9,6 Punkte und 5,5 Rebounds und hat sich damit auch einen Namen bei der Konkurrenz gemacht. Sicherlich ein Vorteil bei der erneuten Vereinssuche.

Für Ken Diederich kommt die Verpflichtung des Nationalspielers derweil keine Sekunde zu früh. Bereits Mitte Februar treffen sich die FLBB-Herren für die Vorbereitung auf das zweite Fenster der Vorqualifikation für die EM 2029, die für Luxemburg im November mit zwei Siegen gegen Irland und Aserbaidschan begann. Kreps ist für den Nationaltrainer inzwischen zu einem der wichtigsten Akteure avanciert, hat seit dem Rücktritt von Thomas Grün auch ein wenig dessen Rolle übernommen. „Er hatte im November vielleicht nicht sein stärkstes Zeitfenster, weil ihm auch ein wenig die Spielpraxis fehlte. Es ist aber nicht zu bestreiten, wie wichtig er für das Team ist, vor allem für die Zukunft.“

Die defensiven Qualitäten des 24-Jährigen hat nämlich auch schon sein neuer Klub Okapi Aalst in den sozialen Medien hervorgehoben. Das nächste Spiel für den belgischen Klub steht am Freitag bei den Kortrijk Spurs an. Vielleicht kommt Kreps bereits dann in den Genuss seiner ersten Minuten zurück auf dem Platz.

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