Volleyball
Luxemburg steigert sich, verliert aber gegen starke Griechen 0:3
Im Vergleich zur 0:3-Klatsche am Freitagabend zeigte die luxemburgische Volleyball-Nationalmannschaft ein verändertes Gesicht. Gegen starke Griechen verlor man am Ende 0:3, zeigte aber eine klare Steigerung und verpasste einen Satzsieg nur knapp. Die European League beendet die FLVB-Mannschaft damit ohne Punkt.
Die FLVB-Herren verpassten gegen Griechenland einen Satzerfolg nur knapp Foto: Editpress/Gerry Schmit
Luxemburg hatte am Freitagabend gegen Österreich ein Spiel, bei dem man im Vorfeld auf den Sieg gehofft hatte, klar mit 0:3 verloren. Am späten Sonntagnachmittag stand dann mit Griechenland eine noch stärkere Mannschaft auf dem Programm. Man sah gleich, dass Braas und Co. viel gutzumachen hatten. Sie gingen das Spiel viel konzentrierter an als gegen Österreich. Die erste Phase des ersten Satzes verlief auf Augenhöhe, beide Teams schenkten sich nichts. Dann gelang Luxemburg ein Mini-Break (7:5), ein zweites bei 10:8. Griechenland zog jedes Mal nach und ging bei 11:10 erstmals in Front.
Doch die „Roten Löwen“ gaben nicht nach. Es ging munter hin und her, mal führte die eine, dann wieder die andere Mannschaft. Was man am Freitag vermisst hatte, das Kämpferherz der Spieler von Trainer Pompiliu Dascalu, war wieder erwacht. Sehr gut gefallen konnten zu diesem Zeitpunkt vor allem Christian Galoppo und Noah Oesch. Bei 16:18 nahm Dascalu eine Auszeit, er wollte verhindern, dass der Gegner sich absetzte. Beide Teams waren beim Eintritt in die Money-Time noch immer auf Tuchfühlung. Und die Zuschauer spürten, dass noch alles möglich war, und unterstützten lautstark ihre Mannschaft. Bei 22:24 Auszeit Luxemburg. Allerdings nutzte Markou seine Chance mit einem Block-out und es stand 1:0 für Griechenland.
Intensität im Spiel hoch
Beide Trainer vertrauten weiterhin ihren Anfangsformationen. Luxemburg startete gut (3:1), doch der Gegner zog nach. Die Intensität im Spiel steigerte sich immer weiter, jeder Ball war umkämpft, kein Team konnte sich absetzen, bis den „Roten Löwen“ ein Mini-Break gelang (13:11) – dieses sollten sie einige Zeit verteidigen. Erst bei 20:19 gelang es Griechenland, erstmals in Führung zu gehen. Dascalu antwortete mit einer Auszeit und ließ gleich eine zweite folgen. Zwei gelungene Finten gaben dem Gegner zwei Satzbälle. Ein Angriff von Galoppo ins Aus ließ dann auch die Hoffnung auf den Sieg in Satz zwei schwinden. 25:22 für die Hellenen und damit stand es 2:0. Zwei Sätze hatte Luxemburg hervorragend mithalten können, musste man nun den Einbruch befürchten?

Griechenland erwies sich am Sonntag als zu stark Foto: Editpress/Gerry Schmit
Sehr enger letzter Satz
Dascalu brachte Filip Bilan für Oesch in der Diagonale. Sein Team gab noch immer nicht auf und verlangte weiterhin dem Gegner alles ab. Erste Führung der Griechen erst bei 9:8. Zwei leichte Fehler sollten dann den Rückstand auf drei Punkte vergrößern. Doch man gab nicht auf und kam wieder heran. Letzte Hoffnung war dann die zweite Auszeit bei 18:22. Dies brachte einen kleinen Einbruch ins Team. Doch erneut arbeiteten sich Galoppo und Co. wieder heran (23:23). Hieran sollten auch zwei Auszeiten von Griechenland nichts ändern. Luxemburg wehrte drei Spielbälle ab und erspielte sich selbst vier Satzbälle, ehe der gegnerische Kapitän Protopsaltis den fünften Spielball mit einem Ass abschloss. Griechenland siegte zwar mit 3:0, aber es war ein hartes Stück Arbeit nötig. Luxemburg hatte seine wahre Stärke zeigen können und wurde mit großem Applaus von den Fans verabschiedet.
Ein sehr zufriedener Trainer hob die durchgehend gute Leistung seines Teams im Spiel gegen die starken Griechen hervor, verstand allerdings noch immer nicht, was sich am Freitag abgespielt hatte. „Das mit vielen jungen Spielern gespickte Team, da einige ersetzt werden mussten, hat sein ganzes Können gezeigt. Fehler unterlaufen natürlich noch einige, aber die Spieler haben viel Potenzial, sind nicht trainingsfaul und wollen sich weiterentwickeln. Mir ist eigentlich nicht bange für die Zukunft“, so Dascalu.
Im Überblick
European League 2026:
Die Ergebnisse der Luxemburger:
Luxemburg - Niederlande 0:3 (17:25, 22:25, 16:25)
Luxemburg - Nordmazedonien 1:3 (25:23, 21:25, 20:25, 13:25)
Luxemburg - Schweiz 0:3 (22:25, 20:25, 20:25)
Luxemburg - Ungarn 0:3 (21:25, 18:25, 21:25)
Luxemburg - Österreich 0:3 (14:25, 12:25, 15:25)
Luxemburg - Griechenland 0:3 (22:25, 22:25, 31:33)
Statistik
Luxemburg - Griechenland 0:3 (22:25, 22:25, 31:33)
Luxemburg: Braas (5), Zuidberg (11), Feit (4), Galoppo (13), Mangen (4), Oesch (6); Libero: Marinho; Auswechselspieler: Metzger, Bilan (2); 23 Mannschaftsfehler
Griechenland: Kasampalis Pitakoudis (8), S. Chandrinos (5), Markou (22), Linardos (5), Protopsaltis (10); Libero: Tziavras, A. Chandrinos; Auswechselspieler: Galiotos (1), Raptis (5), Theodosis (4), S. Mouchlias Voulkidis; 30 Mannschaftsfehler