Einzelkritik
Luxemburg gegen Malta: Thills Brust ist wieder breiter
Luxemburg lieferte am Donnerstagabend eine konzentrierte, aber weitestgehend unspektakuläre Leistung gegen Malta ab. Neben dem Sieg gab es eine weitere gute Nachricht: Keiner der vorbelasteten Spieler sah eine Gelbe Karte. Vincent Thill konnte nach langem Schattendasein wieder auf sich aufmerksam machen.
Vincent Thill rutscht ins Glück Foto: sportspress.lu/Roland Miny
Anthony Moris – Die schlechte Nachricht: Der Torwart verletzte sich am Oberschenkel und droht am Dienstag auszufallen. Moris bewahrte die FLF-Auswahl vor der Pause mit einer Parade gegen Cardona vor dem Rückstand. Davor und danach war er mal mehr, mal weniger beschäftigt, musste aber nur selten eingreifen.
Laurent Jans – In seinem 120. Länderspiel hatte er mit Chouaref einen sehr unangenehmen Gegner. Der Flügelspieler des FC Sion setzte den FLF-Kapitän ständig unter Druck, sodass dieser selten nach vorne gehen konnte. Hatte Glück, dass ein Abwehrversuch am Pfosten landete. In der zweiten Hälfte hatte er Chouaref sehr gut im Griff.
Seid Korac – Obwohl er derzeit in Italien nicht spielt, sah man dem Innenverteidiger seine mangelnde Spielpraxis nicht. Konzentriert, hart in den Duellen und mit guter Antizipation.
Dirk Carlson – Genau wie sein Partner Korac blieb er in den meisten Duellen Sieger.
Florian Bohnert – Hatte mit dem schnellen und wendigen Mbong keinen einfachen Gegner, konnte sich aber defensiv und offensiv gegen ihn durchsetzen. Seine Flanke zum 1:0 hätte perfekter nicht sein können.
Christopher Martins – Wie zuletzt oft erster Mann im Pressing. Vor allem in der ersten Hälfte sah man ihm seine mangelnde Spielpraxis im Verein an. Er kann es besser.
Mathias Olesen – Mit dem direkten verwandelten Eckball entschied der „Wikinger“ die Partie. Davor zeichnete er sich durch ein hohes Laufpensum und viele gewonnene Duelle aus.
Leandro Barreiro – Hielt die Mannschaft mit seinen intelligenten Laufwegen zusammen.
Danel Sinani – Der Pauli-Profi wurde wieder als falsche Neun eingesetzt.
Aiman Dardari – Bei seinem Konter in der 6. wurde er abgefangen. Hätte früher den Abschluss suchen sollen. Kam mit seinen Dribblings diesmal einfach nicht durch.
Vincent Thill – Sein erstes Spiel von Anfang an seit einem Jahr. Offensiv der beste Mann in der ersten Halbzeit. Schade, dass sein schöner Schuss in der 26. knapp über das Tor flog. Dies holte er kurz nach dem Seitenwechsel nach, als er in die Flanke von Bohnert rutschte und die Führung besorgte. Es war sein erstes Tor seit sieben Jahren. Insgesamt der auffälligste Offensivakteur. Dieses Spiel hat ihm Selbstvertrauen gegeben.
Sébastien Thill – Mit seiner Technik und Ruhe, trug er dazu bei, dass die FLF-Auswahl den Sieg über die Runden bringen konnte.
Jayson Videira – Hatte wohl die Anweisung, so viele Kilometer wie möglich zu laufen und Malta im Spielaufbau zu stören, und tat dies dann auch. Offensiv konnte er sich nicht auszeichnen.
Tiago Pereira – Kam für Moris und zeigte keinerlei Nervosität. Wurde aber auch nicht geprüft.
Tomas Moreira – Zu kurze Einsatzzeit für eine Bewertung.
Enzo Duarte – Zu kurze Einsatzzeit für eine Bewertung.