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Welche Grenzen sich FLF-Nationalspieler Dirk Carlson nicht mehr setzt

Er ist einer von mehreren Nationalspielern, die sich in diesem Sommer mit einem Vereinswechsel beschäftigen. Dirk Carlson will sich während der Länderspiele aber nicht ablenken lassen und wird sich erst nach Italien und Albanien auf Klubsuche begeben. Was er sich vorstellt, welche Türen offenstehen und warum er noch immer gerne Bus reist, erzählt er im Gespräch mit dem Tageblatt.

Den Blick stets nach oben gerichtet: Dirk Carlson will den nächsten Karriereschritt machen

Den Blick stets nach oben gerichtet: Dirk Carlson will den nächsten Karriereschritt machen Foto: Editpress/Gerry Schmit

Dirk Carlson musste grinsen, bevor er die erste Frage überhaupt gehört hatte: „Ich wusste, dass das kommen würde.“ Vor exakt zwölf Monaten saß der Verteidiger nämlich bereits in einem der grünen Sessel des Teamhotels in Lipperscheid – und sprach vor den Juni-Länderspielen über die Möglichkeiten, die sich ihm im Sommer 2025 bieten könnten. Mit seinem Verein gab es schon damals offene Gespräche über einen möglichen Wechsel. Der Luxemburger blieb letztlich in der 2. österreichischen Liga, verpasste nur sieben Minuten in sämtlichen Spielen und ist als Ersatzkapitän in seine neue Leaderrolle hineingewachsen: „Ich glaube daran, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert. Ich bin dankbar für die Saison, die hinter mir liegt.“ Einziger Wermutstropfen: Der verpasste Aufstieg.

Vor einem Jahr hatte sich St. Pölten aus finanziellen Gründen nicht mit zwei Interessenten aus der 1. Liga einigen können, was Carlson nachvollziehen kann. Anders als im vergangenen Sommer wird dieses Thema nun nicht mehr zum Dilemma werden – denn sein Arbeitsvertrag läuft in diesen Tagen aus. „Ich bin offen für alles“, meint der 28-Jährige. „Als junger Spieler sagt man sich, dass man einige Länder meiden möchte. Bislang stand bei meinen Entscheidungen immer nur das Sportliche im Fokus, aber in meinem Alter spielte das Finanzielle jetzt ebenfalls eine wichtigere Rolle. Ich muss mich auch gar nicht selbst belügen: Das Projekt muss stimmen, aber die Grenzen sind andere.“

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