Vuelta

Küng gewinnt Zeitfahren – Roglic holt auf, doch Mas verteidigt Rot

Der Schweizer Radprofi Stefan Küng hat das letzte Einzelzeitfahren der diesjährigen Spanien-Rundfahrt gewonnen. Vuelta-Rekordsieger Primoz Roglic konnte in der Gesamtwertung zwar Zeit gutmachen, aber den Träger des Roten Trikots, Enric Mas, nicht in Gefahr bringen.

Enric Mas machte einen Schritt Richtung Gesamtsieg

Enric Mas machte einen Schritt Richtung Gesamtsieg Foto: AFP/Jorge Guerrero

Der Spanier Enric Mas (Movistar) hat seinen Rivalen Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) beim Einzelzeitfahren der Vuelta in Schach gehalten und einen großen Schritt zum Gesamtsieg gemacht. Auf den 32,1 Kilometern von El Puerto de Santa María nach Jerez de la Frontera verlor Mas als Zwölfter zwar eine gute halbe Minute auf den Slowenen (4.), verteidigte sein Rotes Trikot aber. Der 31-Jährige hat nun noch 1:37 Minuten Vorsprung. Roglic verbesserte sich wieder auf Gesamtrang zwei. Der Österreicher Felix Gall (Decathlon-CMA CGM) ist Dritter mit 3:01 Minuten Rückstand auf Mas.

In den kommenden Tagen stehen wieder Bergetappen an, bei denen Mas bisher stärker war als Gall und der viermalige Vuelta-Champion Roglic. Für den Spanier wäre es der erste Gesamtsieg bei einer der drei Grand Tours.

Den Tagessieg sicherte sich am Donnerstag der schweizerisch-liechtensteinische Profi Stefan Küng vom Tudor-Team. Der Luxemburger Mats Wenzel (Kern-Pharma) belegte mit 4:25 Abstand Rang 89.

Zwei schwere Bergetappen warten

Der Kurs war relativ flach, nur kleinere Hügel unterbrachen die schnelle Strecke. Es war das einzige längere Einzelzeitfahren der Vuelta. Die Rundfahrt hatte mit einer kurzen Zeitfahrprüfung über neun Kilometer in Monaco begonnen.

Die Entscheidung im Kampf um das Rote Trikot wird an den kommenden beiden Tagen fallen. Am Freitag endet die 210 Kilometer lange Etappe mit einer Bergankunft am Peñas Blancas. Einen Tag später steht dann die Königsetappe auf dem Programm, auf der die Fahrer insgesamt 4.850 Höhenmeter erklimmen müssen. Am Sonntag endet die Spanien-Rundfahrt in Granada. (dpa)

Im Überblick

18. Etappe: El Puerto de Santa María - Jerez de la Frontera (32,1 km/Einzelzeitfahren): 1. Stefan Küng (CH/Tudor Pro Cycling) 35:22 Minuten, 2. Callum Thornley (GB/Red Bull-Bora-hansgrohe) 0:03 Minuten zurück, 3. João Almeida (POR/UAE Emirates) 0:09, 4. Primoz Roglic (SLO/Red Bull Bora-hansgrohe) 0:19, 5. Wout van Aert (B/Visma-Lease a Bike) 0:20, 6. Finn Fisher-Black (NSL/Red Bull-Bora-hansgrohe) 0:21, 7. Bruno Armirail (F/Visma-Lease a Bike) 0:26, 8. Ivo Oliveira (POR/UAE Emirates) 0:30, 9. Ethan Hayter (GB/Soudal Quick-Step) 0:32, 10. Xabier Mikel Azparren (ESP/Pinarello Q36.5) 0:33 ... 89. Mats Wenzel (L/Equipo Kern-Pharma) 4:25

Stand in der Gesamtwertung nach 18 von 21 Etappen: 1. Enric Mas (ESP/Movistar) 60:45:58 Stunden, 2. Roglic 1:37 Minuten zurück, 3. Felix Gall (AUT/Decathlon-CMA CGM) 3:01, 4. Richard Carapaz (ECU/EF Education-EasyPost) 5:17, 5. Oscar Onley (GB/Netcompany Ineos) 6:03, 6. Jakob Omrzel (SLO/Bahrain-Victorious) 7:00, 7. Clément Berthet (F/Groupama-FDJ) 7:47, 8. Mattias Skjelmose (DEN/Lidl-Trek) 7:51, 9. Cristián Rodríguez (ESP/XDS Astana) gleiche Zeit, 10. Harold Tejada (KOL/XDS Astana) 9:57 ... 115. Wenzel 3:09:40 Stunden zurück

Geniets 47.

Radprofi Kevin Geniets (Groupama-FDJ) ist am Donnerstag bei der Coppa Sabatini (1.Pro) in Italien auf den 47. Platz gefahren. Der Luxemburger überquerte die Ziellinie 5:36 Minuten hinter dem siegreichen Franzosen Benoît Cosnefroy (UAE Team Emirates), der sich im Sprint durchsetzte. Beim WorldTour-Rennen Grand Prix Cycliste de Québec, das am Freitag stattfindet, steht mit Luc Wirtgen (Tudor) ein Luxemburger auf der Startliste.

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