Handball

Esch knackt den HBD in der zweiten Halbzeit

Der HB Esch hat am zweiten Spieltag der AXA League einen überraschend deutlichen 32:27-Sieg gegen Düdelingen gefeiert und damit den ersten richtigen Härtetest der neuen Saison gewonnen.

Afonso Clemente und Esch machten in der zweiten Halbzeit den Unterschied

Afonso Clemente und Esch machten in der zweiten Halbzeit den Unterschied Foto: Editpress/Fernand Konnen

„Wir sind zufrieden, dass wir gewonnen haben. Darauf können wir aufbauen.“ Viel mehr Zufriedenheit wollte bei Felix Werdel am Mittwochabend nicht aufkommen. Seine Mannschaft hatte sich gegen den HB Düdelingen zwar deutlich durchgesetzt – und dennoch sah der Nationalspieler noch genügend Anlass zur Selbstkritik. „Wir müssen uns sicherlich die ein oder andere Aktion noch mal anschauen, weil trotzdem noch vieles nicht richtig gelaufen ist. Vor allem am Ende. Wir müssen da eigentlich einen kühleren Kopf wahren.“

Fünf Minuten vor Schluss lagen die Escher am Mittwochabend mit zehn Toren Vorsprung in Führung (32:22), doch der HBD schaffte es in der Folge noch einmal, seinen Rückstand zu halbieren. „Das dürfen wir eigentlich nicht zulassen“, sagt Werdel.

Dass es so deutlich werden würde, ließ sich am Anfang nicht erahnen. Der HBD musste zwar auf die verletzten Y. Lallemang, O. Etute und Steffen verzichten, doch die Anfangsphase lief ausgeglichen. Es entwickelte sich zunächst ein intensiver, aber torarmer Schlagabtausch. Nach fünf Minuten stand es 2:2, nach zehn 4:4. Vor allem beide Abwehrreihen agierten aggressiv und schenkten sich nichts.

Der HBD hatte zu dem Zeitpunkt aber schon einen bitteren Rückschlag hinnehmen müssen: Labonté verletzte sich in der dritten Minute an der Hand und konnte nicht mehr weitermachen.

„Nichts schönreden“

Ein echter Spielfluss wollte aufgrund vieler Unterbrechungen nicht aufkommen. In der 13. Minute ging Esch erstmals in Führung (7:6), in der ersten Halbzeit betrug der maximale Vorsprung drei Tore. Zur Pause war der HBD aber noch dran und lag knapp mit 14:16 zurück.

Nach dem Seitenwechsel taten sich die Düdelinger dann zunehmend schwerer, Lösungen zu finden. Esch gewann immer mehr die Oberhand. Zwischen der 38. und 40. Minute nutzten die Hausherren eine doppelte Unterzahl des Gegners, um auf 22:16 davonzuziehen. Düdelingen geriet nun immer mehr ins Wanken, und das Ergebnis nahm deutliche Züge an. Fünf Minuten vor Schluss stellte Clemente auf 32:22, das Spiel war damit längst entschieden, die Escher verloren deswegen den von Werdel angesprochenen Fokus.

Für die Düdelinger ist es drei Tage vor dem European-Cup-Duell gegen PAOK Thessaloniki eine verpatzte Generalprobe. „Wir müssen nichts schönreden, wir haben nicht die Bedingungen erfüllt, um gegen Esch kompakt zu stehen. Wir haben im Angriff nicht das gemacht, was wir machen müssen“, so die ernüchternde Analyse von Fränky Hippert. „Dann dürfen wir uns nicht wundern, dass so ein Ergebnis dabei rauskommt.“

Statistik

Esch: Figueira (1-54‘, 7 Paraden), Menster (54-60‘), Journet - B. Kirsch 5, Krier 3, Agovic, Muric 1, Fancelli 7, Penning, Cabral 3/3, Clemente 5, Tomassini 1, Barkow 2, Werdel 3/2, Aranda 2, Vitali

HBD: Herrmann (1-39, 41-46‘,7 P.), M. Lallemang (39-41‘, 46-60‘, 4 P., davon 1 7m) - Labonté, F. Hippert 3, Barone, Köller, Mayer, Ilic 1/1, Zekan 6/1, Schlesser, Philippart, Goergen 4, I. Etute 8, Neuberg 1, Y. Hippert 4

Schiedsrichter: Janics/Keves

Zeitstrafen: Esch 3 - HBD 7

Rote Karte: Muric (26‘, grobes Foulspiel)

Siebenmeter: Esch 5/7 - HBD 2/2

Zwischenstände: 5‘ 2:2, 10‘ 4:4, 15‘ 7:8, 20‘ 11:9, 25‘ 14:13, 30‘ 16:14, 35‘ 18:15, 40‘ 22:16, 45‘ 25:19, 50‘ 28:20, 55‘ 32:23

Zuschauer: 150 zahlende

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