Hinter den Kulissen der BGL Ligue

Königstransfer: Olivier Thill wechselt zur UN Käerjeng 97

Der 23. Spieltag der BGL Ligue ist passé. Am Osterwochenende tat sich so einiges auf und abseits der Plätze.

Olivier Thill unterschreibt Vertrag in Käerjeng

Olivier Thill bei seiner Vertragsunterzeichnung in Käerjeng Foto: UN Käerjeng 97

Der erste Königstransfer: Olivier Thill wechselt zur UN Käerjeng 97

Ende der vergangenen Woche deutete sich der Transfer bereits an. Am Samstagmorgen wurde er offiziell gemacht. Olivier Thill schließt sich ab kommender Saison und für die kommenden zwei Jahre der UN Käerjeng 97 an. Der 48-fache Nationalspieler wird damit zum ersten Königstransfer der BGL-Ligue-Saison 2026/27. Für die UNK ist es der zweite große Coup nach der Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Lars Gerson im vergangenen Sommer. Thill hatte in den vergangenen Wochen Angebote vom FC Déifferdeng 03, Strassen, Bissen und Rodange abgelehnt. Dem FC Atert hatte er laut Vereinspräsident Carlos Teixeira bereits eine mündliche Zusage gegeben. In der vergangenen Woche entschied sich Thill jedoch anders und unterschrieb einen Vertrag beim aktuellen Tabellenachten der BGL Ligue. Der 29-Jährige kehrt demnach nach acht Jahren im Ausland zurück nach Luxemburg. Zuletzt war er für den serbischen Erstligisten IMT Belgrad aktiv, wo er seinen Vertrag jedoch im Dezember 2025 auflöste. Die Verpflichtung von Thill brachte Glück, denn nur wenige Stunden nach der offiziellen Ankündigung besiegte die UNK den direkten Konkurrenten Hostert mit 2:0 und sammelte wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. (del)

Kartenflut auf der Grenz

Das Südderby Jeunesse - F91 hatte wenig Niveau zu bieten – was noch vom Schiedsrichter übertroffen wurde. Der Mann an der Pfeife hat es nicht immer leicht, aber Cédric Biever hatte am Samstag auch nicht seinen besten Tag erwischt. Elf Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte in einer fairen Partie legen kein gutes Zeugnis ab. Der Höhepunkt war der Platzverweis von Roni Klisurica, der nach Spielende Stein und Bein schwor, dass er seinen Gegenspieler gar nicht berührt habe, als dieser zu Bode ging. Bestätigt wurde dies von umstehenden Zuschauern, die sich wütend über die Schiedsrichterentscheidung ausließen. Biever zückte nicht sofort Rot, die Szene dauerte. Weit nach Spielschluss hielt Klisurica an seiner Aussage fest und behauptete sogar, dass der Referee auf Nachfrage zugegeben hätte, dass er die Situation nicht gesehen habe, und das Gleiche träfe auf den Linienrichter zu. Die Haltung der Zuschauer könnte dies belegen: Bei seiner Auswechslung wurde Azevedo gnadenlos mit Buh-Rufen verabschiedet. (MB)

Fleißiger Helfer

Aly Ressel, der Mann am Mikrofon „op der Grenz“, musste am Samstag aus medizinischen Gründen für ein Spiel aussetzen. Seine Aufgabe übernahm spontan Laurent Schüssler. Wie wichtig der Mann für die Jeunesse ist, zeigt, dass er zuvor auch anderweitig im Einsatz war. In Esch wurden 200 Ostereier an die Anhänger verteilt, und die waren von Schüssler persönlich gekocht und eingefärbt worden. (MB)

Bei verweigert Journalisten den Eintritt

Als die Journalisten nach dem Spiel das Spielfeld betreten wollten, schlug der Differdinger Präsident Fabrizio Bei die Tür zum Platz zu und sagte: „Hier kommt keiner rein.“ Bereits zuvor wirkte der langjährige Präsident aufgrund des Spielverlaufs sichtlich aufgebracht, und sein Frust wurde damit erneut deutlich. Die Journalisten mussten daraufhin einen Umweg über das Gelände nehmen, um auf das Spielfeld zu gelangen, da die Security ihnen weiterhin den Zutritt verweigerte – auf Anweisung des Präsidenten. (lc)

23 Jahre FC Déifferdeng 03

Es sollte ein feierlicher Spieltag werden. Der FC Deifferdeng 03 wurde 23 Jahre alt und aus diesem Anlass hielten die Einlaufkinder Schilder hoch, die den Satz ergaben: ‚Depuis 23 ans nous vivons avec passion et respect pour ce club. Ensemble plus forts que jamais! Ici c’est Diff’. In ihrer Historie gewannen sie zweimal die Meisterschaft und sechsmal den Pokal. (lc)

Heimserie gerissen

Die 1:2-Heimniederlage des FC Déifferdeng 03 gegen Mondorf heißt nicht nur, dass der Titelkampf mehr denn je relanciert ist, sondern war ebenfalls die erste Heimniederlage für Differdingen seit fast drei Jahren. Die letzte Niederlage war am 30. April 2023. Damals verlor man zu Hause 0:2 gegen Jeunesse Esch. (lc)

Menschen feiern fröhlich das 23-jährige Jubiläum in Differdingen bei sonnigem Wetter

23 Jahre wurden in Differdingen gefeiert Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

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