Florian Bohnert
Wie man als Fußballprofi mit Frust umgeht
Für die Anhänger des SC Bastia brach vor wenigen Wochen eine Welt zusammen: Der historische Klub verpasste den Klassenerhalt in der Ligue 2. Mittendrin: FLF-Nationalspieler Florian Bohnert. Wie es für ihn nun weitergeht: das Interview.
Florian Bohnert hat ein paar Tage Abstand vom Fußball gebraucht Foto: Editpress/Gerry Schmit
Tageblatt: Eine schwere Saison ging vor wenigen Tagen zu Ende. Haben Sie das bereits verdaut?
Florian Bohnert: Seit Ende August ging es nur um eine Sache – den Abstiegskampf. Es war eine unheimlich kräftezehrende Saison und das ging an die Substanz. In Bastia spürt man den Druck nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Alltag. Ich hatte jetzt zwei Wochen etwas Abstand zum Fußball, das habe ich gebraucht, um noch einmal vor diesen Testspielen zur Ruhe zu kommen. Ich hatte nach dem Abstieg einen Trainingsplan von unserem Athletiktrainer Claude Origer bekommen. Aber in den ersten vier, fünf Tagen nach der Heimreise habe ich definitiv eine Pause ohne Sport gebraucht. Danach habe ich wieder mit meinen Laufrunden begonnen. Die Freude war wieder da, als wir das Mannschaftstraining aufgenommen haben.