Sportler Des Jahres
Klein-Shkolna, Godinho Soares und der Riganelli sind die Besten der Stadt Esch
Ein „Three-peat“, ein neues Gesicht und ein Verein, der lange auf die Auszeichnung wartete. Die Wahl der Escher Sportler des Jahres hatte am Dienstagabend viel zu bieten. Am Ende durften sich Mariya Klein-Shkolna, Nuno Soares und der Riganelli Esch freuen.
Die Escher Sportler des Jahres Foto: Editpress/Julien Garroy
Sie sind die besten der „Minettemetropole“, die Escher Sportler des Jahres: Bei der inzwischen traditionellen Wahl konnte Mariya Klein-Shkolna das „Three-peat“ am Dienstagabend perfekt machen. Die Bogenschützin hat sich inzwischen zwar vom Hochleistungssport verabschiedet, sorgte bei ihrem letzten großen Auftritt bei den World Games – dem größten Multisportevent für nicht olympische Sportarten – im chinesischen Chengdu aber noch einmal für ein Ausrufezeichen. Am Ende verabschiedete sich die Compound-Schützin mit einem neunten Platz von der großen Bühne. Sie verwies Leichtathletinnen Fanny Arendt und Li Liebens Thein auf die Plätze zwei und drei.
Ein neues Gesicht durfte derweil bei den Herren unter großem Jubel und mit Fanplakaten angefeuert die Trophäe in Empfang nehmen. Mit seinem Europameistertitel im Capoeira lieferte Nuno Soares mehr als überzeugende Argumente und löste damit Seriensieger Flavio Giannotte ab, der in diesem Jahr auf dem zweiten Rang landete.
Auch bei den Mannschaften ging die Trophäe nicht mehr an den amtierenden Titelträger. Nach zwei dritten Rängen in den letzten beiden Jahren durfte sich am Donnerstag der Riganelli Esch über den ersten Platz freuen. Die Escher Boulespieler liefern seit Jahren erstklassige Resultate auf internationalem Niveau ab, so auch im vergangenen Jahr etwa mit einem fünften Platz bei der EM in Douai (F). Auf dem zweiten Platz landete der Basket Esch, der 2025 den Pokal gewinnen konnte und für viele sicherlich als Favorit galt. Die Kicker-Spieler, die sich im letzten Jahr über den Vizeweltmeistertitel freuen durften, landeten auf Rang drei, während für den Titelverteidiger Sweet Devils dieses Jahr nur der vierte Platz übrig blieb.
Neben den Stimmen der Tageblatt- und Le Quotidien-Leser, die in diesem Jahr ein Plus von 38 Prozent verzeichnen konnten, flossen auch die Wertungen der Tageblatt-Sportredaktion sowie der Sportkommission der Stadt Esch mit in die Endwertung ein.
Bénévoles des Jahres
Neben den Sportlern des Jahres wurden viele andere junge und weniger junge Athleten aus den unterschiedlichsten Escher Vereinen geehrt. Und hier wurde deutlich, dass es in der „Minettemetropole“ so einiges an Talent gibt, denn unter ihnen sind viele luxemburgische Meister.
Doch nicht nur die Sportler kamen am Dienstagabend zu Ehren. Großen Jubel gab es auch für diejenigen, ohne die es keinen Vereinsalltag geben würde. Die freiwilligen Helfer, die bekanntlich nicht mehr Schlange stehen. Ausnahmen sind da Alain Schaeffer und Isabelle Deville. Schaeffer engagiert sich seit 50 Jahren im Escher Basketball. Ob als Spieler, Präsident, Kassierer oder Teamarzt. Deville, seit 2019 Präsidentin des Cercle Escrime Sud, ist seit 40 Jahren in ihrem Verein aktiv und hat geholfen, dem Fechten mehr Visibilität in Luxemburg zu verleihen.
Preise gab es auch für die Vereine, die sich für die Gleichstellung im Sport einsetzen. Das Label Bronze wurde dem Sub Aqua Club Esch, Silber dem B.P. Clair-Chêne und Gold dem Cercle Escrime Sud verliehen. Preise, die mit 2.500, 5.000 und 7.500 Euro dotiert waren.
Im Überblick
Wahl der Escher Sportler des Jahres:
Damen: 1. Mariya Klein-Shkolna (Bouschéisser Esch), 2. Fanny Arendt (CA Fola), 3. Li Libens Thein (CA Fola), 4. Anna Zens (Cercle Escrime Sud)
Herren: 1. Nuno Godinho Soares (Capoeira Team Esch), 2. Flavio Giannotte (Cercle Escrime Sud), 3. Massimo Santioni (B.P. Riganelli)
Mannschaften: 1. B.P. Riganelli (Mixed-Team), 2. Basket Esch (Herrenmannschaft), 3. Kicker (K.C. Lusitanos, K.C. Ariston, K.C. Scorespace), 4. Espérance Esch (Sweet Devils), 5. U19-Damen (Escher Volleyball)