Handball
Kein Sieger im Nachholspiel: HBD und Berchem weiter gleichauf
Im Nachholspiel zwischen dem HBD und Berchem hat es am Mittwochabend keinen Sieger gegeben. Nach intensiven 60 Minuten trennten sich beide Mannschaften mit einem 30:30-Unentschieden und sind in der Tabelle damit weiter gleichauf hinter den Red Boys.
Raphael Guden erzielte acht Tore Foto: Editpress/Fernand Konnen
Am Ende war es vor allem der HC Berchem, der mit dem Punkt gut leben konnte. Die Roeserbanner waren über weite Strecken der Partie einem Rückstand hinterhergelaufen, belohnten sich jedoch mit einer kämpferischen Leistung noch mit dem Unentschieden. „Angesichts unserer personellen Situation mit vielen Verletzungen ist das ein gutes Ergebnis für uns“, sagte Dragan Vrgoc nach der Begegnung. „Wir haben 60 Minuten gekämpft. In der Schlussphase hatten wir sogar die Möglichkeit, zu gewinnen. Im Moment gehen wir aber Schritt für Schritt – und mit diesem Punkt sind wir zufrieden.“
Berchem war stark ersatzgeschwächt in das Nachholspiel gegangen. Mit Yann Hoffmann, Scott Meyers, Ben Brittner, Ben Majerus und Kapitän Ben Weyer fehlten erneut mehrere Leistungsträger. Auch deshalb galt der HBD als leichter Favorit, musste jedoch am Mittwochabend ebenfalls auf den angeschlagenen Ojié Etute verzichten.
Schon die Anfangsphase gestaltete sich abwechslungsreich. Der HBD erwischte den besseren Start und setzte sich innerhalb der ersten drei Minuten mit 3:0 ab. Berchem antwortete jedoch prompt und glich durch schnelle Gegenstöße von Scheid, Biel und Ervacanin binnen 30 Sekunden zum 3:3 aus. In der 8. Minute brachte Scheid die Hausherren dann erstmals in Führung (5:4).
In der Folge wurde aber Herrmann im Düdelinger Tor zu einem immer stärkeren Rückhalt. Dies erlaubte es den HBD-Angreifern, das Spiel zu drehen und bis zur 14. Minute auf 9:5 davonzuziehen. Da auf Berchemer Seite jedoch auch Torhüter Kell Meyers eine starke Leistung zeigte, blieb der HCB in Reichweite (14:16 nach 30‘).
Wie schon im ersten Durchgang startete Düdelingen auch in die zweite Halbzeit mit einem 3:0-Lauf, verpasste es jedoch erneut, sich entscheidend abzusetzen. Berchem blieb hartnäckig und kämpfte sich – auch dank des überragenden Meyers im Tor – Schritt für Schritt zurück. In der 42. Minute verkürzte Vrgoc vom Kreis auf 21:23, ehe C. Brittner zwei Minuten später auf 22:23 stellte. Zu diesem Zeitpunkt war der HBD bereits seit fünf Minuten ohne eigenen Torerfolg geblieben.
Spannende Schlussphase
In der 50. Minute gelang Ervacanin schließlich der Ausgleich (25:25). In einer hoch spannenden Schlussphase legten die Roeserbanner dann sogar mit zwei Toren vor.
Der HBD schlug jedoch noch einmal zurück und glich anderthalb Minuten vor dem Ende wieder aus (30:30). Als der eingewechselte Torhüter Lallemang kurz darauf den nächsten Berchemer Angriff parierte, bot sich den Düdelingern sogar noch die Chance auf den Sieg. Trainer Bilanovic nahm 27 Sekunden vor Schluss noch mal ein Time-out – doch seine Mannschaft verspielte den Angriff, sodass es bei dem 30:30 blieb. Damit liegen in der Tabelle beide Mannschaften nun drei Punkte hinter den führenden Red Boys.
Statistik
Berchem: K. Meyers (1-60‘, 14 Paraden), Miltgen (bei 1 7m) - Castilla, Guden 8/2, Stein, Mitev 1, Georges, Ciota 1, C. Brittner 3, Mousel 1, Pereira 1, Wener, Ervacanin 5, Scheid 2, Biel 3, Vrgoc 5
HBD: Herrmann (1-55‘, 13 P., davon 1 7m), M. Lallemang (55-60‘, 1 P.) - Labonté 5, F. Hippert 1, Steichen, Köller 3, Ilic 4, Zekan 3/1, Y. Lallemang 1, Schlesser, Goergen 4, I. Etute 8, Neuberg, Steffen, Y. Hippert 1
Schiedsrichter: Linster/Rauchs
Zeitstrafen: Berchem 2 - HBD 1
Siebenmeter: Berchem 2/3 - HBD 1/1
Zwischenstände: 5‘ 3:3, 10‘ 5:7, 15‘ 7:9, 20‘ 9:10, 25‘ 10:13, 30‘ 14:16, 35‘ 17:20, 40‘ 19:23, 45‘ 22:24, 50‘ 25:25, 55‘ 28:2
Zuschauer: 357 (offizielle Angabe)
Dinart bei Ivry gefeuert
Trainer Didier Dinart wurde beim französischen Zweitligisten Ivry entlassen. Der Klub teilte mit, diese Entscheidung „am Ende eines strengen internen Verfahrens getroffen zu haben, das auf den Ergebnissen einer unabhängigen Untersuchung beruhte“. Die Vereinsführung hatte diese eingeleitet, nachdem Spieler gegenüber der AFP Mitte Dezember „Brutalität“ und „toxisches Management“ von Dinart angeprangert hatten. Der frühere Weltmeistertrainer Frankreichs gilt seit einigen Monaten auch als möglicher Kandidat für einen Posten bei der FLH.