Triathlon

Jeanne Lehair verpasst Podium gegen die Weltelite knapp

Erstmals in dieser Saison stand Jeanne Lehair am Samstag bei der World Triathlon Championships Series (WTCS) nicht auf dem Podium. Gegen die Weltelite verpasste die Luxemburgerin im italienischen Alghero die Top drei als Vierte knapp.

Jeanne Lehair läuft konzentriert im Feldrennen und kämpft gegen starke Konkurrenz beim Wettkampf

Jeanne Lehair im Feld gegen die starke Konkurrenz Foto: World Triathlon

Cassandre Beaugrand, Beth Potter und Lisa Tertsch – amtierende Olympiasiegerin, amtierende Weltmeisterin und ehemalige Weltmeisterin: Es ist ein hochkarätiges Trio, das am Samstag in Alghero die Podestplätze unter sich ausmachte. Bei der WM-Station auf Sardinien zeigte sich auch Jeanne Lehair einmal mehr in starker Form und kämpfte gegen das erlesene Trio aus der Weltelite bis in die Schlussrunde des Laufens um das Podium. Am Ende verpasste die Luxemburgerin aber erstmals in dieser WTCS-Saison die Top drei knapp. Nachdem Lehair in den beiden ersten Saisonrennen in Samarkand (UZB) und Yokohama (JPN) jeweils Bronze holte, wurde sie dieses Mal nach einer weiteren starken Vorstellung Vierte.

Nach 1.500 Metern Schwimmen stieg Lehair zunächst in dem Triathlon über die olympische Distanz als 14. aus dem Wasser, 19 Sekunden hinter der zu diesem Zeitpunkt führenden Britin Tilly Anema. Auf der 40,5 Kilometer langen Radstrecke formierte sich dann am Anfang eine vierköpfige Spitzengruppe, während Lehair in einer größeren Verfolgergruppe unterwegs war. Diese stellte bereits in der zweiten von insgesamt neun Radrunden den Anschluss zur Spitze her und kontrollierte fortan das Geschehen.

In der ersten Hälfte des abschließenden 10-km-Laufs setzten sich dann fünf Athletinnen an der Spitze ab, die den Sieg unter sich ausmachen sollten. Die Britin Georgia Taylor-Brown konnte dem hohen Tempo als Erste nicht mehr folgen. Lehair lief lange an der ersten Position der Gruppe. In der letzten der vier Laufrunden musste sie dann aber abreißen lassen. Am Ende überquerte sie 16 Sekunden hinter Siegerin Beaugrand die Ziellinie. Auf den dritten Platz von Tertsch fehlten ihr nur elf Sekunden.

„Vor zwei Jahren war das mein bestes Ergebnis“

„Das Schwimmen war gar nicht so schlecht“, bilanzierte Lehair nach dem Rennen. „Auf dem Rad war es am Anfang schwer, nach vorne zu kommen. (…) Ich hatte danach einen guten Wechsel auf die Laufstrecke. Ich habe mich gut gefühlt, aber ich konnte nicht schneller laufen.“ Auch als der Kontakt zur Spitze abriss, hielt sie den Rhythmus weiter hoch. „Ich habe weiter gepusht, falls jemand vor mir einbricht. Am Ende war ich nicht weit zurück“, so Lehair, die nach ihrem vierten Platz ein insgesamt positives Fazit zog: „Ich kann mich nicht beschweren. Vor zwei Jahren war das mein bestes Ergebnis in der WTCS. Ich denke, wenn ich immer in die Top fünf komme, sollte das reichen, um ins Finale zu gehen, mit der Möglichkeit, etwas zu erreichen.“

In der Gesamtwertung liegt Lehair mit 2.502,71 Punkten hinter Potter (2.850) weiter auf dem zweiten Platz.

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