Enovos league
Im Viertelfinale scheint in dieser Saison alles möglich
Ein spannendes Wochenende steht in der Enovos League auf dem Programm, denn gleich drei Viertelfinalserien werden erst im entscheidenden dritten Spiel entschieden.
Max Schmit und die Kordall Steelers sorgten am Mittwoch für die große Sensation Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Dass ausgerechnet der T71 Düdelingen am Wochenende die Beine hochlegen und entspannt zuschauen kann, wer im Halbfinale wartet, dürften wohl nur die wenigsten erwartet haben. Doch das Team aus der „Forge du Sud“, das bekanntlich auf Leistungsträger Joe Kalmes verzichten muss, wuchs in den letzten Tagen über sich hinaus und kämpfte Mitfavorit und Pokalsieger Fels in zwei Spielen nieder und steht als bisher einziges Team in der Runde der besten Vier. Das freie Wochenende dürfte das Team von Coach Defraigne, bei dem nach der Viertelfinal-Fight auch Nelly Stephens und Finn Reisdorffer angeschlagen waren, auf jeden Fall entgegenkommen.
Hier wird der T71 entweder auf die Sparta Bartringen oder die Résidence Walferdingen treffen. Beide Teams lieferten sich bisher zwei hartumkämpfte Duelle. Zweimal jedoch vermasselten die jungen Spartaner, die endlich die Viertelfinalhürde nehmen wollen, den Start. Während die Aufholjagd im ersten Spiel zuhause zu spät kam, konnten sie am Mittwoch in Walferdingen noch rechtzeitig reagieren und auch dank eines Yannick Verbeelen ein Entscheidungsspiel erzwingen. Hier gilt es für Bartringen vor allem Profi Slajchert in den Griff zu bekommen, denn mit seiner Schnelligkeit bereitete der US-Spieler seine Gegner immer wieder großes Kopfzerbrechen. Die Konsequenz: Ungewohnt viele leichte Ballverluste. Die Résidence ist derweil hochmotiviert und wie Oliver Vujakovic nach der Niederlage unter der Woche bemerkte, hat Walferdingen gesehen, dass es seinen Gegner auch auswärts bezwingen kann.
Nichts zu verlieren
Bei der Amicale waren es Alex Laurent und Nachwuchshoffnung Sean Bugeja die in der zweiten Partie warm liefen und für den 78:70-Sieg sorgten, der die Amicale ins Entscheidungsspiel rettete. Es war kurioserweise auch das deutlichste Ergebnis, das es am Mittwoch gab und zeigt, wie spannend es in diesem Jahr in den Viertelfinalspielen zugeht. Gespannt sein darf man, wie die verletzungsanfälligen Escher die beiden bisherigen doch sehr intensiven Partien weggesteckt haben.
Die größte Überraschung gab es derweil in Niederkorn, wo die Kordall Steelers nach der deutlichen 67:106-Klatsche von Sonntag gegen den Topfavoriten Ettelbrück gewannen und damit weiterhin im Halbfinal-Rennen bleiben. Zu verlieren haben Max Schmit und Co., die mit der Play-off-Teilnahme und dem damit erfolgten Klassenerhalt die bisher erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte bestreiten, jedenfalls nichts. Das dritte Viertelfinalspiel ist schon jetzt ein schöner Bonus und alles was kommen könnte die Kirsche auf dem Kuchen. Und dass in dieser Saison irgendwie alles möglich ist, hat bereits der T71 in den letzten Tagen gezeigt.
Im Überblick
Play-off-Viertelfinale („best of three“):
1. Spiel:
Steinsel - Esch 61:76
Fels - Düdelingen 86:88
Bartringen - Walferdingen 83:87
Ettelbrück - Kordall 106:67
2. Spiel:
Esch - Steinsel 70:78
Düdelingen - Fels 92:90
Walferdingen - Bartringen 76:79
Kordall - Ettelbrück 85:82
3. Spiel:
Samstag, 18. April:
19.00: Steinsel - Esch
20.30: Bartringen - Walferdingen
Sonntag, 19. April:
17.30: Ettelbrück - Kordall