FIFA
Hilfe für Infantino aus dem Weißen Haus? „Frei erfunden“
FIFA-Präsident Gianni Infantino soll nach dem Scheitern seines milliardenschweren Investorendeals versucht haben, Unterstützung aus dem Weißen Haus zu erhalten. Laut der „New York Post“ habe er mehrfach vergeblich versucht, US-Präsident Donald Trump zu erreichen. Auch ein angebliches Krisentreffen mit US-Außenminister Marco Rubio sei nicht zustande gekommen.
Infantino und Trump: ein Duo, das aufeinander zählt Foto: AFP
Die Berichte lösten Spekulationen aus, da Infantino und Trump seit Jahren als enge Verbündete gelten. Die FIFA weist die Vorwürfe jedoch entschieden zurück. „Der FIFA-Präsident hat in den vergangenen Tagen weder den Präsidenten der Vereinigten Staaten noch ein Mitglied seiner Regierung angerufen. Das ist frei erfunden“, erklärte die Medienabteilung des Weltverbands auf X. Auch ein Bericht der Times, der ähnliche Behauptungen aufstellte, wurde zurückgewiesen.
Nach Angaben der New York Post fühle sich Infantino angesichts der anhaltenden Kritik „isoliert“ und suche nach einflussreichen Unterstützern, um seinen Posten zu sichern. Die FIFA bezeichnet diese Darstellung als haltlos.
Infantino und Trump verbindet seit Jahren ein enges Verhältnis. Nach der Vergabe der WM 2026 an die USA, Kanada und Mexiko besuchte Infantino den damaligen US-Präsidenten im Weißen Haus. Trump nannte ihn später einen „großartigen Freund“. Anfang 2025 nahm Infantino an Trumps zweiter Amtseinführung teil und begleitete ihn später auf Reisen nach Saudi-Arabien und Katar.
Für Aufsehen sorgte Ende 2025 auch Infantinos Vorschlag, Trump für den Friedensnobelpreis zu nominieren. Bei der Auslosung der WM-Gruppen überreichte er ihm zudem einen eigens geschaffenen FIFA-Friedenspreis. Laut einem unbestätigten Bericht der New York Post soll Trump im Gegenzug erwogen haben, Infantino als künftigen UN-Generalsekretär ins Gespräch zu bringen. Den WM-Pokal überreichten beide später gemeinsam.
Während die Spekulationen über seine politischen Kontakte anhalten, wächst auch der Druck innerhalb des Weltfußballs. Die UEFA erwägt im Zusammenhang mit dem gescheiterten Investorendeal rechtliche Schritte und will eine Wiederwahl Infantinos 2027 verhindern.
In einer internen Mail an die FIFA-Belegschaft sprach Generalsekretär Mattias Grafström laut Sky News von einer „traurigen und tadelnswerten Reihe von Ereignissen“. Die Mitarbeiter seien in einen schwer nachvollziehbaren Aufruhr geraten. Zugleich versicherte Grafström, die Teams und die Mission der FIFA weiter uneingeschränkt zu unterstützen – Formulierungen, die auch als Signal für eigene Ambitionen auf das Präsidentenamt gewertet wurden.