EM-Qualifikation

Luxemburger U21-Auswahl verliert Auswärtsspiel in der Schweiz

Dass es ein harter Abend für die U21-Auswahl werden würde, zeichnete sich bereits nach wenigen Minuten ab. In der Schweiz gab es für die „Roten Löwen“ in ihrem siebten Qualifikationsduell beim 0:5 nichts zu holen – außer Erfahrung.

Für Helmer Tavares und Co. geht es direkt weiter auf die Färöer Inseln

Für Helmer Tavares und Co. geht es direkt weiter auf die Färöer Inseln Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Für die große Premiere von René Peters als U21-Cheftrainer bekam es der Luxemburger gleich mit einem alten Bekannten zu tun: Der frühere Schweizer Nationalspieler Alexander Frei hatte das Amt bei den Gastgebern Anfang des Jahres übernommen. Die „Roten Löwen“ traten in Lugano in Hellblau an: Nicht die A-Elf, sondern die jüngere Generation durfte demnach zum ersten Mal in der neuen Garderobe international auflaufen.

In der FLF-Startelf standen mit Andrade, Irigoyen und Englaro drei BGL-Ligue-Spieler. Beide Letzteren hatten auch im Hinspiel auf der „Grenz“ debütiert: Im vergangenen Herbst hatte sich die FLF-Auswahl mit 2:1 durchgesetzt. Doch diesmal begann der Abend schlecht für die Hellblauen. Für Berberi ging es nach einem Zweikampf in der 10. nicht mehr weiter. Die Truppe hatte sich noch nicht sortiert, als Chipperfield aus der Distanz abzog. Ein Schuss aus 20 Metern setzte vor Campos auf und flog ins Netz.

Schlimmer noch: Bei der nächsten Aktion setzte Tavares die Arme ein – zu sehr in den Augen des Referees, der auf den Elfmeterpunkt zeigte. So stand es nach nur 17 Minuten bereits 0:2. Erneut hieß der Torschütze Chipperfield.

Dreimal früh, zweimal spät

Die Gäste mussten reagieren und hatten in der 18. ihren ersten Abschlussversuch: Roerstrands Schuss wurde abgeblockt, der Nachschuss von Qevani war zu harmlos. Von Beruhigung war keine Spur. Dalipi verzog nur knapp. Nachdem der Druck etwas abgenommen hatte, profitierte Vogt bei seinem Kopfballtreffer nach einer maßgerechten Flanke von sehr viel Platz im Strafraum (0:3, 34.).

Nach der Pause setzte sich der Trend fort. Nyakossi traf das Gehäuse (53.). Doch die Luxemburger hatten den Kampf noch nicht aufgegeben. Englaro versuchte es über links (55.), bei der darauffolgenden Ecke wurde Qevanis Schuss auf der Linie geblockt. Einen aussichtsreichen Tavares-Kopfball nach einem weiteren Corner konnten die Schweizer ebenfalls im letzten Moment aus der Gefahrenzone befördern (74.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Bajrami, nachdem er zweimal von Bällen in die Tiefe profitieren konnte (4:0, 83. und 5:0, 90.).

Statistik

Schweiz: Huber - Srdanovic (66. Freimann), Ogbus, Nyakossi, Rissi - Tsawa, Chipperfield, Dalipi (79. Schödler) - Streit (66. Zé), Vogt (78. Bajrami), Krasniqi (66. Besio)
Luxemburg: Campos - Irigoyen, Andrade, Tavares, Lohei - Berberi (13. Roerstrand, 79. Pinheiro), Thelen (78. Lommel), Afonso, Englaro - Jonathans (46. Elshan), Qevani (66. Benslaiman)
Schiedsrichter: Johnson - Saliba, Castillo (alle MLT)
Gelbe Karte: Englaro
Torfolge: 1:0 Chipperfield (15.), 2:0 Chipperfield (17., Foulelfmeter), 3:0 Vogt (34.), 4:0 Bajrami (83.), 5:0 Bajrami (90.)

Im Überblick

Der Spielplan (EM-Qualifikation):
Am Freitag: Schweiz - Luxemburg 5:0 (3:0)
Mittwoch, 30.9.: Färöer - Luxemburg (18.00)
Samstag, 3.10.: Frankreich - Luxemburg
Dienstag, 6.10.: Luxemburg - Estland (19.00, Escher Grenz)

Die Tabelle: 1. Frankreich 17 Punkte (7 Spiele), 2. Schweiz 17 (8), 3. Färöer 12 (8), 4. Island 12 (8), 5. Luxemburg 4 (7), 6. Estland 2 (8)

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