Porsche Supercup und deutscher Carrera Cup
Für Chester Kieffer steht das Jahr der Entscheidung an
Der junge Chester Kieffer lebt seinen Traum vom professionellen Motorsport. Nach kurzen und vielversprechenden Lehrjahren wird sich 2026 entscheiden, ob die anvisierte Karriere im hart umkämpften Automobilsport tatsächlich möglich ist.
In diesem Jahr wird sich Chester Kieffer erstmals vollständig auf den Motorsport konzentrieren Foto: isphoto.lu
Erst 2022 begann Chester Kieffer seine Motorsportkarriere. Schnell folgte der Aufstieg in die französische F4-Nachwuchsserie, ehe er im vergangenen Jahr im Porsche 992 GT3 Cup als Gesamtsechster souverän den Rookietitel im französischen Carrera Cup gewann. Mitten in jener Saison feierte der ambitionierte Nachwuchsfahrer zudem seine „Première“. Ab 2026 wird sich Kieffer nun vollständig auf den Motorsport konzentrieren.
Mit einem neuen Fitnesscoach und intensiver Arbeit auf seinem professionellen heimischen Fahrsimulator legt der 19-Jährige die Basis für sein entscheidendes Jahr. Die kürzlich erfolgte Aufnahme in den COSL-Promotionskader kam dabei genau zur richtigen Zeit. Bereits im Januar absolvierte Kieffer erste Tests auf den verschiedenen Rennstrecken, ehe beim ersten offiziellen Test im März in Barcelona alle Teams ihre neuen Fahrzeuge erhalten. Mit ABS-Systemen und größerer Aerodynamik werden die Karten neu gemischt.
In seiner gewohnten, äußerst professionellen Umgebung fühlt sich Chester Kieffer bestens aufgehoben: Mit seinem erfahrenen persönlichen Coach Stéphane Daoudi, dem erfolgreichen Team Schumacher-CLRT sowie seinem Vater Jean-Marc, der sich nicht nur an den Rennwochenenden um wichtige Kontakte und das Management kümmert, ist Kontinuität gewährleistet.
Das französische Rennteam sorgte bereits in seinem Gründungsjahr 2024 für Furore und gewann als erstes Team überhaupt mit nur zwei Autos die Fahrer-, Rookie- und Teamwertung im Supercup – ein Kunststück, das 2025 wiederholt wurde. Für Chester Kieffer ist das Ziel daher klar: der Rookietitel im Porsche Supercup sowie im nahezu gleichstarken deutschen Carrera Cup.
Der Leistungsdruck ist entsprechend hoch – und kommt nicht nur vom Team, wie Vater Jean-Marc Kieffer betont: „2026 wird ganz klar das entscheidende Jahr. Chester ist bei Porsche auf dem Radar, und dort erwartet man eine starke Performance.“
Freude auf die Herausforderung
Während noch nicht feststeht, wer alles in welchen Serien antreten wird, bedeutet dies neben dem Rookietitel wohl auch Platzierungen in den Top Ten. Besonders im Porsche Supercup, der im Rahmenprogramm der Formel 1 ausgetragen wird, hätte der junge Pilot damit die Chance, sich einem internationalen Publikum zu präsentieren und auf sich aufmerksam zu machen.
Während alle Faktoren auf diese Ziele ausgerichtet sind, liegt die Wahrheit auf der Strecke. Der 19-Jährige freut sich jedenfalls auf die Herausforderung: „Ich glaube, dass ich mit dem, was ich im französischen Cup gelernt habe, nun bereit bin, um bei den Großen mitzumischen.“
Nachdem Dylan Pereira 2022 den Porsche Supercup gewonnen hatte, startet nun das nächste luxemburgische Talent auf der großen internationalen Bühne. Nach dem Einfahren auf vier Formel-1-Rennstrecken im deutschen Carrera Cup steht im Juni als Auftakt des Supercup gleich das legendäre, unbarmherzige Stadtrennen in Monte Carlo an.
Der Rennkalender
17.-19.4.: Imola/I (dt. CC)
24.-26.4.: Red Bull Ring AUT (dt. CC)
15.-17.5.: Spa-Francorchamps/B (dt. CC)
22.-24.5.: Zandvoort/NL (dt. CC)
4.-6.6.: Monte Carlo/MON (SC)
12.-14.6.: Barcelona/ESP (SC)
19.-21.6.: Lausitzring/D (dt. CC)
26.-28.6.: Spielberg/AUT (SC)
3.-5.7.: Norisring/D (dt. CC)
17.-19.7.: Spa-Francorchamps/B (SC)
24.-26.7.: Budapest/HUN (SC)
14.-16.8.: Nürburgring/D (dt. CC)
21.-23.8.: Zandvoort/NL (SC)
4.-6.9.: Monza/I (SC)
9.-11.10.: Hockenheimring/D (dt. CC)