Enovos League
Fels glückt seine Revanche gegen den T71
Ohne einige Stammkräfte und nach einer komplizierten Vorbereitungsphase war der T71 ohne Chancen gegen eine gut eingestellte Arantia, die bis zum Schluss ihrem Gegner kaum Gelegenheit bot, sich zu entfalten. Ein klarer Gästeerfolg, derweil Düdelingen auf schnelle personelle Aufrüstung hofft.
Ließen gegen verletzungsgeplagte Düdelinger nichts anbrennen: Joshua McClary und Pokalsieger Fels Foto: Editpress/Jeff Lahr
Düdelingen muss sich wie schon so oft mit Verletzungssorgen herumschlagen. Zum Saisonauftakt setzte es deshalb eine deutliche Heimniederlage. Christopher Jack hofft entsprechend auf bessere Zeiten. „Es ist kein einfacher Saisonbeginn für uns. Schon in der Vorbereitung fehlten uns Spieler. Entweder mussten wir mit Jugendspielern antreten oder sogar ein Testspiel absagen. Aber es ist nicht alles negativ. Man merkt, dass wir nicht so weit entfernt sind. Wir warten auf die Rückkehrer, und dann können wir schnell wieder unsere gewohnte Leistung abrufen, denn wir sind ein eingespieltes Team.“
Viele Verletzungssorgen
Neben dem Langzeitverletzten Joé Kalmes waren auch Dino Ceman und Domenick Sleva nicht einsatzbereit. Der angeschlagene Ivan Delgado kam lediglich knapp fünf Minuten zum Einsatz. „Uns war bewusst, dass wir heute unterbesetzt waren und Fels auf Revanche für das Ausscheiden im Play-off-Viertelfinale aus war“, so der Düdelinger Kapitän. Arantia bestimmte von Beginn an das Tempo, spielte mit viel Rhythmus und kam dank der zahlreichen Ballverluste der Hausherren – insgesamt 25 – zu vielen Schnellangriffen. Düdelingen konnte sich noch glücklich schätzen, dass Taylor bis zur Pause mit 16 Punkten nichts von seiner Schlagkraft vermissen ließ und Stephens unter den Körben immer wieder dagegenhielt.

Junge Felser Spieler wie Lee Brosius bekamen viel Einsatzzeit Foto: Editpress/Jeff Lahr
Arantia-Coach Daniel Brandão ließ seinen Kader früh rotieren und schickte vermehrt Jugendspieler aufs Parkett. Brosius, Dieterlen, Tibold und De Sousa Silva dankten es ihm mit viel Einsatz und Intensität. Fels hielt das Tempo dadurch weiterhin hoch – mit direkten Auswirkungen auf das Resultat. „Einen viel besseren Start in die Saison kann man sich nicht wünschen – und das gegen die Mannschaft, die uns im Viertelfinale ausgeschaltet hat“, konstatierte DJ Wilson nach dem deutlichen Auftaktsieg. „Auch der Punkteunterschied kann wichtig sein. Man weiß nie, ob am Ende der Meisterschaft der direkte Vergleich entscheidend sein wird. Wir haben gut verteidigt und mit einer tiefen Rotation gespielt, wobei viele junge Spieler auf dem Feld standen. Positiv ist, dass die Jungen auf diese Weise besser werden. Wenn man ihnen vertraut, muss man ihnen diese Möglichkeiten auch schon zu Beginn der Partie geben. Sie arbeiten viel und bekommen die Spielzeit nicht geschenkt, nur weil sie jung sind.“
Junge Spieler
Nach einem Abstand von elf Punkten zur Pause ließen die Gäste auch in der zweiten Hälfte nicht nach und trafen zunehmend aus der Distanz. Taylor stemmte sich immer wieder dagegen und verkürzte den Düdelinger Rückstand vor dem Schlussviertel auf sieben Zähler. Fels ließ jedoch keine Spannung mehr aufkommen und drückte der Partie erneut seinen Stempel auf. Im letzten Viertel musste Düdelingen dem hohen Tempo endgültig Tribut zollen und erzielte in den verbleibenden zehn Minuten nur noch vier Punkte.
Statistik
„T“-Bestnote: Joshua McClary (Arantia Fels)
Viertel: 13:20, 16:20, 26:22, 4:27
Düdelingen: Taylor 28, Stephens 8, Malesevic 7, Jack 5, Reisdorffer 5, Agbodenou 2, Delgado 2, Summer 2, Lux 0, Ceman 0, Eicke 0
Fels: McClary 24, Imariagbe 21, Wilson 13, De Sousa Silva 13, Heuschling 9, Dieterlen 3, Sturdivant 3, Rocha Pires 2, Brosius 1, Genoud 0, Tibold 0
Schiedsrichter: Dotsenko/Hermann/Stasiu
Zuschauer: 670 zahlende