Handball
Esch erkämpft sich den Pokalsieg
Der HB Esch ist Pokalsieger 2026. Im spannenden Finale gegen den HB Düdelingen hat sich die Mannschaft von Trainer Rajko Milosevic am Samstagabend knapp mit 28:27 durchgesetzt.
Luca Tomassini Foto: Editpress/Fernand Konnen
Was für eine kämpferische Leistung das HB Esch im Finale der Coupe de Luxembourg. In einer insgesamt durchwachsenen Saison, kann sich der HBE doch noch mit einem Titel belohnen. Es ist für den Fusionsklub seit der Vereinsgründung und dem Zusammenschluss zwischen der Fola und Fraternelle im Jahr 2001 der zehnte Pokalsieg - der erste seit 2024. Der HB Düdelingen muss dagegen weiter auf den ersten Coupe-Titel seit 2013 warten.
Vor 1.297 Zuschauern entwickelte sich im Finale zunächst eine torarme Anfangsphase. Beide Teams waren sich der Bedeutung des Spiels bewusst und agierten etwas verhalten. Nach zwölf Minuten stand es lediglich 3:3. Die Abwehrreihen standen kompakt und die Torhüter Figueira und Herrmann überzeugten mit starken Paraden und gaben ihren Mannschaften den nötigen Rückhalt.
In der Folge fanden die Escher dann aber durch ihre beherzte Abwehrarbeit zunehmend besser rein und verleiteten den HBD damit zu einigen leichtfertigen Ballverlusten. So gelang dem HBE ein erstes Break. Bis zur 25. Minute setzten sich die Spieler von Trainer Rajko Milosevic auf 11:7 ab. Den Vier-Tore-Vorsprung (15:11) nahmen sie dann auch mit in den zweiten Abschnitt.
Augusto Aranda Foto: Editpress/Fernand Konnen
In diesen starteten die Düdelinger dann aber auf dem besseren Fuß. Coach Dusko Bilanovic schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit einem 3:0-Lauf brachten Ilic und Zekan (2) ihre Mannschaft innerhalb von drei Minuten wieder ran. In der 38. Minute stellte I. Etute schließlich den Gleichstand wieder her (17:17) und wenig später war es auch der 21-jährige Nationalspieler, der für die erstmalige Führung des HBD im Finale (20:19) sorgte. Milosevic reagierte sofort mit einem Time-out und stellte phasenweise auf eine sehr offensive Deckung um. Mit Erfolg, Esch blieb dran.
Beide Mannschaften lieferten sich nun einen harten Kampf mit offenem Visier und das Finale war an Spannung nicht zu überbieten. Fünf Minuten vor Schluss stand ein 25:25-Unentschieden auf der Anzeigentafel. Dann rissen die Escher aber das Spiel endgültig an sich. Fancelli, Aranda und Werdel sorgten für einen 3:0-Lauf und stellten in der 57. Minute auf 28:25. Der HBD kam am Ende zwar noch einmal auf ein Tor ran, doch Figueira hielt den Escher Sieg mit zwei Paraden fest. Auch ein Timeout von Bilanovic vier Sekunden vor Schluss änderte daran nichts mehr.
Statistik
HBD: Herrmann (1-60‘, 14 Paraden, davon 2 7m), M. Lallemang (bei 1 7m) - Labonté, F. Hippert 2, Steichen, Köller, Ilic 2, Zekan 8/4, Y. Lallemang, Schlesser, Goergen, I. Etute 7, O. Etute 8, Neuberg, Steffen, Y. Hippert
Esch: Figueira (1-60‘, 13 P.), Journet (bei 2 7m, 1 P.), Menster - Kirsch 2, Krier 4, Agovic 1/1, Muric, Fancelli 2, Gross, Edgar, Clemente, Tomassini 6/3, Barkow 3, Werdel 5/1, Aranda 5, Vitali
Schiedsrichter: Linster/Rauchs
Zeitstrafen: HBD 3 - Esch 2
Rote Karte: Tomassini (57‘, grobes Foulspiel)
Siebenmeter: HBD 4/5 - Esch 5/9
Zwischenstände: 5‘ 1:2, 10‘ 2:3, 15‘ 4:5, 20‘ 5:8, 25‘ 7:11, 30‘ 11:15, 35‘ 14:16, 40‘ 19:19, 45‘ 22:22, 50‘ 24:24, 55‘ 25:25
Zuschauer: 1.297 zahlende