Tennis

Erster ITF-Juniorentitel: Der nächste Rodesch schlägt zu

Maxime Rodesch hat am Samstag bei den Servipay Open in Esch seinen ersten Titel auf der ITF-Juniorentour gefeiert. Im rein luxemburgischen Finale gegen Gabriele Paolucci wurde der 17-Jährige auch von seinem großen Bruder Chris angefeuert.

Maxime Rodesch jubelt nach seinem ersten ITF-Juniorentour-Titel in Esch am Samstag

Maxime Rodesch feierte am Samstag in Esch seinen ersten Titel auf der ITF-Juniorentour Foto: Editpress/Jean-Jacques Patricola

Nach 1:53 Stunden verwandelte Maxime Rodesch spektakulär seinen zweiten Matchball. Mit einem Ass machte er den 6:4, 6:4-Sieg im Finale des ITF-Juniorenturniers im Escher Centre National de Tennis (CNT) perfekt. Für den 17-Jährigen ist es der erste Titel auf der internationalen Juniorentour.

„Es ist mega, dass mir das hier zu Hause gelungen ist“, freute sich Rodesch nach seinem Triumph im Finale der Luxemburger. Mit Gabriele Paolucci hatte es ein weiterer FLT-Spieler in Esch bis ins Endspiel geschafft. „Es war mega, gegen ihn zu spielen. Wir sind gut befreundet und spielen auch oft im Doppel zusammen“, so Rodesch. „Weil wir uns so gut kennen, wissen wir auch gut, wie der andere spielt. Ich glaube, deswegen war das Finale auch so spannend.“

Bis zum Stand von 2:2 waren beide auf Augenhöhe, dann gelang Rodesch ein erstes Break. Mit einem sicheren Aufschlag zog er anschließend auf 4:2 davon. Paolucci konterte jedoch umgehend, hielt seinen Service und schaffte das Rebreak zum 4:4. Rodesch antwortete aber erneut prompt, nahm seinem Gegner wiederum den Aufschlag ab und sicherte sich wenig später mit eigenem Service den Satz mit 6:4.

„Es war am Anfang, schwierig ins Match zu finden, wir haben beide Fehler gemacht. Bei den wichtigen Punkten war ich aber da“, blickte Rodesch zurück. „Der zweite Satz war dann bei jedem Punkt ein richtiger Kampf.“

Gabriele Paolucci konzentriert bei Juniorenradsportrennen, wartet auf ersten Sieg und Juniorentitel

Gabriele Paolucci muss noch auf seinen ersten Juniorentitel warten Foto: Editpress/Jean-Jacques Patricola

Tatsächlich geriet Rodesch zunächst mit 1:3 in Rückstand, glich jedoch mit einem Break und einem guten Aufschlagspiel zum 3:3 aus. Es entwickelte sich nun ein intensives und hochklassiges Duell auf Augenhöhe. Symbolisch dafür war das folgende Spiel, das fast zwölf Minuten dauerte. Mit einem weiteren Break ging Rodesch schließlich mit 4:3 in Führung. Zwar gelang Paolucci noch einmal das Rebreak zum 4:4, doch erneut behielt Rodesch die Nerven: Er nahm seinem Gegner ein weiteres Mal den Aufschlag ab und verwandelte nach fast zwei Stunden mit einem Ass seinen zweiten Matchball zum 6:4, 6:4-Endstand.

„Ich habe an mich geglaubt. Ich lag im Laufe des Turniers mehrere Male ein Break zurück, bin dann aber zurückgekommen. Das hat mit Selbstvertrauen gegeben, um im Spiel zu bleiben“, resümiert Maxime Rodesch.

Mit unterstützung vom großen Bruder

Unterstützung erhielt er im Finale auch von seinem älteren Bruder Chris, der das Match von der Tribüne aus verfolgte und Maxime anfeuerte. „Es ist cool, dass er da ist“, so der 17-Jährige. „Zu Hause reden wir eigentlich nicht so viel über Tennis, aber er gibt mir schon Tipps, wenn ich sie brauche. Vereinzelt trainieren wir auch zusammen, das macht immer viel Spaß und hilft natürlich.“

Während sich Chris als aktuelle Nummer 142 der Weltrangliste längst im Profitennis etabliert hat, steht Maxime noch am Anfang seiner Laufbahn. Er besucht derzeit das Sportlycée, wo er Schule, Training und ITF-Juniorenturniere miteinander verbindet. In Esch erreichte er nun erstmals das Finale eines solchen – und krönte es direkt mit dem Titelgewinn. In der ITF-Juniorenweltrangliste wird er derzeit auf Rang 1.156 geführt.

Langfristig kann sich Maxime Rodesch durchaus einen ähnlichen Weg vorstellen wie sein Bruder – über das College-Tennis ins Profigeschäft. „Tennis war schon immer mein Sport. Es ist das, was ich gerne mache. Mal kucken, wo es später hingeht“, sagt Maxime. „Profi zu werden, ist ein Traum, den ich seit klein auf habe. Und zu-Hause habe ich einen Bruder, der zeigt, wie es gehen kann.“

Zunächst geht sein Weg aber in Esch weiter, wo diese Woche gleich noch ein weiteres ITF-Juniorenturnier stattfindet.

Chris Rodesch und Familie verfolgen gespannt das Finale live von der Tribüne aus beim Sportevent

Chris Rodesch und seine Familie verfolgten das Finale von der Tribüne aus Foto: Editpress/Jean-Jacques Patricola

Deutsche Greinert gewinnt bei den Damen

Auch bei den Damen wurde bei den Servipay Open um den Turniersieg gespielt. Im Finale behauptete sich die erst 14-jährige Deutsche Lilly Marie Greinert – Nummer 796 der ITF-Juniorenweltrangliste und in Esch an Position zwei gesetzt – mit 6:4 und 6:4 gegen Anna Huisgen. Die Französin war an Nummer eins gesetzt und steht derzeit im Juniorenranking auf Rang 715.

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