Enovos League

Emotionale Düdelinger schocken favorisierte Arantia

Der T71 Düdelingen hat in einer spannenden Begegnung mit einer beherzt starken Teamleistung die Hiobsbotschaft, dass Center Joé Kalmes nach dem im Training erlittenen Kreuzbandriss lange ausfallen wird, gut überstanden und sich die Chance auf den Halbfinaleinzug in eigener Halle am Mittwoch gesichert.

T71 Basketballteam feiert überraschenden Sieg gegen Fels am Samstag trotz schlechter Vorzeichen

Trotz aller Hiobsbotschaften schaffte der T71 am Samstag gegen Fels die Überraschung Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Joe Kalmes ließ es sich trotz beschränkter Beweglichkeit nicht nehmen, seine Mannschaft von der Bank aus tatkräftig zu unterstützen. T71-Spielführer Christopher Jack war daher nach dem Spiel emotional. „Wir haben uns vor Spielbeginn im Kreis eingeschworen, dass wir einen mit dabeihaben, der viel für den Verein geleistet hat und sehr gerne mitwirken würde. Wir wussten alle, dass wir in erster Linie für Joe spielen, so auch den Rest der Saison“, hebt der Düdelinger die Bedeutung seines Mitspielers hervor.

Von Beginn an entwickelte sich eine umkämpfte Partie auf Augenhöhe, in der sich niemand absetzen konnte. Die Acht-Punkte-Führung der Düdelinger zu Beginn des zweiten Viertels (24:32, 13‘) verkürzte der gut aufgelegte Vic Heuschling mit fünf Punkten in Folge prompt, sodass es mit einem Unentschieden in die Kabinen ging.

Danach schienen die Gastgeber den kurzzeitigen Ausfall von Ivan Delgado, der sich bereits vor dem Dreh sein viertes persönliches Foul leistete und auf der Bank Platz nahm, ausnutzen zu können (61:55, 27‘). Doch die Düdelinger reagierten ihrerseits mit dem einzigen größeren Lauf im gesamten Spielverlauf (63:69, 30‘).

Besonders frappant waren die etlichen zweiten Chancen, die am Ende 22:41-Rebounds, davon gleich 14 offensive, der Düdelinger um ein starkes US-Duo Jimmie Taylor und Maurice Calloo. Insbesondere der 40-jährige Nelly Stephens ragte durch seinen omnipräsenten Aufritt mit 14 Punkten und zwölf Rebounds heraus. Arantia-Spieler Vic Heuschling frustrierte diese Tatsache: „Auch ohne Joe sind sie großgewachsen und wollten den Ball einfach mehr als wir. Das macht dann den Unterschied, wenn sie zweite und dritte Chancen bekommen.“

Kreuzbandriss bei Kalmes

So taten sich seine Farben schwer, nochmals ins Spiel zurückzufinden, und so traf Christopher Jack unter Druck 37 Sekunden vor dem Ende per Dreier letztlich entscheidend (83:86). Michael Carter scheiterte in den Schlusssekunden beim Stand von 85:88 zuerst an der nichtexistierenden Vorteilsregelung und traf nach Foulpfiff von der Mittellinie, bevor der letzte Rebound von Tyrell Sturdivant das Ziel knapp verfehlte.

Christopher Jack ist froh, dass sein Team nun möglicherweise den Schalter umgelegt hat: „Viele Wechsel in der Mannschaft und Verletzungen, die uns zwar weiterhin heimsuchen, bescherten uns eine schwere Saison, aber die Play-offs beginnen immer bei 0:0. Heute hat jeder alles gegeben, aber uns ist klar, dass noch nichts entschieden ist. Wenn die Arantia am Mittwoch nochmals alles in die Waagschale wirft, müssen wir auch dafür bereit sein“, warnt der Düdelinger vor Spiel zwei.

Dort will Vic Heuschling ein anderes Gesicht seiner Mannschaft sehen: „Es gibt viele Bereiche, an denen wir arbeiten müssen, denn die heutige Leistung reicht sicher nicht. Wir haben mit aggressiver Verteidigung und gutem Zusammenspiel in der Offensive in allen Wettbewerben bisher so viel erreicht und müssen das wieder aufs Parkett kriegen“, gibt sich der Pokalsieger lange noch nicht auf.

Statistik

„T“-Bestnote: Nelly Stephens (T71 Düdelingen)
Viertel: 21:21, 26:26, 18:22, 21:19
Fels: Carter 29, Heuschling 17, Godwin 15, Levickas 11, Sturdivant 8, Wilson 4, De Sousa Silva 2
Düdelingen: Calloo 28, Taylor 25, Stephens 14, Delgado 6, Grün 6, Jack 5, Reisdorffer 4
Schiedsrichter: Malané/Lampe/Bleser
Zuschauer: 250 zahlende

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