Nationalmannschaft

Ein Stehaufmännchen kämpft um seinen Platz: Eldin Dzogovics Rückkehr nach seiner Knieverletzung

Er ist erst 22 Jahre alt und hat schon Höhen und Tiefen im Fußball erlebt. Im Winter zog sich der Verteidiger des 1. FC Magdeburg die erste größere Verletzung seiner Karriere zu und kämpft seitdem, wie bei der Nationalmannschaft, um die Rückkehr in die Startelf.

Eldin Dzogovic beim Training, bereit für Comeback und wichtige Rolle beim Fußballverein Magdeburg nach Verletzungspause

Eldin Dzogovic (r.) will nach seiner Verletzungspause wieder eine wichtigere Rolle in Magdeburg spielen Foto: Editpress/ Jeff Lahr

Mitte Dezember 2025. Eldin Dzogovic wird in der Regionalliga beim Auswärtsduell gegen den Halleschen FC liegend vom Platz getragen. Sein Verein, der 1. FC Magdeburg, geht sofort vom Schlimmsten aus. Auch dem FLF-Verteidiger schießen in diesem Moment eine Menge von möglichen Horrorszenarien durch den Kopf. Der Verdacht auf Meniskusschäden und einem Kreuzbandriss bestätigt sich aber nicht. „Ich dachte gleich, es wäre schlimm. Zum Glück stellte sich heraus, dass nur das Innenband gerissen war. Ich musste nicht operiert werden und konnte nach zwei Monaten zurück auf den Platz.“

Es war das erste Mal, dass sich Dzogovic große Sorgen um seine Gesundheit machen musste. Bis zum vergangenen Winter war er vom Verletzungspech verschont geblieben. Doch der Zeitpunkt machte es für den 22-Jährigen noch schwerer, das Ganze zu akzeptieren: „Ich fühlte mich gut, hatte in der Hinrunde ein paar Einsätze in der 2. Bundesliga und gehörte zum Kader. Nach der Sache mit dem Knie war es bislang schwer, zurückzukommen.“

Ein Optimist

Das gute Gefühl ist allerdings wieder da. Die Form auch, wie er sagt. Sein Wunsch ist es, im Kampf um den Klasserhalt noch ein paar Minuten in der 2. Liga zu bekommen. „Ich bin ein Optimist. Ich hatte schon schwere Momente. Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit so einer Situation klarkommen muss.“ Etwa wie im Sommer 2025. Damals hat er sowohl gegen Belgien als auch gegen Frankreich einen anständigen Job im Trikot der „Roten Löwen“ gemacht. Zurück in Magdeburg gab es den unerwarteten Rückschlag: „Der Trainer sagte mir, dass ich noch nicht bereit für die 2. Bundesliga sei.“ Ein herbe Enttäuschung. „Das war sehr schwer“, berichtet er heute.

Der Trainer sagte mir, dass ich noch nicht bereit für die 2. Bundesliga wäre

Eldin Dzogovic

Und es weckte bei dem jungen Defensivspieler auch die Hoffnung, eine neue Heimat zu finden. Zweimal scheiterte ein Transfer aufgrund der Erwartungen auf dem Papier. Ob Dzogovic nach sieben Jahren eine neues Kapitel aufgeschlagen wird, steht noch nicht fest. „Wir werden am Ende der Saison schauen, was das Beste ist.“

Unter Trainer Jeff Strasser gehört der 13-fache Nationalspieler nach wie vor zum erweiteten Personal. Gegen Deutschland und Nordirland durfte er jeweils in der Schlussphase ran. Ob es gegen Malta für einen weiteren Einsatz reicht, wird sich am Dienstag zeigen. Bis dahin hat Dzogovic nur ein Ziel: Den Konkurrenzkampf bei jeder Trainingseinheit mächtig anheizen und damit auch der Mannschaft helfen.

Pereira mit Fieber im Bett, Kips nachnominiert

Manchmal geht es schneller, als man denkt. Als Anthony Moris am Donnerstagabend mit Knieproblemen ausgewechselt werden musste, reagierte der Trainerstab sofort. So kam es, dass Tim Kips am Freitagabend noch mit Phönix Lübeck in der Regionalliga Nord im Einsatz war und am Samstagmorgen schon im Flugzeug in Richtung Findel saß.

Inzwischen hat sich die Situation bei Moris deutlich verbessert und es herrscht positiver Optimismus. Allerdings bestehen große Sorgen um die Nummer zwei im FLF-Kasten: Seit der Rückkehr ins Hotel konnte Tiago Pereira an keinem Training teilnehmen. Er lag am Sonntag mit Fieber im Bett. Am Montag wird untersucht, um welche Infektion es sich handelt.

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