Radsport
Ein Balanceakt in drei Bereichen: So meistert Noé Ury Straße, Gravel und Trainerjob
Noé Ury startet in dieser Saison für das Continental-Team Storck-MRW Bau. Mit der deutschen Mannschaft blickt er ambitioniert auf das Jahr. Neben den klassischen Straßenrennen möchte er aber auch im Gravel-Bereich erfolgreich sein. Neben seinen sportlichen Aufgaben übernimmt er zudem noch Aufgaben als Trainer.
Noé Ury fuhr im letzten Jahr bei der Tour de Luxembourg für das Nationalteam Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Als „beflügelnd“ beschreibt Noé Ury das Gefühl, das er nach Matthieu Kockelmanns Sieg am 18. September bei der Tour de Luxembourg in Mamer verspürte. Auch fast ein halbes Jahr später ist das noch der Moment, der Ury besonders in Erinnerung bleibt. „Es war für das Team und mich ein sehr schönes Saisonende. Das hat das Team zusammengeschweißt und jeden noch einmal motiviert“, sagt der 22-Jährige.
Vor allem für Ury selbst war dieses Saisonende mit dem Sieg im Trikot der Nationalmannschaft beflügelnd. Denn sein Jahr hatte er sich eigentlich ganz anders vorgestellt: Wegen eines Plica-Syndroms – einer schmerzhaften Reizung einer kleinen Gewebefalte im Knie – musste er operiert werden und startete deshalb erst im Mai richtig in die Saison. Lange lief er seiner Form hinterher, sorgte dann aber bei der Luxemburg-Rundfahrt für den perfekten Lead-out für Kockelmann.