Schwimmen
Drei Trainer, ein Ziel: So wird hinter den Kulissen in Paris zusammengearbeitet
Sechs Augen sehen mehr als zwei – vor allem, wenn sie sich blind verstehen. Wie das FLNS-Trainerteam funktioniert und warum es auf Anhieb klappte, erklärten die drei Coaches selbst.
Cyril Menzin (l.) und Jabrane Touili (r.) konnten nur Positives über den Teamspirit bei der Schwimm-EM berichten Foto: Christelle Diederich
Während Nationaltrainer Christophe Audot seine Tagesbilanz im Pressebereich zieht, klingelt sein Telefon. Er wird gebraucht. Im Kältebecken. „Wir haben das Glück, dass wir zu Dritt sind“, beschrieb es der 44-Jährige. Denn obschon er unter Dauerstrom steht, profitiert Audot von der Konstellation bei der Europameisterschaft. Da sich acht Luxemburger qualifizierten, hatte der Verband Anrecht auf drei Trainerakkreditierungen. „Es ist für mich eher ungewohnt: Man muss nicht überall hin und her rennen und dabei dauernd das Gefühl haben, außer Atem zu sein. Ansonsten kommt es einem so vor, als würde man von einem Brandherd zum nächsten rennen.“
Denn wenn ein Trainer gehetzt wirkt, entgeht das den Athleten nicht. Das ist auch die Meinung, die Cyril Menzin und Jabrane Touili vertreten. Beide sind in Luxemburg für Vereine und Athleten der Nationalmannschaft zuständig. Dass sie die Delegation zu einem internationalen Wettbewerb begleiten, ist neu: „Es ist eine gute Entscheidung gewesen, dass der Verband diesen Weg gewählt hat, denn es macht im Endeffekt den Unterschied. Die Ergebnisse sind gut“, sagte Menzin.