Tennis

Dominator aus Tirol: Sinner gewinnt Wimbledon-Finale gegen Zverev

Alexander Zverev schleppte sich mit gesenktem Kopf ans Netz und gratulierte auch auf dem „heiligen Rasen“ von Wimbledon mal wieder seinem Angstgegner Jannik Sinner: Der Deutsche verlor in einem spannenden Finale 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6 gegen den neuen und alten italienischen Champion.

Jannik Sinner kämpft sich nach Wackelstart im Tennismatch zurück, fokussiert und entschlossen auf dem Platz

Nach einem Wackelstart kämpfte sich Jannik Sinner ins Match Foto: AFP

French-Open-Sieger Alexander Zverev verlor das Endspiel des prestigeträchtigen Rasenturniers im Südwesten Londons trotz eines eindrucksvollen Beginns gegen den italienischen Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner mit 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6.

Die Hoffnungen auf den zweiten Grand-Slam-Titel nur fünf Wochen nach dem Premieren-Triumph in Paris erfüllten sich also nicht. Der Italiener, der in den früheren Runden des Turniers verwundbar schien, triumphierte zum zweiten Mal nacheinander in Wimbledon und holte seinen fünften Grand-Slam-Titel. Der Italiener steigerte sich, Zverev gelang im gesamten Match kein Break.

Sinner erhält 4,22 Millionen Euro

Als Trostpreis darf er sich zumindest über den Sprung auf Rang zwei der Weltrangliste, der ihm mit dem Einzug in das Endspiel gelungen war, und über ein stattliches Preisgeld in Höhe von umgerechnet 2,11 Millionen Euro freuen. Sinner meldete sich derweil nach seinem schockierenden Zweitrundenaus bei den French Open eindrucksvoll zurück und erhielt für seinen fünften Major-Titel umgerechnet 4,22 Millionen Euro.

Während Zverev bei windigen Bedingungen sofort mit seinem brachialen Service die Muskeln spielen ließ, fand Sinner nicht direkt sein höchstes Niveau. Die Entscheidung fiel aber erst im Tiebreak, in dem Zverev mit einem donnernden Vorhandwinner nach 14 verlorenen Durchgängen in Serie wieder einen Satz gegen Sinner gewann – und anschließend seine Freude hinausbrüllte. Auch im zweiten Satz ging es über die volle Distanz, hier behielt aber nun Sinner die Oberhand.

Der Italiener war jetzt voll da. Trotzdem erspielte sich Zverev eine Breakchance – und erlebte einen großen Schreckmoment, als er ausrutschte, sein Knie überstreckte und mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen lag. Sinner ging sofort zu seinem Kontrahenten, der glücklicherweise weiterspielen konnte. Doch Zverevs Körpersprache war nun schlecht, und als er das erste Break des Matches kassierte, warf er wütend seinen Schläger auf den Boden. Im vierten Satz konnte er die drohende Niederlage dann nicht mehr verhindern.

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