Basketball

Domenick Sleva und seine besondere Rolle in Mamer

Vor der Saison hatten nur die wenigsten Mamer auf der Rechnung. Dank eines starken Domenick Sleva könnte die Mambra am Samstag aber einen großen Schritt Richtung Play-offs machen.

Domenick Sleva in Aktion als Leistungsträger des Fußballteams Mamer beim Spiel

Domenick Sleva ist der Leistungsträger im Kader von Mamer Foto: Editpress/Jeff Lahr

Es ist zweifelsohne das Schlüsselspiel des 20. Spieltags in der Enovos League. Mit Mamer und Kordall treffen zwei Mannschaften aufeinander, die im Kampf um die Top acht derzeit punktgleich auf den Plätzen acht und neun liegen. Ein Sieg wäre für beide Teams ein großer Schritt in Richtung Play-offs. Für beide Klubs wäre es zudem ein ganz besonderer Moment, denn weder die Steelers noch Mamer haben es in ihrer bisherigen Vereinsgeschichte schon einmal so weit geschafft.

Die Blicke werden am Samstag mit Domenick Sleva dann vor allem auf einen Spieler gerichtet sein. Der US-Amerikaner, der in seiner zweiten Saison im Trikot der Mambra aufläuft, kennt den Konkurrenten nämlich nur zu gut: Bei den Steelers erlebte er in der Saison 2023/24 sein Rookie-Jahr im Profi-Basketball. Nach einem kurzen Intermezzo in der deutschen ProA bei Rasta Vechta, wo er jedoch nie die Rolle fand, die er sich vorgestellt hatte, kehrte der inzwischen 27-Jährige nach Luxemburg zurück. Seit der vergangenen Saison läuft er in Mamer auf.

Dass ausgerechnet diese beiden Teams nun im direkten Duell um einen Play-off-Platz stehen, ist für Sleva nichts Besonderes: „Ich versuche, jedes Spiel gleich anzugehen und mich entsprechend vorzubereiten“, erklärt er und betont, dass er nur positive Erinnerungen an seine Zeit beim Kordall hat. „Ich bin dankbar, dass ich damals die Chance erhalten habe, dort zu spielen. Ich habe in dieser Zeit viele tolle Leute kennengelernt. Aber jetzt bin ich in Mamer und konzentriere mich darauf.“

Ein Leader

Leistungsträger – das war Domenick Sleva nicht nur in seiner ersten Profisaison beim Kordall. Allein in dieser Spielzeit kommt er auf durchschnittlich 24,2 Punkte und 15,9 Rebounds – und führt in letzterer Kategorie damit auch die Liga an. Ein echter Leader also, eine Rolle, die ihm gefällt. Vor allem, da sein Team nach den vielen Veränderungen vor der Saison recht jung ist und wohl nur wenige damit gerechnet hätten, dass Mamer drei Spieltage vor dem Ende der regulären Saison noch im Rennen um einen Play-off-Platz ist.

„Wenn man auf den Saisonanfang schaut, waren wir vielleicht noch nicht so weit. Aber im Laufe der Zeit gewinnen junge Spieler an Selbstvertrauen, und das sieht man jetzt. In der zweiten Saisonhälfte haben wir wahrscheinlich so gut gespielt wie viele andere Teams auch. Mit jedem Spiel werden wir selbstbewusster, besonders die jungen Spieler“, erklärt der US-Amerikaner. Er würde sich freuen, dem Verein ein solches Erfolgserlebnis schenken zu können, ist sich jedoch auch bewusst, dass der Hauptfokus und das erste Saisonziel der Klassenerhalt sind. „Die Play-offs wären ein perfekter Bonus.“

Worauf es gegen die Steelers ankommen wird, weiß der Profi ganz genau: „Für mich ist der Schlüssel, hart zu spielen und die kleinen Dinge richtig zu machen – kommunizieren, kämpfen und Rebounds holen. Es geht nicht nur ums Punkten. Wenn wir die Basics gut machen, haben wir gute Chancen, zu gewinnen.“

Dass die Partie am Samstag die bisher wichtigste für sein Team ist, glaubt Sleva hingegen nicht: „Alle Spiele waren wichtig, weil es oft ein schmaler Grat zwischen Sieg und Niederlage ist. Jedes Spiel zeigt ein bisschen, wo unsere Stärken und Schwächen liegen. Diese Partie ist genauso wichtig wie alle anderen, um in der Liga zu bleiben, hat aber zusätzlich Play-off-Potenzial.“ Spiel für Spiel zu nehmen, das ist dann auch das Motto des 27-Jährigen.

Doch nicht nur auf dem Parkett ist „Dom“, wie er genannt wird, in Luxemburg längst angekommen. Besonders schätzt er die familiäre Atmosphäre im Großherzogtum. So ist er sich auch nicht zu schade, bei Mamer selbst einmal mit anzupacken, wenn es nötig ist – etwa bei Spielen in der Coque, wo der Klub oft hinter dem Tresen engagiert ist.

„Ich schätze den Verein sehr, all das, was die Leute hier für mich tun. Er wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.“ Und sollte Sleva die Mambra in die Play-offs führen, dürfte der Profi erst recht mehr als nur in positiver Erinnerung bleiben.

Die Play-offs wären ein perfekter Bonus

Dom Sleva

Die aktuelle Situation

Die ersten sechs Teams haben ihren Platz für die Play-offs bereits sicher in der Tasche. Noch geht es um die letzten beiden Tickets – und hier steht mit dem Duell zwischen Mamer und Kordall am Samstag ein echtes Schlüsselspiel auf dem Programm. Das Hinspiel gewann Mamer knapp mit 96:91.

Fest steht: Der Sieger dieses Duells wird am Samstagabend Rang acht belegen und damit einen Punkt Vorsprung auf den Konkurrenten und damit Platz neun haben. Doch auch der direkte Vergleich könnte bei noch zwei verbleibenden Spieltagen am Ende entscheidend werden.

Richtig interessant wird es, wenn Walferdingen am Samstag gegen Esch verlieren sollte. Mit einem Sieg wäre die Résidence für die Play-offs qualifiziert. Bei einer Niederlage könnte es für das Team von Trainer Rainer Kloss hingegen noch einmal eng werden, denn an den letzten beiden Spieltagen der regulären Saison stehen Duelle gegen Kordall und Mamer an.

Zwar hat die Résidence ihre Hinspiele gegen die beiden Verfolger gewonnen, doch vor allem das Duell gegen die Steelers war knapp (92:89).

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Tischtennis

Ab Samstag in Bartringen: Mission Titelverteidigung für Glod und De Nutte

Tischtennis-Meisterschaften

Sarah De Nutte: „Am meisten freue ich mich auf die Doppel“