Enovos League Herren 

Die goldene Ära ist beim Basket Esch vorbei

Der doch etwas unerwartete Pokalsieg in der vergangenen Saison dürfte in Esch einen vorläufigen Schlusspunkt hinter die Blütezeit setzen, in der zwischen 2020 und 2025 die vier einzigen Titel der 66-jährigen Vereinshistorie gewonnen wurden. Nach der erfolgreichen Ära Biever-Rodenbourg verabschieden sich nun die nächsten Schlüsselspieler, sodass Esch vor einem Neuaufbau steht.

Vordere Reihe (v.l.n.r.): Franck Mériguet (Coach), Quinn Nelson, Jordan Hicks, Luka Stankovic, Axel Mendes; hintere Reihe (v.l.n.r.): Fabien Vandler, Damien Thill, Emmanuel Jesus Frederico, Dino Ceman, Gabriel Da Veiga, Corentin Cornu

Vordere Reihe (v.l.n.r.): Franck Mériguet (Coach), Quinn Nelson, Jordan Hicks, Luka Stankovic, Axel Mendes; hintere Reihe (v.l.n.r.): Fabien Vandler, Damien Thill, Emmanuel Jesus Frederico, Dino Ceman, Gabriel Da Veiga, Corentin Cornu Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Vorbereitung

Nach der vergangenen Saison verkündete mit Ex-Profi Thomas Grün der Dreh- und Angelpunkt im Escher Spiel sein Karriereende. Völlig unerwartet kam aber der zumindest vorläufige Abschied von Jeffry Monteiro, der am Vorabend des Trainingsauftakts dem Verein mitteilte, aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Der Verlust des wichtigen 27-jährigen Center-Spielers wiegt umso schwerer, da auch Denilson Ramos bis Mitte November aufgrund eines studienbedingten Praktikums im Ausland nicht zur Verfügung stehen wird. Der langjährige Escher Coach Franck Mériguet steht damit vor einer schwierigen Herausforderung. „Wir haben keine großen Spieler mehr und müssen unseren Spielstil komplett umstellen. Es gibt viele Fragezeichen und wir wissen nicht, wo wir stehen, aber wir haben halt keine Wahl“, konstatiert der frühere französische Nationalspieler, der jedoch zuversichtlich ist, Lösungen zu finden. Zu allem Überfluss fiel auch noch Clancy Rugg während der Vorbereitung aus gesundheitlichen Gründen aus. Zumindest gelang es den Eschern, mit Jordan Hicks und Quinn Nelson das Profi-Duo der Vorsaison zu behalten. Ein Lichtblick ist hingegen Neuzugang Dino Ceman, der trotz seines jungen Alters viel Erfahrung mitbringt. „Wir sind sehr erfreut, dass Dino gekommen ist, da er uns auf allen Niveaus verstärkt. Er ist defensiv sehr stark und hat eine hohe Spielintelligenz“, lobt Mériguet den Leihspieler vom T71 Düdelingen. 

Die goldene Ära ist beim Basket Esch vorbei

Erwartungen

Titelträume sind erst einmal passé, aber auch Minimalziele werden zur Herausforderung. „Das Ziel ist es, uns für die Play-offs zu qualifizieren, aber die anderen sind auch alle wettbewerbsfähig. Wir werden im Laufe der Saison sehen, wie es sich entwickelt“, dämpft Franck Mériguet die Erwartungen. In der neuen Saison geht es nicht nur darum, die Abgänge zu kompensieren und den Spielstil an die neuen Gegebenheiten anzupassen, sondern die Schlüsselspieler in Watte einzupacken. Besonders Hicks und Rugg fielen in der Vergangenheit immer wieder aus, wobei Letzterer in den ersten Wochen der einzige verbliebene „Big Man“ im Kader ist.

Tipp

Das Ziel dürfte sein, den größtmöglichen Betriebsunfall möglichst frühzeitig zu vermeiden und dem Abstiegskampf aus dem Weg zu gehen. Wenn das wichtige Duo Rugg/Hicks gesund bleibt, könnte Esch noch in die Play-offs rutschen, um die Saison einigermaßen zu retten. 

Es gibt viele Fragezeichen und wir wissen nicht, wo wir stehen, aber wir haben halt keine Wahl

Franck Mérigueet

3 Fragen an Dino Ceman

Die goldene Ära ist beim Basket Esch vorbei

Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Weshalb haben Sie die neue Herausforderung in Esch gesucht?
Ich habe es als richtige Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt meiner Karriere empfunden, um meine persönliche Zielsetzungen erreichen zu können. Nach dem Abgang von Thomas (Grün) kann ich in der jungen Mannschaft eine Rolle mit mehr Verantwortung übernehmen.

Wie können Sie dem jungen Escher Team helfen?
Ich bin schon eine gewisse Zeit in der Liga dabei und habe mit den vielen Spielen einiges an Erfahrung gewonnen. Daher hoffe ich, der Mannschaft mit meiner Defense und meinem Playmaking zu helfen, aber auch mit meinem Leadership für die luxemburgischen Spieler.

Stimmt es, dass Sie als sehr modebewusst gelten?
Ja, ich experimentiere tatsächlich gerne mit meinen Outfits. Für mich ist es eine Art und Weise, wie ein Mensch sich ohne Worte ausdrücken kann.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Radsport

Kluckers vor der „Ronde“: „Das schönste und zugleich schwerste Rennen des Jahres“

BGL Ligue

Warum Joao Machado in diesem Jahr auf eine Zusatzversicherung setzt

Ehrenpromotion

Ein Nordderby als Spitzenspiel am Osterwochenende